35 Minuten kein Eishockey gespielt

HCL: Schwacher Auftritt und Niederlage beim ESC Dorfen

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Mika Reuter war einer der Torschützen beim Spiel gegen Dorfen. Doch auch er konnte die Niederlage des HC Landsberg nicht verhindern.

Landsberg – Vor rund 200 Zuschauern kassierte der HC Landsberg eine 2:3-Auswärtsniederlage gegen die Eispiraten aus Dorfen. In der Tabelle der Bayernliga stehen die Riverkings auf dem 6. Platz, mit fünf Punkten Vorsprung auf den TSV Erding. Gerät das Saisonziel „Playoffs“ noch in Gefahr?

„Wir haben 35 Minuten kein Eishockey gespielt und so kann man kein Spiel gewinnen“, zeigt sich Coach Fabio Carciola verärgert. Er beklagt die fehlende Laufbereitschaft und die mangelhafte Einstellung seines gesamten Teams. „So geht es nicht“, ist die klare Ansage.

Obwohl die Eispiraten arg ersatzgeschwächt in die Partie gingen, konnten sie dem HCL den Schneid abkaufen und gingen in Überzahl durch Sandro Schröpfer mit 1:0 in Führung (13.) Die Dorfener kämpften aufopferungsvoll und hielten den vermeintlichen Favorit aus der Lechstadt in Schach.

„Man hat gesehen, dass Dorfen unbedingt wollte und schon bald haben die gemerkt, dass gegen uns was geht. Es ist der Wille, der entscheidend ist und der hat uns heute gefehlt“, legt Carciola den Finger in die Wunde. „Das habe ich schon nach dem ersten Drittel angesprochen, aber es wurde zunächst nicht besser.“

Es waren die Dorfener, die unbeirrt weiter rackerten und sich nach 25 Minuten mit dem 2:0 durch Martin Saluga nach einem Konter in Unterzahl belohnten. Thomas Fischer sorgte zwar postwendend für den Anschlusstreffer zum 2:1, und Dennis Sturms Schuss knallte an die Latte, aber der benötigte Weckruf war das alles nicht.

Es kam sogar noch schlimmer: Christoph Obermaier erzielte das 3:1 (37.) und lieferte sich zwei Minuten später eine handfeste Prügelei mit Robin Maag. Die Streithähne wurden angemessen bestraft und da Christian Göttlicher (ESCD) und Tobias Wedl (HCL) ebenfalls Strafen absitzen mussten, ging es mit Drei gegen Drei ins letzte Viertel.

In dem traf Mika Reuter nach 40 Sekunden aus sechs Metern zum 2:3 aus Sicht der Riverkings. Nun rollte der Landsberger Express pausenlos auf das von Andreas Marek gehütete Tor zu. „Wir hatten massenweise gute Chancen“, erzählt Coach Cardiola, „aber der Torwart war einfach super drauf und hat alles gehalten. Wir waren zu spät dran und Dorfen hat letztendlich verdient gewonnen. 25 Minuten Eishockey sind auf diesem Niveau nicht genug! So kann man gegen niemanden gewinnen!“

Mit langen Gesichtern traten die Riverkings die Heimreise an. Am nächsten Freitag treffen sie auswärts um 20 Uhr auf ihren „Angstgegner“: die Black Hawks aus Passau. „Die Jungs wissen ganz genau, was sie falsch gemacht haben und dass die Bereitschaft gefehlt hat. Ich bin mir aber sicher, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen wird“, ist Coach Carciola verhalten zuversichtlich und meint, dass Wiedergutmachung gefragt ist.

Für das Spiel bei Passau, und hoffentlich auch zwei Tage später daheim im Derby gegen Schongau (18.30 Uhr), kann Fabio Carciola personell aus dem Vollen schöpfen. Alle kurzfristig Verletzten meldeten sich zurück. Es sind noch ein paar Spiele, bis die Playoff-Teilnehmer endgültig feststehen und es wäre fatal, wenn der HCL im Saison-Endspurt aus dem Tritt käme.
Dietrich Limper

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