Im Viertelfinale geht's nach Bremen

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Beim Spielaufbau, beobachtet von Julian Rüger (links): Marco Tobisch (am Ball) und Martin Klöck  von den Red Hocks Kaufering.

Kaufering – Die Floorballer des VfL Kaufering sind im Pokal eine Runde weiter. Nachdem die Red Hocks im bayerischen Duell gegen Ingolstadt einen Pflichtsieg eingefahren hatten, trafen sie am Sonntag auf die Zweite des amtierenden deutschen Meisters und Pokalsiegers UHC Sparkasse Weißenfels. Mit 3:9 gelang den Red Hocks ein ungefährdeter Erfolg und der Einzug ins Viertelfinale.

Auf dem Papier war die Rollenverteilung klar: Regional- gegen Bundesligist. Allerdings galt es, nicht ähnliche Fehler zu machen wie zuvor gegen die „Schanzer“ des ESV Ingolstadt. Damals war der Gegner unterschätzt worden, außerdem ließ die Chancenverwertung stark zu wünschen übrig und es hatte sich ein ungemütlicher Spielverlauf ergeben.

Die Gegner von der Saale boten eine bunte Mischung aus erfahrenen Routiniers und gut ausgebildeten Talenten auf, starteten aber sehr zögerlich. So begann das erste Drittel mit viel Ballbesitz für die Red Hocks und es war Marco Tobisch, der mit einem platzierten Schlenzer den gegnerischen Torhüter das erste Mal bezwang. Der zweite Treffer fiel nach dem gleichen Schema: Falkenberger findet Tobisch und der verwandelt eiskalt. Im Anschluss trafen noch Daniel Szirbeck und Maxi Falkenberger, so stand es kurz vor Drittelende 0:4 zugunsten der Gäste aus Kaufering.

Immer wieder gelang es danach, sich dem gegnerischen Zugriff zu entziehen und auch brenzligere Situationen spielerisch und mit Übersicht zu lösen. Gut zwanzig Sekunden vor dem Pausenpfiff musste Tobias Dahme, der nach längerer Zeit wieder zur Verfügung stand, nach einem Freischlag doch noch hinter sich greifen. Mit 1:4 ging es in die Kabine.

Youngster im Einsatz

Red Hocks-Coach Rasso Schorer forderte seine Mannschaft auf, im zweiten Abschnitt ihr volles Potenzial auszuschöpfen, da noch genug Luft nach oben sei. Dies gelang stellenweise recht ordentlich. Die Tore im Mittelabschnitt machten der erst 14-jährige Youngster Ricardo Wipfler, der doppelt traf und sich in der ersten Reihe gut einfügte, Johannes Weh, der ebenfalls nach längerer Zeit wieder ins Trikot schlüpfen konnte, und Julian Rüger.

Nach zwei Dritteln stand es bereits 1:8, da kam auch Ersatztorhüter Dominik Bürger zum Einsatz. Im letzten Abschnitt wurde mit den sich bietenden Chancen aber deutlich fahrlässiger umgegangen und in einem nun hitziger werdenden Geschehen konnte Weißenfels mehrfach gefährlich kontern. Mit 3:9 stand am Ende ein leistungsgerechtes Ergebnis zu Buche und vor allem die Erkenntnis, dass die aufgebotenen jungen Spieler aus Kaufering auf einem guten Weg sind.

Die Pflicht sei erfüllt worden, meinte Coach Schorer, aber noch seien einige Baustellen offen. Diese gelte es zu bearbeiten im Hinblick auf die nahende Bundesliga-Rückrunde, in der die Red Hocks ihre Anstrengungen im Kampf um die Play-off-Plätze nochmals intensivieren müssen.

Auch das Pokal-Viertelfinale ist bereits ausgelost. Mitte Januar treffen die Kauferinger dann auf die alten Bekannten vom TV Eiche Horn Bremen, gegen die einst der Aufstieg ins deutsche Oberhaus gelang. „Ein nicht nur aufgrund der weiten Reise, unangenehmes Los“, so Schorer. „Die Hanseaten, die derzeit die 2. Bundesliga anführen, gelten als Pokalschreck und schwer zu knackende Nuss.“

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