Red Hocks holen wichtigen Dreier

Kaufering gewinnt gegen DJK Holzbüttgen souverän mit 7:2

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In Hamburg verletzt nicht mit von der Partie, stand Marco Tobisch in Holzbüttgen wieder auf dem Feld.

Kaufering – Die Red Hocks Kaufering mussten am Samstag auswärts ran aber dieses Mal wurde zur Abwechslung keine ost- oder norddeutsche Adresse ins Navi des Teambusses eingetippt. Es ging rund 650 Kilometer gen Nordwesten Richtung Düsseldorf nach Holzbüttgen zum diesjährigen Aufsteiger. Mit einer starken Leistung und dem folglich verdienten 7:2-Sieg verwiesen die Kauferinger ihren Gegner auf die Plätze.

Die Red Hocks gingen ein wenig personalgeschwächt ins Rennen: Neben einigen Nachwuchsspielern, musste man auch auf Jonas Nieberle, Kevin Keß, Juraj Gallo und Martin Klöck verzichten. Dafür war neben Leonard Renner auch Marco Tobisch, der am Hamburg-Wochenende verletzungsbedingt passen musste, wieder mit an Bord.

„Die DJK Holzbüttgen ist diese Saison sicher zu vergleichen mit unserer ersten Saison. Euphorie bei Mannschaft und Fans, mutiges und schnelles Spiel und ein unglaublicher Zusammenhalt zeichnen sie aus“, meinte Luca Schmitz vor der Partie. Dementsprechend agierten die Westfalen auch. Jeder Zweikampf wurde zu 100 Prozent angenommen. Doch die Red Hocks waren an diesem Tag einfach zu abgebrüht und agierten sehr konzentriert und stabil in der Defensive.

In den ersten Minuten hatten die Gastgeber ein wenig die Oberhand im Spiel, die Red Hocks mussten sich erst an das noch unbekannte Umfeld gewöhnen. „Es ist nicht gerade einfach, sich zu fokussieren, wenn man nicht genau weiß, was einen erwartet“, so Dominik Bürger, der an diesem Tag eine echte Lebensversicherung für die Lechstädter war. In der neunten Minute setzte Kapitän Maxi Falkenberger zu einem Solo an und verwandelte einen der ersten Torschüsse zum 0:1. Von da an war der Fokus noch viel höher als in den zähen Anfangsminuten und mit dem 0:2 durch Tobias Hutter belohnte man sich wieder. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels übernahmen die Red Hocks immer mehr das Kommando und erspielten sich zahlreiche hochkarätige Chancen. Doch der ebenfalls bärenstark haltende Torhüter der Gastgeber hielt seine Farben im Spiel. Folglich ging es mit 0:2 in die erste Pause.

Die zweiten 20 Minuten schienen zunächst einen anderen Verlauf zu nehmen. Denn nun war Holzbüttgen das spielbestimmende Team, erarbeitete sich Chance um Chance aber verzweifelte entweder an eigener Zielschwäche oder am weiterhin starken Dominik Bürger. Das war Spiel ging rasant weiter und die Red Hocks nutzen ihre wenigen Chancen im zweiten Drittel besser. Erneut Maxi Falkenberger stellte in der 33. Minute nach einem frechen Solo, bei dem er vier Gegenspieler und den Goalie austanzte, auf 0:3.

Topscorer Ricardo Wipfler, der bis dato noch nicht wirklich Einfluss aufs Ergebnis genommen hatte, verwertete in der 37. Minute ein Zuspiel von Marco Tobisch. Keine zwei Minuten später traf Marco Keß sogar noch zum 0:5. Glück hatte man auch, da ein strittiges Tor des DJK nicht gegeben wurde. So ging es mit einem 0:5 in die zweite Pause. In dieser mahnte das Trainergespann die Mannschaft, weiterhin so konzentriert zu agieren, denn es wäre nicht das erste Mal, dass man einen vermeintlich beruhigenden Vorsprung noch aus der Hand gegeben hätte.

Doch an diesem Tag agierten die Kauferinger sehr souverän und abgeklärt. Man erspielte sich zahlreiche Chancen, während die Gastgeber nur noch selten gefährlich vor Bürger auftauchten. Das 0:6 für die Red Hocks besorgte abermals Ricardo Wipfler, nachdem er bei einem Freischlag eine Lücke in der Mauer sah und einfach abzog. Sieben Minuten vor dem Ende war es wiederum Wipfler, der einen schönen Konter zum 0:7 vollendete. Schließlich kamen die Gastgeber dann doch noch zu zwei Ehrentreffern: Mit einem Doppelschlag in der 54. und 56. Spielminute erzielte der DJK Holzbüttgen die beiden Tore zum 2:7-Endstand.

„Wir haben heute wohl eines der stärksten Auswärtsspiele der letzten Jahre gezeigt. Defensiv standen wir über weite Strecken sicher und nach vorne haben wir sehr gefällig und geduldig gespielt. Einziges Manko war die Chancenauswertung. Gerade in den ersten beiden Dritteln haben wir einige Hochkaräter liegen gelassen“, so das abschließende Fazit von Spielertrainer Tobias Hutter.

Nun gilt es, diesen Schwung mitzunehmen, um am kommenden Samstag, 3. November, ab 16 Uhr im heimischen Sportzentrum gegen den Zweitligisten TSV Ebersgöns ins Pokal-Achtelfinale einzuziehen.

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