Gemeinsam für die Natur

Gründung des Landschaftspflegeverbandes Landsberg besiegelt

Oberhauser Weiher
+
Eines der Natur-Kleinode im Landkreis: der Oberhauser Weiher, der zahlreichen Arten Lebensraum bietet. Der Landschaftspflegeverband Landsberg will sich mit vereinter Kraft für den Schutz dieser Gebiete einsetzen.
  • VonAndrea Schmelzle
    schließen

Landkreis – Bürgermeister sowie Vertreter von Naturschutz und Landwirtschaft haben sich letzten Freitag zusammengefunden, um ihn endlich zu gründen: den Landschaftspflegeverband Landsberg. 30 der kreisangehörigen Kommunen sowie zwölf Verbände aus den Bereichen Landwirtschaft und Naturschutz haben sich im Vorfeld bereits für einen Beitritt entschieden. 39 davon haben nun die Gründung des Vereins besiegelt. 

„Es ist der 65. Verband in Bayern, den wir heute gründen“, betonte Ministerialdirektor Dr. Christian Barth, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz. Und begrüßte Landsberg als Teil einer „echten Erfolgsgeschichte“ in Bayern, wenn es darum gehe, Kulturlandschaften zu erhalten und schöner zu machen.

Im Zuge von Zerschneidung der Lebensformen, Klimawandel und einem hohen Besucherdruck brauche man solche Instrumente der Kooperation unter Vertretern mit einem gleichen Ziel: den Naturraum zu verbessern. Denn der stehe unter Druck – und damit seien Arten gefährdet. Bereits 80 Prozent der bayerischen Flächen würden mit Hilfe von Landschaftspflegeverbänden bewirtschaftet.

Im Landkreis Landsberg lohne sich diese Arbeit ganz besonders – bei einer großen landschaftlichen Vielfalt, die von Heideflächen im Lechtal bis hin zu Moorgebieten um den Ammersee herum reiche.

Durch die Gründung des Vereins soll die Verbesserung und die Erweiterung der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen im Landkreis vorangetrieben und damit auch die Arbeit der Unteren Naturschutzbehörde unterstützt werden. Es habe lange gedauert, meinte Gerhard Däubler, Chef der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Landsberg. Durch Corona habe man für die Gründungsversammlung, die schon im Juli 2020 geplant war, ein gutes Jahr verloren. Aber auch etwas gewonnen. Nämlich viele Gemeinden, die sich gemeinschaftlich engagieren möchten.

Auch sei der Verband eine Kontroll- und Beratungsinstanz, wichtig für ein gleichberechtigtes Zusammenwirken von Naturschutz, Landwirtschaft und Politik, zuständig für Vermarktungsstrategien und Öffentlichkeitsarbeit. Finanziert wird er aus Mitgliedsbeiträgen, staatlichen Zuschüssen und Fördermitteln.

War Landrat Thomas Eichinger bereits durch die Satzung als Vorsitzender normiert, wurde über die übrigen fünf aufgestellten Vorstände (Vertreter aus Kommunen, Naturschutz und Landwirtschaft) einstimmig abgestimmt: Günter Först (Bürgermeister Igling), Hermann Dempfle (Bund Deutscher Milchviehhalter) Wilfried Lechler (Bayerischer Bauernverband), Erwin Eder (Bezirksfischer- und Jagdschutzverein), Alexander Klose (Landesbund für Vogelschutz, Bund Naturschutz) nahmen die Wahl an. Rechnungsprüfer wurden Martin Felber (AG Pflaumdorfer Moos) und Robert Sedlmayr (Bürgermeister der Gemeinde Geltendorf).

In einem nächsten Schritt soll die Geschäftsstelle eingerichtet sowie deren Geschäftsführung ausgeschrieben werden, bevor die erste Maßnahmenplanung auf der Agenda steht. Die erste offizielle Sitzung des frisch gebackenen Vorstandes soll Ende Juli stattfinden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die HSB Landsberg feiert den ersten Saisonsieg
Landsberg
Die HSB Landsberg feiert den ersten Saisonsieg
Die HSB Landsberg feiert den ersten Saisonsieg
Starke Dießener Damen punkten wieder nicht
Landsberg
Starke Dießener Damen punkten wieder nicht
Starke Dießener Damen punkten wieder nicht
Öffentliche Generalprobe
Landsberg
Öffentliche Generalprobe
Öffentliche Generalprobe
Podestluft geschnuppert
Landsberg
Podestluft geschnuppert
Podestluft geschnuppert

Kommentare