Leistung aus einem Guss

5:1 Heimsieg für den TSV Landsberg gegen Pullach

Kopfball von David Anzenhofer (4) vom TSV Landsberg
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Diesen Kopfball von David Anzenhofer (4) kann SV-Keeper Marjan Krasnic noch parieren, doch wenig spä5ter trifft Landsbergs „Sturmtank“ zum 5:1
  • Dietrich Limper
    VonDietrich Limper
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Landsberg – Am 15. Spieltag der Bayernliga Süd erlebten 365 Zuschauer im 3C-Sportpark einen überzeugenden 5:1 Heimsieg der Fußballer des TSV 1882 Landsberg. Gegen den ersatzgeschwächten SV Pullach zeigten die Hausherren eine Leistung aus einem Guss. Spannend wurde es nur nach dem Anschlusstreffer vor der Pause. Der TSV steht nun mit 24 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz.

„Es war schon ein bisschen unangenehm für mich, gegen die alten Kollegen zu spielen und ich war echt nervös“, gesteht Ex-Pullach-Kicker Mike Hutterer nach dem Abpfiff. „Aber nachdem dann einer meiner ersten Pässe zu einem Tor führte, war ich voll drin in der Partie.“

Gastgeschenke der ehemaligen Mitspieler brauchte die Mannschaft von TSV-Spielertrainer Hutterer wahrlich nicht: Bereits nach zwei Minuten krachte ein Schuss von Kevin Gutia ans Gebälk des Pullacher Gehäuses und von da an war klar, wohin die Reise ging. Der TSV stand defensiv sehr hoch und setzte den Gegner permanent unter Druck. Die Gäste kamen in den ersten 30 Minuten nur selten über die Mittellinie, während die Lechstädter vor Spielfreude und Einsatzwillen sprühten.

Das 1:0 war das vielleicht schönste Tor des Tages, denn der TSV kombinierte sich über fünf Stationen flott in den Strafraum, wo Kazuki Date flach unten links einschoss. Nur elf Minuten später fing der quirlige Japaner einen Pass in der gegnerischen Hälfte ab, spielte einen Doppelpass mit Salemovic und traf mit seinem sechsten Saisontreffer zum 2:0.

Ein Klassenunterschied

Die Pullacher waren zu diesem Zeitpunkt völlig überfordert und konnten sich glücklich schätzen, dass die Heimmannschaft mal wieder verschwenderisch mit ihren Torchancen umging. Alleine Steffen Krautmacher hätte im ersten Spielabschnitt vier Treffer erzielen können. TSV-Coach Mike Hutterer schwärmt: „Vor der Pause war ein Klassenunterschied zu erkennen und wir hatten sehr, sehr gute Chancen. Und dann müssen wir vor dem Halbzeitpfiff auch noch zittern. Das ist unglaublich.“

Nach einem Ballverlust von Salemovic im Mittelfeld brachen die Gäste doch einmal durch und Malek Amdouni war auf dem linken Flügel sträflich frei. Sein Schuss sauste unter TSV-Keeper Witetschek hindurch und zum 2:1 Anschlusstreffer (33.) ins Netz. Die Lechstädter konnten sich an diesem Tag nur selbst in Bedrängnis bringen. Zehn Minuten später leistete sich Hutterer eine Nachlässigkeit und Amdouni tauchte erneut vor Witetschek auf, der diesmal glänzend parierte.

Der Ausgleich lag in der Luft, aber Sekunden vor der Pause konnte SV-Keeper Marjan Krasnic einen Schuss von Salemovic nur nach vorne abwehren und Kevin Gutia staubte zum 3:1 ab. „Wenn wir das 2:2 machen, entwickelt sich eine andere Partie“, bilanziert Pullachs Teammanger Günther Joos die Minuten vor der Halbzeit.

„Das 3:1 war dann eigentlich die Entscheidung, denn wir konnten von der Bank personell nicht nachlegen, weil wir neun verletzte Stammspieler haben. Landsberg hat dann verdient, aber vielleicht ein bisschen zu hoch gewonnen.“

Nach der Pause spielten die Hausherren abwartend und kontrolliert, „denn wir wollten sehen, ob Pullach noch etwas versucht, aber es kam nichts“, erklärt Hutterer. Nach 66 Minuten musste Fabian Lutz den Platz verletzt verlassen und David Anzenhofer kam zu einem Einsatz.

Zur Überraschung der Gäste und Zuschauer ging der Defensiv-Spezialist ins Sturmzentrum und sorgte dort gehörig für Unruhe. In 73. Minute hätte er einen Elfmeter bekommen können und vier Minuten später scheiterte er am SV-Keeper. Aber nachdem Krautschneider in der 79. Minute das 4:1 erzielt hatte, gelang „Anze“ drei Minuten vor Abpfiff, nach einer Kombination über Hutterer und Fülla, das viel­umjubelte 5:1.

Eine geschlossene und überzeugende Mannschaftsleistung wird auch am kommenden Sonntag wieder benötigt, wenn der TSV Landsberg um 14.00 Uhr beim TSV 1860 München II antreten muss.

Die Woche darauf haben die Lechstädter spielfrei, das nächste Heimspiel findet erst am 16. Oktober gegen den VfR Garching statt.

Für den TSV Landsberg liefen auf: Witetschek - Lutz (66. Anzenhofer), Nikolic, Hoffmann, Holdenrieder (89. Jörg) - Hutterer - Krautschneider (86. Doqaj), Salemovic, Gutia (82. Kollmann), Date - Detmar (71. Fülla).

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