Im Gleichschritt ins Achtelfinale

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Best Player Tobias Hutter ebnete mit drei Torbeteiligungen den Weg für den 9:3-Pokalsieg beim Zweitligisten Unihockey Igels Dresden.

Kaufering – Im deutschen Pokal sind beide Herrenmannschaften der Red Hocks weiterhin in der Erfolgsspur. Während die Regionalligamannschaft in Ingolstadt einen echten Pokal-Fight lieferte, dominierte das Bundesligateam den Zweitligisten Dresden auf dem Weg in die nächste Runde. Für das Achtelfinale erhoffen sich die Kauferinger Verantwortlichen nun Losglück für zwei Heimspiele.

Der Bundesligakader der Roten fuhr ohne zahlreiche Stammkräfte gen Osten. Neben den Kapitänen Maxi Falkenberger und Julian Rüger musste man auch auf Andreas Finkenzeller und Ricardo Wipfler verzichten. Dafür bekamen die „Jungen Wilden“ um die wiedergenesenen Dominik Stork und Albert Sikora reichlich Spielzeit und auch der 16-jährige Moritz Billes durfte von Beginn an ran. Schon nach wenigen Minuten kamen die Red Hocks zum ersten Torerfolg. Beim 0:1 umkurvte Verteidiger Marco Tobisch mehrere Gegenspieler und legte zurück auf Daniel Szirbeck, der die Führung besorgte (6.). In der Folge hatten die Red Hocks das Geschehen im Griff und wenn nötig, konnte man sich auf Kornelius Schmid, den an diesem Tag sicheren Rückhalt im Kauferinger Tor, verlassen. Erst in der 17. Minute erhöhte Tobias Hutter aus dem Getümmel heraus auf 0:2, ehe ein Gegenstoß der Hausherren nach einem Fehlpass schließlich zum Anschlusstreffer führte. Die letzten Aktionen kurz vor der ersten Drittelpause gehörten aber wieder den Bayern und waren rückblickend der Knackpunkt im Spiel. Dreizehn Sekunden vor Drittelende stellte Tobias Hutter nach Pass von Niels Hauser mit dem 1:3 den alten Abstand wieder und in der allerletzten Sekunde vor der Pausensirene legte Daniel Szirbeck noch das 1:4 nach. Er traf nach Zuspiel von Moritz Billes, der damit seinen ersten Scorerpunkt in der Ersten Mannschaft verbuchen konnte.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts ließen die Red Hocks keine Zweifel offen, dass sie beim Zweitligisten ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollten. Tobias Hutter bediente Interimskapitän Marco Keß mit einem feinen Querpass, sodass Keß nur noch zum 1:5 einschieben musste (23.). Anschließend läutete Albert Sikora sein erfolgreiches Comeback mit einem Doppelpack ein und erhöhte auf 1:7. Kurz vor der Pause verkürzten die Hausherren noch auf 2:7.

Um das Spiel nochmal spannend zu machen, riskierte Dresden bereits ab Ende des zweiten Drittels mehr und presste schon weit in der Hälfte der Kauferinger. Anfang des Schlussdrittels fingen die Red Hocks an, die sich bietenden Konterchancen zu nutzen. In der 44. Minute erzielte Albert Sikora seinen dritten Treffer an diesem Tag, wenig später schloss Daniel Szirbeck einen weiteren Konter zum 2:9 ab. Zu kippen drohte das Spiel nicht mehr, das letzte Tor gehörte dennoch den Hausherren – 3:9 war schließlich der Endstand in der Pokalpartie.

„Auch wenn wir heute deutlich gewonnen haben, wissen wir, dass wir nicht unser bestes Spiel abgeliefert haben. Technisch waren wir zu unsauber und auch bei unseren Kontern und Powerplays haben wir zu viel liegen gelassen. Mit der Tatsache, dass wir einen guten Zweitligisten über das gesamte Spiel auf Distanz gehalten haben und keine wirkliche Einbruchphase hatten, können wir aber zufrieden sein.“, resümierte Tobias Hutter, Kauferings Best Player in diesem Spiel.

Am kommenden Wochenende steht das letzte Bundesligaspiel in diesem Jahr an. Am kommenden Samstag um 18 Uhr gastiert BAT Berlin mit seinem Top-Spieler Fredrik Azelius im Kauferinger Sportzentrum.

Herren II in Ingolstadt

Bevor das Spiel der Bundesligamannschaft angepfiffen wurde, hatte die Regionalligamannschaft ihren Pokalauftritt bereits erfolgreich hinter sich gebracht.

Neun Minuten waren in Ingolstadt gespielt, ehe sich die Red Hocks über ihren ersten Treffer freuen durften. Andi Negele hatte nach Vorarbeit von Stefan Weh getroffen. Doch die Gastgeber hatten zu diesem Zeitpunkt bereits doppelt vorgelegt – der Favorit schien sich keine Blöße zu geben. In der 11. Minute erhöhte Jiri Zajac auf 3:1. Den erneuten Anschlusstreffer durch Negele (15.) konterten die Hausherren mit dem 4:2 vier Sekunden vor der ersten Drittel-Sirene.

Nach Wiederanpfiff nutzte Kaufering die erste Überzahl durch Andi Weh (31.). Nur knappe 20 Sekunden später schepperte es jedoch wieder auf der anderen Seite, Daniel Ridinger überwand den jungen David Winzinger im Tor der Red Hocks. Doch der Außenseiter vom Lech war nun endgültig in der Spur und lieferte eine überzeugende Vorstellung ab. Nach weiteren sechs Minuten gelang erneut Negele das 4:5 (37.). Die zweite Pause kam für Ingolstadt gerade richtig, doch das Spiel hat sich nun zugunsten Kauferings gewendet. Das Spiel wurde nun sichtlich ruppiger aber die Schiedsrichter griffen selten zur Pfeife. Als doch einmal eine Strafe gegen Ingolstadt ausgesprochen wurde, ließen die Red Hocks die Chance zum Ausgleich im Powerplay noch liegen. In der 50. Minute besorgten schließlich die Weh-Zwillinge Andreas und Stefan das verdiente 5:5. Auf beiden Seiten boten sich Einschussmöglichkeiten, vor allem Torhüter Winzinger überzeugte mit starken Paraden. In der 56. Minute schlugen die Red Hocks einen langen Pass nach vorne, den Stefan Weh zur erstmaligen Führung nutzte – 5:6 und der Startschuss für eine heiße Schlussphase! Die Ingolstädter warfen alles nach vorne, Kaufering mauerte und feierte schließlich nach dem erlösenden Schlusspfiff.

Verteidiger Lukas Schmitz fasste das Geschehen in Ingolstadt zusammen: „Heute hat fast alles gepasst, die Einsatzbereitschaft war da und ab dem zweiten Drittel konnten viele einfache Fehler abgestellt werden. Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft. Was für eine geile Teamleistung!“

Für das Regionalliga-Team geht es, wie für die Bundesliga-Garde ins Pokal-Achtelfinale, das am kommenden Wochenende ausgelost wird. Vielleicht klappt es dann endlich mal mit einem Heimspiel, auf das man im Lager der Red Hocks seit vier Jahren sehnlichst wartet.

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