Noch nicht aufgeben

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Wie schon im letzten Spiel gegen Berlin (Foto) mussten sich die Kauferinger Red Hocks auch gegen Chemnitz am Wochenende geschlagen geben.

Kaufering – Im Abstiegskampf angekommen: Auch nach dem Gastspiel in Chemnitz stehen die Red Hocks mit leeren Händen da. Gegen die Floor Fighters musste man eine 0:7-Niederlage hinnehmen.

Nachdem mit Torhüter Tobias Dahme und den Angreifern Stefan Weh und Tobias Hutter bereits wichtige Stützen die Fahrt in den Osten der Republik nicht antreten konnten, fielen spontan Andreas Weh und Tino von Pritzbuer krankheitsbedingt aus. Somit standen Trainer Christoph Huber nur noch zwölf Feldspieler zur Verfügung, im Tor bekam erstmals Neuzugang Rudolf Heidu Einsatzminuten. Von Beginn an traten die Red Hocks dominant auf, hatten gegen die beste Abwehr der Liga jedoch Schwierigkeiten. Während das Tor der Chemnitzer verriegelt blieb, stand auf der anderen Seite die Kauferinger Defensive sicher. Dazu verhalf auch Torhüter Heidu, der aussichtsreiche Chancen bravourös parierte, weshalb nach dem ersten Drittel auf keiner Seite ein Tor gefallen war. 

Im zweiten Abschnitt entwickelte sich zunächst ein ähnliches Spiel. Beide Teams verteidigten kompakt und ließen nur wenige Schüsse zu. In der 32. Minute musste ein Floor Fighter auf die Strafbank und ermöglichte den Red Hocks ein Powerplay. Nachdem der Ball ein paar Sekunden durch die Reihen gelaufen war, schnappte sich ein Chemnitzer Verteidiger den Lochball und lief allein auf das Kauferinger Tor. Zwar konnte er noch mit einem Foul am Torschuss gehindert werden, folgerichtig gaben die Schiedsrichter aber einen Penalty, den Topscorer Kapucian verwandelte. Anschließend nahm das Spiel den aus den letzten Partien bekannten Verlauf. Die Red Hocks wollten möglichst schnell den Ausgleich erzwingen und liefen kurz darauf in einen Konter, den die Hausherren sehenswert zum 2:0 ausspielten. 

In der Schlussminute des zweiten Drittels wurde die nächste Strafe gegen Chemnitz ausgesprochen. Wieder verlor die Kauferinger Überzahl den Ball und Chemnitz verwertete den Alleingang zum 3:0. Die letzten 20 Minuten wollten sich die Gäste nochmal aufbäumen. Nachdem die starken Gastgeber mit einem Doppelschlag auf 5:0 stellten und der Ball trotz mehrfacher Bemühungen nicht im Chemnitzer Tornetz zappeln wollte, war die Luft ein wenig raus. Die Sachsen verwalteten nun clever, ließen die anrennenden Gäste kaum noch an den Ball kommen. Das erste Chemnitzer Powerplay wurde mit dem 6:0 bestraft, wenige Zeigerumdrehungen später lag der Ball zum siebten Mal im bayerischen Tor. 

Trainer Huber nahm am Ende noch den Torhüter zugunsten eines sechsten Spielers vom Feld doch auch so wollte der Ehrentreffer nicht mehr fallen. Obwohl beide Teams über weite Strecken ebenbürtig waren, gewinnen die Floor Fighters dank cleverer Spielweise und sehenswerten Kontern und verschärfen die Krise der Red Hocks weiter. Obwohl bereits im nächsten Spiel erneut die Chance besteht, im direkten Duell gegen Hamburg auf einen Playoffplatz zu springen, hat man inzwischen dennoch die Gewissheit, im Abstiegskampf angekommen zu sein. Will man die Klasse halten, ist es unbedingt erforderlich, die Anfälligkeit bei Kontern abzustellen, und in der Offensive wieder gefährlicher zu werden. 

Diese Baustellen gilt es bis zum kommenden Wochenende abzustellen, denn im Endspiel gegen den Tabellensechsten ETV Hamburg wird entschieden, ob man den Gang in die Playdowns noch vermeiden kann. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr im Kauferinger Sportzentrum.

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