Heimsieg für Piloten-Jugend

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Die Schönheit des Lechtals von oben erlebten zahlreiche Teilnehmer am Landsberger Geratshof. Am Ende siegten mit Leo Krebs und Marion Matheis zwei Lokalmatadore.

Landsberg – Die Einstimmung auf die Nebensaison ist den Landsberger Segelfliegern bestens gelungen. Sie empfingen beim Südwestbayerischen Jugendvergleichsfliegen Gäste aus der ganzen Region am Geratshof. Mit Leo Krebs und Marion Matheis nutzten zwei Lokalmatadore den Heimvorteil optimal aus und landeten auf Platz 1 und 2.

Jugendliche Segelflieger aus ganz Bayern trafen sich am vorvergangenen Wochenende zum Südwestbayrischen Jugendvergleichsfliegen des Luftsportverbandes Bayern am Landsberger Segelflugplatz Geratshof. Für den Pilotennachwuchs ist dieser jährlich von einem Segelfliegerclub in Bayern ausgerichtete Wettbewerb die erste Möglichkeit, sich sportlich zu messen.

Per Anhänger brachten die 14 bis 25 Jahre alten Teilnehmer ihre Segelflugzeuge. Die Auswärtigen legten am Freitag einen Eingewöhnungsstart hin und erlebten die Schönheit des Lechtals von oben. Ernst wurde es am Samstag: Unter den strengen Augen einer sechsköpfigen Jury aus Fluglehrern und erfahrenen Wettbewerbspiloten absolvierte jeder Teilnehmer drei Starts. Dabei wurde der Verlauf des Windenstarts bewertet, bei dem es darauf ankam, im richtigen Steigflugwinkel zu starten. Beim anschließenden Flug wurden verschiedener Figuren geprüft, angefangen von sauberen 360°-Kreisen über hochgezogene Steilkurven bis hin zum Geradeausflug mit gleichmäßigem abwechselnden Flügel-Wackeln mit konstanter Geschwindigkeit. Für die Teilnehmer machbare, trotzdem aber herausfordernde Aufgaben, da die Punktrichter sehr hohen Wert auf den perfekten Flugstil legten.

Darüber hinaus wurde der Landeanflug in vorgegebenen Höhen mit Nutzung der Landeklappen und einem vorgeschriebenen speziellen Sinkmanöver, dem „Slip“ geprüft. Die höchste Gewichtung in der Gesamtbewertung lag beim wichtigsten Abschnitt eines Fluges, der Landung. Hier wurde das weiche, richtige Aufsetzen, vor allem aber die Ziellandung in einem nur 5 Meter langen markierten Bereich bepunktet. Bei einer Anfluggeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern keine einfache Aufgabe.

„So ging es bei der großen Zahl zu absolvierender Flüge fast schon ein wenig zu wie in Klein-Frankfurt“, berichtet Janik Eggler, der Ausbildungsleiter des Landsberger Segelflugvereins. Über 100 reibungslose Flugbewegungen konnte die Leitung am Abend verbuchen – auch für die zahlreichen Zuschauer ein interessanter Tag.

Mit Spannung wurde nach einer zu absolvierenden Theorieaufgabe die Siegerehrung am Sonntag erwartet, bei der es für die Gastgeber viel Grund zu Freude gab: Die ersten beiden Plätze gingen an die Landsberger Leo Krebs (18) sowie Marion Matheis (23). Und auch die weiteren Geratshofer Jung-Flugschüler erzielten gute Platzierungen: Leon Schlögel (16) aus Türkenfeld schaffte es auf den 4. und Vincent Steinberg (15) aus Landsberg auf den 11. Rang.

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