Red Hocks überzeugen in Chemnitz

Rechtzeitig in Fahrt gekommen

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Christian Göth (rot) verbuchte mit den Red Hocks nicht nur einen wichtigen Sieg, er erzielte in Chemnitz auch sein erstes Bundesligator für die Kauferinger Floorballer.

Kaufering – Eine deutliche Steigerung zur richtigen Zeit zeigten am vergangenen Wochenende die Bundesligafloorballer der Red Hocks Kaufering. Einen miserablen Auftakt beim 15:2 gegen Floorball-Hochburg Weißenfels beantworteten die Roten mit einem starken Gastspiel bei den Floor Fighters Chemnitz: Dort überzeugten die Kauferinger mit einem 4:8 im direkten Duell um die Playoff-Teilnahme.

Tobias Dahme kehrte gegen Serienmeister Weißenfels nach einer langen Pause erstmals in das Tor der Lechstädter zurück. Doch bereits im ersten Drittel zeichnete sich ab, dass die Roten insgesamt ihren eigenen Ansprüchen hinterherlaufen sollten. Innerhalb der ersten 20 Spielminuten zeigte der UHC seine spielerische Klasse, ließ den Ball laufen und erspielte einen 7:0-Vorsprung. Im zweiten Abschnitt attackierte Kaufering zwar konsequenter, hatte aber nun zusätzlich noch Pech. Der UHC schaffte es bei einem Gegentreffer von Tobias ­Hutter, der einen Schuss scharf ins untere Eck platzierte, den Vorsprung kontinuierlich auf 14:1 auszubauen. Im letzten Drittel ersetzte Kornelius Schmid ­Tobias Dahme im Gehäuse der Lechstädter. Mit ihm als neuem Rückhalt gelang es den Mannen um Kapitän Falkenberger, das Spiel besser anzunehmen. So konnten die Gäste das letzte Drittel, welches mit einem 1:1 unentschieden endete, bereits als sehr kleinen Erfolg an diesem Samstagabend verbuchen. Die auf der Anzeigetafel stehende 15:2-Niederlage war dennoch deutlich.

Für das wichtige Sonntagsspiel gegen das Kellerkind der Floor Fighters Chemnitz galt es für die Kauferinger, die hohe Klatsche des Vortages abzuschütteln und fokussiert an die neue Aufgabe heranzugehen. Druckvoll gingen die Roten vom Bully weg voran und belohnten sich sofort beim ersten Angriff mit dem wichtigen Führungstreffer. In der Folge hatte Kaufering etwas mehr vom Spiel, konnte die minimale Überlegenheit aber nicht nutzen. Ab der zehnten Spielminuten fanden die Gastgeber besser ins Spiel und schlossen einige Angriffe gefährlich ab. ­Kornelius Schmid hütete sein Tor aber ohne Fehl und Tadel und hielt die Null fest, sodass es mit der knappen Führung in die erste Drittelpause ging. Nach einer Strafzeit gegen Chemnitz wegen Stockschlags nutzte Tobias Hutter die Verwirrung vor dem Kasten der Hausherren und arbeitete den Ball regelrecht zum 2:0 über die Linie. Nun entwickelte sich ein rasantes Floorballspiel: Chemnitz kam durch Manninen heran und erzielte den 1:2-Anschlusstreffer – nach Meinung der Red Hocks-Spieler irregulär, da der Finne mit dem Fuß im verbotenen Schutzraum stand. Im Gegenzug jedoch schloss Marco Keß eine sehenswerte Kombination ab und hatte damit die richtige Antwort seiner Mannschaft gefunden. Im Folgenden hatten die Lechstädter ihre stärkste Phase: Die jungen Nachwuchsspieler Albert Sikora und Christian Göth erhöhten für ihre Farben auf 1:5, ehe Maximilian Falkenberger sogar das 1:6 nachlegte. Auf diese starke Phase folgte aber auch die schwächste: Innerhalb von zwei Minuten erzielten die Floor Fighters in Folge individueller Fehler der Kauferinger drei Tore und schlossen zum Pausentee bis zum Zwischenstand von 6:4 auf. Das versprach ein spannendes letztes Drittel. Bereits nach 15 gespielten Sekunden schnappte sich Maximilian Falkenberger den Lochball von einem Gegenspieler, zog sprintend Richtung Tor und versenkte den Ball im langen Eck. Jetzt konnten sich die Kauferinger auf ihre gute Defensive verlassen. Bereits fünf Minuten vor Schluss nahm Chemnitz den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Parkett. Das nutzte Daniel Szirbeck, der den Ball von der Mittellinie zum entscheidenden 4:8-Endstand ins leere Tor lupfte.

Insgesamt zeigte sich Kapitän Falkenberger zufrieden mit der Leistung an diesem Wochenende: „Am Samstag haben wir schlecht gespielt und unser Potenzial kaum abgerufen. Es war aber eine mehr als starke Reaktion, so gegen Chemnitz aufzutreten und auswärts drei wichtige Punkte zu holen.“ Ein Sonderlob hatte der 23-Jährige noch für die Nachwuchsspieler parat: „Vor allem die Jungen haben an diesem Wochenende einen super Job gemacht.“

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