TSV bleibt an der Spitze

Nur ein Erfolgserlebnis

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Beim 1:0 gegen Friedberg hatten die Landsberger, hier Stefan Strohhofer, laut Trainer Sven Kresin auch einfach einmal Glück.

Landsberg – Der große Glanz fehlte diesmal, unter dem Strich kann das den Landesliga-Fußballern des TSV Landsberg aber egal sein – mit dem 1:0 (1:0) gegen den TSV Friedberg behält man weiterhin die Tabellenführung. „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und eine nicht so gute zweite“, befand Trainer Sven Kresin.

Eigentlich standen alle Zeichen auf „Schützenfest“, immerhin hatten die Landsberger zuletzt starke Leistungen gezeigt und Friedberg kam mit dem letzten Aufgebot. Reinhard Kindermann musste auf insgesamt neun Stammkräfte verzichten und zu Beginn sah es auch so aus, als sollten die Hausherren daraus durchaus Kapital schlagen können. Als Strohhofer einen Schuss von Sanktjohanser ins Netz bugsierte, stand er zwar noch im Abseits (4.), doch eine Minute später tat sich ein großes Loch im defensiven Mittelfeld der Friedberger auf. Nichelmann konnte in Ruhe den langen Ball auf Salemovic spielen, der verlängerte per Kopf, Fülla nahm das Spielgerät sehenswert mit, versetzte noch zwei Gegner und schloss trocken zum 1:0 ab.

Wenig deutete zu diesem Zeitpunkt darauf hin, dass es das mit den Erfolgserlebnissen an diesem Nachmittag schon gewesen sein könnte. Die Gastgeber kamen noch in der ersten Halbzeit zu weiteren guten Chancen durch Fülla (29.), der den Ball aus 16 Metern aber mit dem Schienbein Richtung Stadiongaststätte beförderte, und Wochnik (39.) – der aufgerückte Außenverteidiger zielte aber aus halblinker Position am rechten Torwinkel vorbei.

Allerdings ging dann die Präzision im Offensivspiel nach und nach verloren. Mal war es ein schlampiges Abspiel, dann ein Missverständnis oder ein zu umständlich aufgezogener Angriff – nach vorne hin wurde es zusehends zäher. Einzelne Chancen in einer zusehends verflachenden Partie gab es dennoch. Nach 54 Minuten schickte Strohhofer über halbrechts Salemovic, der Spielgestalter scheiterte aber mit seinem Schuss ins kurze Eck. Für Strohhofer war es die letzte Aktion, er wurde durch Neuzugang Amar Krajina ersetzt. „Strohi war in diesem Spiel nicht gut, aber genau wie jeder andere kann auch er nicht jede Woche absolute Topleistungen abliefern“, so Kresin später, „man muss dann auch bedenken, wie stark er zum Beispiel in Dinkelsbühl war.“ Immerhin: Strohhofer führt mit zehn Treffern weiterhin die Torjägerliste der Liga an.

Der Kroate Krajina konnte sich in diese Rangliste bei seinem ersten Einsatz für den TSV dann nicht eintragen, obwohl er durchaus Gelegenheit dazu gehabt hätte. Zehn Minuten nach seiner Einwechslung sprang er zunächst an einer sehenswerten Kopfballvorlage von Süli vorbei. In der 73. Minute hatte er dann nur noch Friedbergs Keeper Lilli vor sich, schob aber unbedrängt links am Gehäuse vorbei. Trotzdem sah TSV-Coach Kresin Krajinas Leistung nicht zu kritisch. „Er hat nicht so schlecht gespielt“, meinte der 37-Jährige, „aber natürlich hat er noch viel Luft nach oben, muss noch viel arbeiten und sich reinfinden. Aber auch der wird noch.“

Da aber auch Nichelmann und Storhas ihre Chancen vergaben, mussten die Landsberger diesmal bis zum Schlusspfiff um die drei Punkte zittern. Dies war auch den Gästen zu verdanken, die mit ihrer Rumpftruppe nie aufsteckten und dem Tabellenführer das Leben nach Kräften schwer machten. „Friedberg hat sehr gut verteidigt, die haben ja nicht umsonst schon etliche Punkte geholt“, konzidierte Kresin. Wenn es seine Mannschaft zuließ, suchte der Aufsteiger dann auch den Abschluss. Bei einem Schuss von Lang konnte Heiland im Landsberger Tor gerade noch die Fäuste hochreißen (61.) und praktisch mit dem Schlusspfiff rutschte Lehrmann im Fünfmeterraum um Haaresbreite an einer Freistoßflanke vorbei. „Aber wenn du oben stehst, hast du in solchen Situationen dann einfach auch einmal Glück“, so der Trainer.

Darauf will man sich am kommenden Samstag (15 Uhr) in Memmingen aber nicht verlassen, zumal man um die Stärke des FCM weiß. Mit zuletzt drei Siegen und vier Unentschieden hat sich der nächste Gegner inzwischen auf Rang drei vorgeschoben. Für den TSV eine große Chance, sich weiter abzusetzen: Im Moment hat man bei einem Spiel weniger sechs Punkte Vorsprung auf die Memminger.

Christoph Kruse

Ein Tor, ein Sieg

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