Enttäuschte X-Men:

Zappelnd im Netz der Spiders

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Die Momentaufnahme täuscht: Sowohl die X-Press-Defense (grün) als auch die der Spiders ließen der Offense des Gegners allzu oft reichlich Spielraum.

Landsberg – X-Press-Vize Harald Göbel konnte dem spektakulären Ergebnis seiner Truppe in Straubing auch Gutes abgewinnen: „Wenigstens sah man, dass wir diesmal gute Spielzüge hatten und die Pässe auch angekommen sind“, meinte er kurz nach dem 70:73 in Straubing.

Auch, wenn das Resultat eher einem Basketballspiel entspricht, nahm Göbel die Verteidigungsreihen in Schutz. „Sowohl die Offense von Landsberg, als auch die von Straubing waren so gut, dass die Defense immer wieder schnell überrannt wurde“, schildert der 2. Vorsitzende. Weitere Gründe für die Punkteflut: Zur Ferienzeit standen ohnehin auf beiden Seiten in der Verteidigung nicht alle Stammkräfte zur Verfügung. „Und es war ein sehr langes Spiel bei über 30 Grad, irgendwann konnten dann alle nicht mehr.“

Tatsächlich war nicht nur das Endergebnis für die Regionalliga rekordverdächtig; insgesamt dauerte die Partie fast dreieinhalb Stunden, in denen sich die X-Men und die Spiders nichts schenkten.

X-Men verlieren die Hitzeschlacht

Dabei führten die Landsberger in Niederbayern von Beginn an. Antonio Harris trug einen Fumble Return zum ersten Touchdown, zweimal Brandon Watkins (davon einmal mit einem 70-Yard-Lauf) sorgten für ein 22:14 aus Landsberger Sicht nach dem ersten Viertel. Zwei saubere weite Pässe in die Endzone hatte Quarterback Watkins in der ersten Halbzeit noch zu bieten, trotz harter Straubinger Gegenwehr ging man noch mit einem knappen 38:37 in die Pause.

In der zweiten Hälfte sah der X-Press lange Zeit wie der Sieger der Partie aus, da man den Vorsprung kontinuierlich ausbauen und dann halten konnte 56:44 hieß es vor dem Schlussviertel nach Punkten von Annen, Sears und Loos-Zettler und sogar 70:57 kurz vor Ende der Hitzeschlacht (Annen und Watkins).

Dann kippte das Spiel doch noch zugunsten der Spiders. Nachdem die Straubinger auf 70:65 verkürzt hatten, kamen sie durch einen erfolgreichen Onside-Kick sofort wieder in Ballbesitz, landeten einen Touchdown und eine 2-Point-Conversion und sahen sich 30 Sekunden vor Schluss erstmals überhaupt in Führung – 70:73 der Stand aus Sicht der X-Men. Die kamen zwar noch einmal zum Angriffsrecht und marschierten nach vorne, letztlich fehlte zum Schluss aber die Zeit, um die bittere Niederlage noch abzuwenden.

Damit sind die Straubinger (6:4 Punkte) vorerst in der Tabelle an Landsberg (4:4) vorbeigezogen. In den kommenden beiden Spielen sind für die X-Men Punkte fast wieder Pflicht, will man Feldkirchen (auswärts am 21. Juni, 15 Uhr) und im Heimspiel Burghausen (4. Juli, 17 Uhr) in der Regionalliga weiter hinter sich halten.

Christoph Kruse

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