"Ganz gut verkauft"

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Viel versucht haben die Landsberger Handballer gegen den Spitzenreiter TSV Herrsching. Gereicht hat es am Ende nicht – man musste sich 24:31 geschlagen geben.

Landsberg – Vieles haben die Landsberger Handballer in der Bezirksoberliga im Heimspiel gegen den TSV Herrsching versucht, um dem Spitzenreiter ein Bein zu stellen. Manches hat auch funktioniert aber letztlich hatte man zu viele Probleme im Angriff, um zu punkten. Aber in dem intensiv geführten, emotionsgeladenen Spiel bekamen die Zuschauer einiges geboten.

Vollkommen unüblich begann der Landsberger Trainer Sofian Marrague mit einer Manndeckung für Herrsching. Das war dann doch für Zuschauer und Gegner überraschend. Es funktionierte zu- nächst auch (3:1/4.). Doch dann hatten die Gastgeber immer mehr Schwierigkeiten zum Erfolg zu kommen und erzielten 10 Minuten lang kein Tor. 

Viel versucht, trotzdem gescheitert

Es gelang nicht so recht Druck auf die gegnerische Abwehr aufzubauen und der Gästetorhüter zeigte eine Parade nach der anderen. Sofian Marrague versuchte alles und brachte sehr früh auch den 7. Feldspieler. Herrsching nutzte die individuelle Stärke seiner Spieler und zog in dieser Phase auf 3:7 weg. Erst in der 16. Minute gelang mit einem Siebenmeter der vierte Landsberger Treffer. Der bisher so erfolgreiche Landsberger Angriff hatte nicht seinen besten Tag, das nutzten die Gäste, um den Vorsprung auszubauen (6:12). Inzwischen hatten die Gastgerber auf eine 5:1 Abwehr umgestellt und begannen auch vorne besser zum Erfolg zu kommen. So ging es mit einem 10:16 in die Kabine. 

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnten die Gastgeber erneut einen Siebenmeter nicht nutzen. Was in den bisherigen Spielen so gut gelang, bereitete heute Probleme. Die Fehlerquote im Landsberger Angriffsspiel blieb zunächst weiter das Problem. Die Gäste nutzten das, um meist mit großer Durchsetzungsfähigkeit in Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen, spielerisch zeigten sie erstaunlich wenig. So zogen sie bis auf 13:21 (42.) weg. Dann steigerten sich die Gastgeber in Abwehr und nun auch im Angriff. Bis zur 50. Minute hatte man auf 19:25 verkürzt und Dank der immer besseren Abwehrleistung war man in der 53. bis auf 21:25 dran. Landsberg kämpfte und zeigte vollen Einsatz. Herrsching begann nervös zu werden und ließ die Souveränität eines unangefochtenen Tabellenführers vermissen.

Das gipfelte dann in der Tätlichkeit eines Herrschinger Spielers gegen einen Landsberger, die rote Karte für ihn war die logische Konsequenz. Doch Landsberg konnte nicht nochmal nachlegen, nun schied der Landsberger Spielmacher Alex Neu- meyer verletzt aus. Jetzt wurde das Personal für diese Position knapp, Andi Riedel ist ja noch verletzt. Der junge Kai Roth rückte auf die Mitte und machte seine Sache ganz ordentlich, doch der Bruch im Landsberger Spiel war da. Die Gelegenheit wusste Herrsching zu nutzen, um bis zum Schluss noch den Vorsprung auf 24:31 auszubauen. 

Trainer Sofian Marrague ging dann auch mit gemischten Gefühlen aus der Partie „Ich finde, wir haben uns einerseits ganz gut verkauft. Unsere Abwehr hat meist recht ordentlich gearbeitet. Im Angriff sind wir aber unter unseren Möglichkeiten geblieben, da hätten wir mehr erreichen können. Aber die Jungs haben wieder toll gekämpft.“

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