Platzt der Knoten?

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Am kommenden Sonntag sind die Saalebiber aus Halle bei den Kauferinger Red Hocks zu Gast: Die Favoritenrolle könnte aber auch Probleme in sich bergen.

Kaufering – Das souveräne Punktepolster aus der Hinrunde auf die Playdownplätze ist so langsam aufgebraucht und die Mannschaft von Rasso Schorer muss aufpassen, dass ihr nicht am Schluss die Puste ausgeht und man doch noch den Gang in die Playdowns antreten muss. Lediglich vier Punkte beträgt der Vorsprung auf die auf Platz sieben stehenden Piranhas aus Hamburg.

Magere vier Punkte holte man seit Beginn der Rückrunde, dabei schmerzen gerade die Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten aus Berlin und Chemnitz besonders. In beiden Partien schaffte man es nicht eine konstante Leistung über die gesamte Partie hinweg zu zeigen. Dies lässt böse Erinnerungen an die letzte Saison wach werden, wo man sieben Niederlagen am Stück kassierte und bis zum Schluss um die Playoffteilnahme bangen musste. Doch die jetzige Situation ist eine ganz andere. „Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut und lässt sich nicht mit der Situation in der letzten Spielzeit vergleichen.

In der Hinrunde hatten wir in einigen Partien knapp die Nase vorn und in den letzten Spielen hatten wir das Nachsehen. So ist das nun mal, gerade in einer Liga, in der die Mannschaften zwischen Platz drei und acht so ziemlich das gleiche spielerische Niveau haben“, fasst Schorer die jetzige Situation zusammen. Gegen die Saalebiber aus Halle gehen die Red Hocks als vermeintlich leichter Favorit in die Partie. Doch dass man mit dieser Rolle durchaus seine Probleme haben kann, zeigte das Hinspiel. Dieses gewannen die Kauferinger zwar 7:5, doch bis zur 55. Spielminute lag man mit zwei Toren im Rückstand.

Das große Manko war im Hinspiel, dass man mit der Hallenser Manndeckung größtenteils seine Probleme hatte und die sich dadurch ergebenen Lücken in der gegnerischen Hälfte nicht ausnutzen konnte. Des Weiteren unterliefen den Red Hocks zu viele einfache Ballverluste im Spiel nach vorne, was den konterstarken Gastgebern immer wieder in die Karten spielte. „Wenn wir es schaffen diese Ballverluste abzustellen und gleichzeitig den Ball vorne viel laufen lassen und uns damit viele Torchancen erarbeiten bin ich mir sicher, dass wir gute Karten haben das Spiel für uns zu entscheiden“, so Schorer weiter. Halle rangiert aktuell auf dem letzten Tabellenplatz mit lediglich zwei Zählern auf dem Konto.

Starke Leistungen, wie beispielsweise eine knappe Heimniederlage gegen Chemnitz, wechseln sich mit eher mäßigen Vorstellungen ab. Auffällig ist dabei, dass die Gäste gerade bei Auswärtsspielen immer wieder gehörige Dämpfer erleiden. Dies lässt sich dadurch erklären, dass man während der Saison immer wieder auf Leistungsträger verzichten musste. Doch die Mannen um Kapitän Falkenberger wollen sich nicht vom Gegner beeinflussen lassen, sondern sich auf sich konzentrieren. Und wenn man es schafft dem Gegner sein Spiel aufzuzwingen und sich nicht durch das körperbetonte Spiel der Hallenser aus dem Konzept bringen lässt, dann hat man gute Chancen die drei Punkte am Lech zu behalten und gleichzeitig einen riesigen Schritt in Richtung Playoffs zu machen.

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