Die Weltmeisterschaft im Blick

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Maxi Falkenberger hat mit der Nationalmannschaft beim finalen WM-Vorbereitungsturnier überzeugt, der Kauferinger war mit drei Punkten zweitproduktivster deutscher Spieler.

Kaufering – Im Dezember steigt das Floorball-Highlight des Jahres, die Weltmeisterschaft in der lettischen Hauptstadt Riga. Dort werden aller Voraussicht nach auch Kauferinger Akteure eine zen­trale Rolle einnehmen. Beim Nationencup im niedersächsischen Lilienthal am vergangenen Wochenende hatte Nationaltrainer Philippe Soutter die Möglichkeit, seinen Kader unter Wettkampfbedingungen auf das anstehende Turnier einzustellen. Und auch der deutsche U19-Nachwuchs testete seine WM-Tauglichkeit. Bei drei Testspielen in Dänemark schlüpfte mit Christian Göth auch ein Spieler der Kauferinger Red Hocks ins Nationaldress.

Im Mai nächsten Jahres wird es für die deutschen U19-Junioren ernst, dann geht es zu den Weltmeisterschaften ins schwedische Växjö. Zum Abschluss dieses Floorballjahres trafen sich die Jungs von Trainer Thomas Berger in Sonderborg (Dänemark), um dort einige Trainings und drei Testspiele gegen den Gastgeber zu absolvieren. Mit dabei war auch Christian Göth, eine der defensiven Kauferinger Stützen in dieser Saison. Er hat sein WM-Ticket als einer der ersten im Kader bereits erhalten und zieht ein positives Fazit vom Wochenende in Dänemark: „Ein halbes Jahr ist nicht so viel Zeit, die WM rückt schon ziemlich nahe. Dieses Wochenende war ein erster Gradmesser und ich denke, dass wir in Dänemark als Team weiter zusammengerückt und uns spielerisch näher gekommen sind.“ Ebenfalls noch Chancen auf eine WM-Teilnahme dürfen sich die Youngster Albert Sikora und Ricardo Wipfler machen. Wipfler, der eine Einladung zu den Länderspielen erhalten hatte, musste verletzungsbedingt absagen.

Im ersten der drei Freundschaftsspiele waren die deutschen Jungs zwar optisch überlegen und hatten auch mehr Torabschlüsse, verloren aber am Ende mit 2:3. Im zweiten Duell musste Verteidiger Christian Göth aussetzen. Von der Bank aus musste er sich ansehen, wie die Spieler von Trainer Berger mit 3:4 das Nachsehen hatten. Im letzten Match am Sonntag war Göth wieder auf dem Feld dabei und trug dazu bei, dass doch noch ein Sieg in Dänemark heraussprang. Nach einer 5:2-Führung wurde es kurz vor Ende nochmal spannend, am Ende siegte Deutschland mit 5:4.

Herren beim Nationencup

Im niedersächsischen Lilien­thal fand am vergangenen Wochenende der Nationencup statt. Neben Maxi Falkenberger, der in allen Partien durchspielte, waren im Betreuerstab auch die Kauferinger Christoph Huber als Co-Trainer, Marc Ullius als Fitnesstrainer und Thamara Zobel für die physiotherapeutische Betreuung mit an Bord. Tino von Pritzbuer zog sich in der Schweizer U21-Liga einen Kreuzbandriss zu und fehlt der Nationalmannschaft deshalb vorerst, auch bei der Weltmeisterschaft muss der 20-Jährige aussetzen. „Für mich ist das extrem bitter, denn als Sportler gibt es natürlich nichts Größeres als eine Weltmeisterschaft. In der Schweiz habe ich mich nun über ein Jahr auf das Turnier vorbereitet, nun muss ich leider zuschauen. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass die Jungs in Lettland einen guten Job machen werden.“, so der gebürtige Landsberger.

Zum Auftakt des Turniers spielten die deutschen Herren zunächst am Freitag gegen Dänemark und mussten sich knapp geschlagen geben. Red Hocks–Kapitän Maxi Falkenberger hatte in der 53. Minute den 3:2-Anschluss für die deutsche Equipe erzielt, der Ausgleich wollte gegen die starken Dänen leider nicht mehr fallen. Am Samstag ging es gegen Lettland, wo man erwartungsgemäß unterlag, sich mit einem 3:7 aber achtbar aus der Affäre zog. Zum Abschluss duellierten sich die Mannen von Trainer Philipp Soutter mit Norwegen, wo man besonders im zweiten Drittel einen der stärksten Auftritte in den vergangenen Jahren hinlegte. Lange führte man gegen den Weltranglisten-Sechsten, phasenweise sogar mit drei Toren Abstand, am Ende gelang den Norwegern noch der Ausgleich. Das anschließende Penaltyschießen ging für die Jungs mit dem Adler auf der Brust leider verloren. Dennoch darf man mit der Art und Weise, wie man gegen die hochklassigen Gegner mitspielte, zufrieden sein, wie auch Co-Trainer Christoph Huber findet: „Wir haben die Hausaufgaben erledigt, die wir uns vorgenommen hatten und wieder entscheidende Schritte gemacht. Wir haben auch gesehen, dass wir von diesen klasse Teams nicht so weit weg sind. Dennoch hätte ich mir natürlich statt zwei knappen Niederlagen zwei knappe Siege gewünscht, allein schon wegen der Moral.“

Der letzte Test vor der WM im Dezember findet am 26. November in Chemnitz gegen Tschechien statt.

Marco Tobisch

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