Eine Frage der Klasse

Landsberger Kicker ärgern kurz mal den Bayernliga-Spitzenreiter

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Über weite Strecken der Partie schenkten sich Landsberg (weiß) und Tabellenführer Heimstetten nichts. Hier wird Mittelfeldakteur David Mihajlovic (links) nicht ganz sauber attackiert.
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Es hat nicht sollen sein: Die Bayernliga-Kicker des TSV Landsberg (weiß) unterlagen zuhause gegen Tabellenführer Heimstetten mit 2:3 Toren.
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Es hat nicht sollen sein: Die Bayernliga-Kicker des TSV Landsberg (weiß) unterlagen zuhause gegen Tabellenführer Heimstetten mit 2:3 Toren.
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Es hat nicht sollen sein: Die Bayernliga-Kicker des TSV Landsberg (weiß) unterlagen zuhause gegen Tabellenführer Heimstetten mit 2:3 Toren.
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Es hat nicht sollen sein: Die Bayernliga-Kicker des TSV Landsberg (weiß) unterlagen zuhause gegen Tabellenführer Heimstetten mit 2:3 Toren.
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Es hat nicht sollen sein: Die Bayernliga-Kicker des TSV Landsberg (weiß) unterlagen zuhause gegen Tabellenführer Heimstetten mit 2:3 Toren.
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Es hat nicht sollen sein: Die Bayernliga-Kicker des TSV Landsberg (weiß) unterlagen zuhause gegen Tabellenführer Heimstetten mit 2:3 Toren.
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Es hat nicht sollen sein: Die Bayernliga-Kicker des TSV Landsberg (weiß) unterlagen zuhause gegen Tabellenführer Heimstetten mit 2:3 Toren.

Landsberg – Flutlicht an um 14 Uhr: Ihr erstes Pflichtspiel im neuen Jahr hat die Bayernligamannschaft des TSV Landsberg bei ungemütlichen äußeren Bedingungen im heimischen 3C-Sportpark absolviert. Mit der Aussicht auf Zählbares erwärmen durfte sich der Anhang der Gastgeber nur kurz: Zwar lagen die Hausherren zweimal vorne, doch am Ende bescherte vor allem das Plus an individueller Klasse Spitzenreiter Heimstetten einen 2:3-Erfolg.

Drei Grad Celsius, Nieselregen, diesige Aussichten und die ein oder andere unangenehme Böe: Der Start in den Bayernliga-­Endspurt nach 105 Tagen Winterpause hätte den Lech-Kickern einen angenehmeren Rahmen bieten können. Zumal sich mit Tabellenführer Heimstetten der aktuelle Überflieger des Klassements samt schießwütiger Offensive die Ehre auf Landsberger Geläuf gab.

Doch der TSV, bei dem sich immerhin fünf Spieler kurzärmlig aufs Feld trauten – die Gäste zeigten sich mit drei Unverwüstlichen zumindest in dieser Disziplin zarter besaitet – legte selbstbewusst los: Schon in der fünften Minute schnibbelte Dominik Schön ein langes Zuspiel von Höhe der Mittellinie aus in Richtung Heimstettener Tor, wo er in Philipp Siegwart einen in dieser Situation abgebrühten Abnehmer fand, 1:0.

„Wir haben nicht so ins Spiel gefunden“, räumte Christoph Schmitt ein. Der Trainer des Favoriten gestand hernach, schon vor dem Anpfiff kein gutes Gefühl gehabt zu haben. Und die böse Ahnung des 32-Jährigen schien sich zu bestätigen: Direkt nach dem Anstoß verstolperte sein Mittelfeldmann Mathias Regal ein harmloses Zuspiel, wieder schickte Schön Siegwart auf die Reise, doch diesmal scheiterte Landsbergs Kapitän an Torwart Maximilian Riedmüller. „Den hätten wir machen müssen“, trauerte TSV-Coach Guido Kandziora dem verpassten Hochkaräter nach, Gegenüber Schmitt pustete durch. „Bei einem 2:0 wären wir sicher nervös geworden.“

So kamen seine Schützlinge mit einem Schreckmoment davon und glichen kurz danach aus, wobei sie sich desselben Musters bedienten wie zuvor die Landsberger: Ein punktgenauer weiter Diagonalball von Peter Beierkuhnlein landete auf dem Fuß von Manuel Duhnke – das 1:1 (14.). Die erste Führung des TSV hatte gerade einmal neun Minuten Bestand gehabt, die nächste erwies sich als noch kurzlebiger. Zunächst hatte Schön einen Eckball an die kurze Ecke des Fünfmeterraums getreten, wo Manuel Detmar den Kopf zum 2:1 hinhielt (25.). Doch schon drei Minuten später schepperte es wieder auf der anderen Seite. Heimstettens Ballermann Sebastiano Nappo, mit nunmehr 22 Treffern weiterhin unangefochten erfolgreichster Torjäger der Liga, schloss eine zackige Kombination nach einer Hereingabe von außen mit dem erneuten Ausgleich ab. Das Tor, es war einer von mehreren Belegen für die technische Überlegenheit der Gäste, die sie bei nahezu jeder Ballverarbeitung dokumentierten.

„Wir haben unsere Führung jeweils zu schnell wieder abgegeben“, haderte Kandziora. Denn um die versierten Gäste, die immer wieder fein abgestimmte Laufwege erkennen ließen, wirklich ins Wanken zu bringen, reichte die engagierte Leistung seines Teams an diesem Tag nicht aus. „Wir waren zuletzt nicht so effizient, haben diesmal aber aus wenig viel gemacht“, schätzt Schmitt ein. Eine Frage der individuellen Klasse. Er lobte zwar, dass der TSV dem Spitzenreiter „alles abverlangt“ habe, doch die Lässigkeit, mit der die Heimstettener ihre Treffer machten, zeigte Wirkung. Nach dem Ausgleich kam vom TSV nicht mehr viel.

Und so schien es nur eine Frage der Zeit, wann der Tabellenführer die Partie zu seinen Gunsten entschied. Beim 2:3 verkauften sich die Landsberger jedoch unter Wert: Rene Schäffer kreuzte mit dem Ball am Fuß einmal quer über das komplette Feld, seine Flanke legte Heimstettens Strafraum-Schleicher Orhan Akkurt direkt ab auf Nappo (67.). Beide Teams verbuchten noch sehr vereinzelte Gelegenheiten, ein zwingendes Landsberger Aufbäumen kam aber nicht mehr zustande. Heimstettens Torhüter Riedmüller, ehemals Schlussmann bei der Reserve des FC Bayern, musste sich zwischenzeitlich mit Kniehebeläufen nahe des Mittelkreises gegen die Kälte behelfen.

„Ein Punkt wäre verdient gewesen“, fand Kandziora dennoch, unzufrieden war er aber nicht, sondern lobte die neu-gewonnene psychische Stabilität seines Teams. Auch Abteilungsleitungs-Mitglied Andreas Jörg gab sich für die anstehenden Spiele zuversichtlich. „Die Jungs sind fitter, präsenter“, findet er.

Englische Woche

Das gilt es nun bei zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen zu bestätigen: Schon am heutigen Mittwoch gastiert der ASV Neumarkt um 18.30 Uhr zum Nachholspiel-Nachholspiel im 3C-Sportpark, am Samstag gibt sich um 14 Uhr mit der SpVgg Hankofen-Hailing ein direkter Konkurrent die Ehre.

Rasso Schorer

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