Pokal-Aus in fünf Minuten

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Trotz Minimalbesetzung hielten die Red Hocks Kaufering in Leipzig lange Zeit mit, doch war das DUB-Pokal-Aus in nur fünf Minuten besiegelt.

Kaufering – Arg ersatzgeschwächte Red Hocks haben am Sonntag beim MFBC in Leipzig über große Teile des Spiels gut mitgehalten, fürs Weiterkommen im DUB-Pokalwettbewerb (Deutschen Unihockey Bund) reichte es aber nicht. Aufgrund einer unkonzentrierten Schlussphase kamen die Kauferinger mit 6:9 unter die Räder und schieden aus.

Gleich die erste Pokal-Aufgabe der Red Hocks hatte es in sich, denn mit den Leipzigern war ihnen einer der schlagkräftigsten Mitbewerber zugelost worden. Doch damit nicht genug: Mit einer ungewohnten Rumpftruppe von nur elf Feldspielern war die Ausgangslage alles andere als optimal, zumal auf der Absenzenliste Leistungsträger wie Kapitän Falkenberger, die beiden Hanic-Brüder und die drei Wehs standen. Trotz allem zeigten sich die verbliebenen zwei Reihen kämpferisch und auch spielerisch in absoluter Topform, ebenso wie Thomas Welzmiller, der zum ersten Mal in dieser Saison zwischen den Pfosten stand – zumindest für fast 55 Minuten.

Von Beginn an zeigten die Kauferinger, dass sie willens waren, einen echten Pokalfight zu liefern. Nach kurzem Abtasten war es Interimskapitän Julian Rüger, der mit einem Schlenzer aus dem Halbfeld den Weg ins Tor fand. Nur zwei Minuten später tat es ihm der Leipziger Dietel gleich – 1:1. Nach der ersten von insgesamt fünf Strafen, die die guten Schiedsrichter gegen das Heimteam aussprachen, konnte Tobias Hutter auf Vorlage von Tim Hoidis das Powerplay nutzen. Doch wieder gelang es Leipzig postwendend ausgleichen.

In der 16. Spielminute war es dann Tino von Pritzbuer, der nach sehenswerter Vorarbeit von Marco Tobisch die erneute Führung erzielte. Nachdem die Strafzeit gegen Kauferings Neuzugang Martin Joscak noch ohne Folgen blieb, konnte Leipzig in der 20. Minute den Pausenstand von 3:3 herstellen. Nach der aufgrund der Lichtverhältnisse verlängerten Drittelpause knüpften die Red Hocks an den starken ersten Durchgang an, stellte Leichtsinnsfehler in der Defensive ab und entschied und das zweite Drittel mit 2:0 für sich. Marco Keß (27.), der seine Torflaute nun wohl endgültig beendet haben dürfte, und sein stark aufspielender Bruder Kevin (34.) stellten auf 3:5.

Der letzte Abschnitt begann ebenso vielversprechend. Nach einem Freischlag kam von Pritzbuer zum Schuss und konnte MFBC-Keeper Schmidt überwinden (53.). Kurze Zeit später gab es eine weitere Strafe gegen die Hausherren, die Kaufering besser hätte nutzen sollen, um sich weiter abzusetzen, da anschließend eine folgenreiche Druckphase der Gastgeber startete. Innerhalb von vier Minuten glich Leipzig aus, während die Kräfte auf Kauferinger Seite zusehends schwanden.

Schnelles Ende

Ein weiteres eigenes Powerplay wurde den zu diesem Zeitpunkt schon schwer atmenden Red Hocks dann zum Verhängnis. In Überzahl musste man einen Treffer hinnehmen (55.) und lief erstmals einem Rückstand hinterher. Nur 30 Sekunden später musste Welzmiller schon wieder hinter sich greifen – es blieben also knapp vier Minuten, um nochmal alles aus sich rauszuholen und das drohenden Pokal-Aus abzuwenden. Obwohl in der 56. Spiel- minute erneut die Powerplay-Formation aufs Feld durfte, wollte trotz zahlreicher und hochkarätiger Chancen der Anschlusstreffer nicht fallen.

Der Empty-Net-Treffer ins verwaiste Kauferinger Gehäuse setzte den Schlusspunkt hinter eine Partie, die trotz allem viele positive Ansätze erahnen ließ. Nach einer über weite Strecken kontrollierten und konzentrierten Vorstellung mussten die Red Hocks den Sachsen den Vortritt lassen und den Traum der erneuten Teilnahme am Pokal-Finale begraben.

Die volle Konzentration gilt nun der Bundesliga. Bereits am kommenden Wochenende sind Kauferings Floorballer in Hamburg und Lilienthal gleich doppelt auswärts gefordert.

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