Mitgliederversammlung TSV Landsberg

Friede und Eierkuchen beim TSV Landsberg

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Harald Reitmeir (links) und Hanns Haedenkamp (rechts) gratulieren den verdienten langjährigen Mitgliedern: Ulrike Heinz, Peter Dawid, Josef Lehnerer, Karl Brunnacker und Marianne Staroste (von links).

Landsberg – Am vergangenen Donnerstag lud der TSV 1882 Landsberg zur ersten Mitgliederversammlung im Jahr 2020. Nach den letztjährigen herbstlichen Turbulenzen rund um die Abteilung Handball genossen die Anwesenden eine friedliche Veranstaltung.

Gerade mal 38 Mitglieder waren der Einladung des Vorsitzenden Hanns Haedenkamp gefolgt. Die Berichte der einzelnen Abteilungen waren rundweg positiv. Mitgliederschwund mussten nur die Handballer vermelden, die Gründe dafür dürften die Querelen von 2019 sein, als die Abteilung den heimatlichen Hafen beim TSV verlassen wollte. „Ich bin froh, dass es von der Abteilung Handball überhaupt noch einen Bericht gibt“, merkte Reitmeir lächelnd an.

Die Baseballer konnten von einem ordentlichen Mitgliederzuwachs berichten. Und die Abteilung für Billiard/Darts hat endlich wieder ein Zuhause in Landsberg gefunden, nachdem sie ihren Sport lange Zeit in der Diaspora Buchloe ausüben mussten. Eine Kooperation mit der neuen Lokalität „Josis Lounge“ an der Weilheimer Straße eröffnet der Abteilung neue Möglichkeiten zu günstigen Konditionen.

Eine kleine Sensation erlebte die Karate-Abteilung unter Dr. Claus Fröhlich. Er selbst bestand die Prüfung zum 6. Dan. „In Bayern gibt es ungefähr 30.000 Karate-Mitglieder und davon haben vielleicht eine Handvoll diese Prüfung bestanden“, erklärte Fröhlich stolz.

Insgesamt zeichneten alle Berichte das Bild eines gesunden und funktionierenden Vereins. Das bestätigten auch die Zahlen, die Schatzmeister Manfred Botschafter präsentierte. Gesamt­einnahmen von rund 509.000 Euro standen im Jahr 2018 Ausgaben von 515.000 Euro gegenüber. Der Schuldenstand wurde verringert, die Einnahmen durch Werbung und Sponsoren stiegen. Es gab für die Revisionsabteilung keinen Grund, die Alarmglocken zu läuten.

Auch OB Mathias Neuner richtete einige Worte an die TSV-Mitglieder. Die Lechturnhalle werde in ein bis zwei Monaten fertig sein, aber es sei jetzt schon klar, dass eine weitere Halle benötigt werde. Die Hallenmiete sei nicht günstiger geworden, aber dafür sei der Zuschuss der Stadt für die Vereine erhöht worden. „Generell kann ich Ihnen versichern, dass der TSV in der Stadt sehr gut vernetzt ist und einen guten Draht zum Stadtrat hat“, versicherte Neuner.

Durch das freiwillige Ausscheiden von Robert Michel musste ein Platz im Vorstand neu besetzt werden. Thomas Ebeling wurde ohne Gegenstimme gewählt. Die gab es auch nicht für Patrick Freudsmiedl, der die Rolle des Pressesprechers und juristischen Beraters im gesamten Verein übernehmen wird. Bisher tat er das nur für die Fußballer.

Der Bericht des Vorstands seitens Hanns Haedenkamp geriet kurz und bündig: Den Verbleib der Handballabteilung beim TSV Landsberg begrüßte er ausdrücklich und freute sich über die Versöhnung. Aber er warnte auch: Der TSV 1882 Landsberg habe das Jahr 2019 mit einigen Blessuren überstanden, deren Nachwirkungen heute noch nicht abzusehen seien. Dennoch, im Moment scheint das Fahrwasser beruhigt, sodass man sich wieder voll und ganz auf die sportlichen Aktivitäten konzentrieren kann.
Dietrich Limper

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