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Im Achtelfinale ausgerutscht

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In Berlin hatten die Red Hocks mit der Standfestigkeit zu kämpfen. Mit 1:6 schied Tobias Hutter (rechts) mit seiner Mannschaft aus dem Pokalwettbewerb aus. © Schmidt

Kaufering – Dass ein Tor in zwei Spielen zu wenig ist, wurde am vergangenen Samstag zum Leid der Kauferinger Floorballer. Während die Bundesligaherren in der „Rutschpartie“ in Berlin unterlagen, zog die Regionalligamannschaft gegen Bundesligaprimus UHC Weißenfels den Kürzeren. Das deutsche Pokalviertelfinale findet damit ohne Kauferinger Beteiligung statt.

Nachdem die 1. Mannschaft der Red Hocks im Ligaspiel BAT Berlin zuletzt noch knapp in der Verlängerung unterlegen war, blies die Mannschaft von Spielertrainerduo Daniel Szirbeck und Niels Hauser zur Revanche. Der Start verlief nach Maß: Nach drei Minuten zog Marco Tobisch vor das Tor der Gastgeber und wurde noch am Abschluss gehindert. Von dort sprang der Ball zu Daniel Szirbeck, der gedankenschnell zum Volley ansetzte und aus spitzem Winkel vollendete. Mit dem 1:1 (7.) glitt das Spiel den Bayern dann jedoch aus der Hand, wobei sich nach dem 2:1 der Bundeshauptstädter die große Chance zum Ausgleich im Powerplay bot. Nach Fehlern in Serie konnten die Lechstädter aber vielmehr von Glück sagen, in ihrer eigenen Überzahl nicht weiter in Rückstand geraten zu sein. Anfang des zweiten Drittels wurde die Fahrlässigkeit schließlich bestraft – 3:1 für Berlin, wieder in Kauferinger Überzahl. In der Folge war das Spiel zerfahren und für die Zuschauer nicht sehr ansehnlich. Besonders der rutschige Hallenboden machte beiden Teams zu schaffen und provozierte im wahrsten Sinne reihenweise „Ausrutscher“ der Verteidiger. Torszenen gab es folglich in Serie, jedoch präsentierten sich die Torhüter Kornelius Schmid auf Kauferinger und Tom Nebe auf Berliner Seite in Topform. Das 4:1 der Berliner war dennoch nicht unverdient, hatte der BAT doch ein leichtes spielerisches Übergewicht.

Bitter aus Kauferinger Sicht war dann das Tor vom starken Schweden Fredrik Azelius zum 5:1– zu Beginn des Schlussdrittels schon eine gewaltige Hypothek. Die Red Hocks mühten sich und kamen besser ins Spiel, jedoch viel zu spät: BAT Berlin machte noch das 6:1, der Mannschaft um Interimskapitän Julian Rüger gelang kein weiterer Anschlusstreffer mehr. Rüger, der den fehlenden Maxi Falkenberger als Spielführer vertrat, kam zu dem Fazit: „Heute haben wir leider ein sehr schwaches Spiel abgeliefert. Mit so einer Leistung haben wir den Viertelfinaleinzug letztendlich auch nicht verdient. Nun müssen wir zusehen, bis zum Rückrundenstart wieder auf der Höhe zu sein.“

Wenige Stunden zuvor war bereits das Pokalaus der 2. Herrenmannschaft der Red Hocks besiegelt worden. Mit dem UHC Weißenfels reiste ausgerechnet die nachweislich beste Floorballmannschaft Deutschlands an den Lech, wo der einzige im Wettbewerb verbliebene Regionalligist zum Heimspiel empfing. Von Beginn an legte der UHC eine beeindruckende Dominanz an den Tag und ließ die Red Hocks nur selten aus ihrer Hälfte entkommen. Nationalspieler Matthias Siede beendete die Träume der über 150 Zuschauer schnell, denn nach 23 Minuten hatte er beim Stand von 0:6 schon sein viertes Tor erzielt. Bis zum Ende des zweiten Drittels machte Weißenfels den Spielstand zweistellig, am Ende war ein 0:16 auf der Anzeigetafel zu lesen.

Bester Regionalligist

Nichtsdestotrotz hat sich die zweite Garde der Red Hocks ordentlich verkauft. Deshalb wich die Trauer um das Ausscheiden schnell der Freude, bester Pokal-Regionalligist gewesen zu sein. Spielertrainer Justus Wende resümierte: „Alle Pokalspiele, die wir gewinnen konnten, haben wir für uns entschieden. Der UHC war nicht zu schlagen.“

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