Jetzt auf Play-down-Platz

Red Hocks rutschen weiter ab

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Vor toller Kulisse im Kauferinger Sportzentrum mussten die Red Hocks am Sonntag die nächste Niederlage hinnehmen: Berlin (schwarze Trikots) siegte 4:2.

Kaufering – Die Niederlagenserie der Red Hocks Kaufering in der ersten Floorball-Bundesliga reißt nicht ab. Vergangenen Sonntag setzte es vor 426 Zuschauern zuhause ein 2:4 gegen den direkten Konkurrenten BAT Berlin. Damit steht erstmals in der jungen Historie ein Tabellenplatz unterhalb des Play-off-Strichs zu Buche.

Nach zuletzt fünf Niederlagen am Stück hatte man sich im Vorfeld der Partie viel vorgenommen. Aus einer sicheren Defensive heraus sollte die eigene Konterstärke der Schlüssel zum Erfolg werden. Doch es kam ganz anders, denn Berlin schien denselben Plan zu haben und zog sich bei Kauferinger Ballbesitz bis hinter die Mittellinie zurück, um so die Räume vor dem eigenen Tor eng zu machen und die Red Hocks damit zu Fernschüssen zu zwingen.

Nach einer recht verhaltenen Anfangsphase kamen die Red Hocks zu einer Reihe erster Chancen. Doch wie so oft in letzter Zeit, gingen die Gäste durch einen Fehler im Kauferinger Spielaufbau in Führung. Zunächst unbeeindruckt erspielten sich die Spieler vom Lech bis zum Beginn des zweiten Drittels ein leichtes Chancen-Plus heraus und tatsächlich gelang Verteidiger Martin Klöck in der 26. Spielminute der umjubelte Ausgleich.

Doch Berlin blieb durch schnelle Tempogegenstöße stets gefährlich. Nach zwei Lattentreffern fiel gegen Ende des zweiten Drittels doch noch die erneute Führung für die Bundeshauptstädter. Sander Riis konnte sich gegen zwei Verteidiger in der Kauferinger Ecke durchsetzen und schloss trocken aus kurzem Winkel ab. Kauferings Torhüter Tobias Dahme war dabei chancenlos, ihm war die Sicht verdeckt.

Somit musste man, wie aktuell fast schon üblich, im letzten Drittel einem Rückstand hinterherlaufen. Und das spielte den defensiv agierenden Gästen deutlich in die Karten. Kaufering hatte große Probleme, strukturierte Angriffe vorzutragen. Wiederum ein Fehler im Spielaufbau brachte Berlin mit zwei Toren in Führung. Zwar konnte Michal Hanic in der 48. Spielminute einen sehr schön vorgetragenen Konter zum Anschluss verwerten, doch fünf Minuten vor Ende fand Berlin die passende Antwort darauf und stellte den alten Abstand wieder her. Coach Christoph Huber nahm zwar Schlussmann Dahme zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Feld, doch die Aufholjagd sollte nicht mehr gelingen. Wiederholt scheiterte man am starken Gästetorhüter, welcher nach Abpfiff auch zum besten Spieler der Partie ausgezeichnet wurde.

Mit dieser Niederlage befinden sich die Roten nun erstmals seit dem Bundesliga-Aufstieg auf einem Play-down-Platz, da Verfolger Chemnitz nach Verlängerung in Bonn gewinnen konnte. In zwei Wochen hat man auf Kauferinger Seite jedoch wieder die Möglichkeit, an den Sachsen vorbeizuziehen, wenn beide Mannschaften direkt aufeinander treffen.

Auf Kauferinger Seite will man die Niederlagenserie von sechs Spielen endlich beenden und wieder Selbstvertrauen tanken. Coach Huber dazu: „Wir haben es immer noch selbst in der Hand in die Play-offs einzuziehen, da wir gegen jeden direkten Konkurrenten noch spielen. Wir müssen uns aber wieder auf unsere Stärken konzentrieren und uns weiterhin über eine geschlossene Mannschaftsleistung das Glück und damit auch die Punkte erarbeiten.“

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