Jeder Schuss ein Treffer

Geschlossene Mannschaftsleistung und Zaubertore führen den TSV Landsberg zum 6:0

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Die Jungs vom Landsberger TSV waren bei ihrem jüngsten Spiel gegen Augsburg nicht zu stoppen. Mit einem 6:0 gingen sie als Sieger vom Platz.
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Die Jungs vom Landsberger TSV waren bei ihrem jüngsten Spiel gegen Augsburg nicht zu stoppen. Mit einem 6:0 gingen sie als Sieger vom Platz.
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Die Jungs vom Landsberger TSV waren bei ihrem jüngsten Spiel gegen Augsburg nicht zu stoppen. Mit einem 6:0 gingen sie als Sieger vom Platz.
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Die Jungs vom Landsberger TSV waren bei ihrem jüngsten Spiel gegen Augsburg nicht zu stoppen. Mit einem 6:0 gingen sie als Sieger vom Platz.
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Die Jungs vom Landsberger TSV waren bei ihrem jüngsten Spiel gegen Augsburg nicht zu stoppen. Mit einem 6:0 gingen sie als Sieger vom Platz.
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Die Jungs vom Landsberger TSV waren bei ihrem jüngsten Spiel gegen Augsburg nicht zu stoppen. Mit einem 6:0 gingen sie als Sieger vom Platz.
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Die Jungs vom Landsberger TSV waren bei ihrem jüngsten Spiel gegen Augsburg nicht zu stoppen. Mit einem 6:0 gingen sie als Sieger vom Platz.
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Die Jungs vom Landsberger TSV waren bei ihrem jüngsten Spiel gegen Augsburg nicht zu stoppen. Mit einem 6:0 gingen sie als Sieger vom Platz.

Landsberg – Einen rauschhaften Fußballabend erlebten 545 Zuschauer am vergangenen Freitag im 3C-Sportpark. Der TSV Landsberg fegte die Schwaben aus Augsburg mit 6:0 vom Platz und kletterte in der Tabelle der Bayernliga Süd auf den sechsten Rang. Die Lechstädter haben unbestreitbar einen Lauf und sind seit fünf Spielen ungeschlagen.

Die Jungs vom Landsberger TSV waren bei ihrem jüngsten Spiel gegen Augsburg nicht zu stoppen. Mit einem 6:0 gingen sie als Sieger vom Platz.

Der Matchplan von Coach Sven Kresin ging auf: Ein frühes Tor sollte her, um die Augsburger aus der Defensive zu locken. Nach 50 Sekunden hatte Stefan Simonovic zwar die erste Gelegenheit für die Gäste, aber danach ging es Schlag auf Schlag. Andreas Fülla nutzte einen fatalen Fehler in der Hintermannschaft der Augsburger und stellte nach neun Minuten auf 1:0.

Zehn Minuten später nahm Alessandro Mulas den Ball mit dem Rücken zum Tor an, setzte sich durch, spielte auf Orkun Tugbay, der die gesamte gegnerische Hintermannschaft mit dem Bauerntrick aussteigen ließ und zum 2:0 vollendete. Das schönste Tor fiel allerdings nach 30 Minuten: Siegwart eroberte einsatzfreudig den Ball und legte ab auf Sebastian Bonfert. Der Kapitän nahm den Kopf hoch, bewies Übersicht und bediente Fülla auf links mustergültig, der die Kugel mit technischer Finesse in den rechten oberen Winkel jagte. Ein Zaubertor – glänzend herausgespielt.

Der TSV Schwaben Augsburg war spätestens jetzt geschockt. Nach sechs Niederlagen in Folge war das Selbstbewusstsein ohnehin angeknackst und nun war auch noch jeder Schuss der Landsberger ein Treffer. „Natürlich hat uns der Fehler der Gäste beim ersten Tor in die Karten gespielt“, gibt Coach Sven Kresin zu, „aber danach sind wir mit breiter Brust aufgetreten und alle meine Jungs haben eine Top-Leistung gebracht.“

In der Tat kann man niemanden herausheben. Die Mannschaftsteile griffen ineinander: Das Mittelfeld inszenierte flüssige Ballstafetten oder schlug den klugen langen Pass, wenn es die Situation erforderte. Mulas und Philip Siegwart wechselten im Sturm ständig die Positionen und sorgten permanent für Verwirrung und Gefahr. Die Abwehr um Florian Mayer und Julian Birkner ließ wenig zu.

Schließlich konnte sich Bonfert selbst nach einer kongenialen Vorlage von Tugbay in die Torschützenliste eintragen und erzielte scheinbar mühelos das 4:0 (32.).

Das 5:0 war dann der Ausdruck von grenzenlosem Selbstvertrauen: Eine Ecke von Tugbay segelte anscheinend über Freund und Feind hinweg ins Nirwana, wo auf einmal Siegwart auftauchte und das Ledervolley ins Netz drosch (42.). Dieser Ball wäre vor ein paar Wochen wahrscheinlich auf der A96 gelandet oder „der Spieler hätte gar nicht da gestanden“, wie Kresin lachend anmerkt.

Sieben Torschüsse abgegeben, fünf Mal getroffen – die erste Halbzeit war an Effektivität kaum zu überbieten. Martin Hennebach, der gegen Martin Fiedler auf seiner Seite alle Zweikämpfe gewonnen hatte, blieb zur Sicherheit mit Gelb belastet in der Kabine. Maximilian Holdenrieder ersetzte ihn.

„Es war mir wichtig, dass wir auch im zweiten Durchgang die Intensität hoch hielten, damit nur ja nichts mehr anbrennt“, erzählt Kresin. Und das taten die Lechstädter auch. Nach 58 Minuten startete Julian Birkner einen unwiderstehlichen Lauf aus der eigenen Hälfte heraus, legte im richtigen Augenblick ab auf Mulas, der im Strafraum nur durch ein Foul zu bremsen war. Tugbay verwandelte den Elfmeter schlafwandlerisch sicher zum 6:0-Endergebnis und hat damit ebenso wie Fülla fünf Saisontreffer auf seinem Konto.

Weitere Tore wären möglich gewesen, aber der TSV ließ es beim halben Dutzend bewenden. Erstaunlich war allerdings, dass die Gäste aus Augsburg bis zur letzten Minute Vollgas gaben. Ihren Trainer Markus Deibler konnten sie damit nicht mehr retten, er musste kurz nach der Partie seinen Hut nehmen. Aber vielleicht war ja die Anwesenheit von Halil Altintop im 3C-Sportpark der Grund für den unermüdlichen Einsatz. Der ehemalige türkische Nationalspieler und Profi des FC Augsburg wurde schon im letzten Frühjahr als Trainerkandidat gehandelt.

Für den TSV Landsberg geht es am nächsten Samstag daheim um 14 Uhr gegen den punktgleichen Konkurrenten und Mitaufsteiger SV Donaustauf. „Natürlich wollen wir auch dieses Spiel gewinnen“, sagt Coach Kresin voller Überzeugung. „Ich will jedes Spiel gewinnen!“ Im Moment scheint das beim TSV nicht unmöglich.

Dietrich Limper

Rubriklistenbild: © Walter

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