Zwei Sekunden in Führung

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Kapitän Maximilian Falkenberger erzielte kurz vor Schluss den Ausgleich für die Red Hocks.

Kaufering – Gerade noch einmal gut gegangen: Zwei Sekunden vor Schluss haben die Red Hocks vom VfL Kaufering bei den Floorball Fighters Chemnitz den entscheidenden Treffer zum 5:4 gemacht. Damit hat das Team vom Lech jetzt acht Punkte auf dem Konto und besetzt den 3. Platz in der Tabelle.

Trotz einiger Ausfälle konnte Trainer Christoph Huber drei Reihen aufbieten. Den besseren Start erwischten jedoch die Gastgeber, als bereits nach 25 Sekunden eine schöne Kombination über mehrere Stationen mit dem Führungstreffer belohnt wurde. Auch in der Folge zeigten die Hausherren die reifere Spielanlage, den Red Hocks war nach mehreren Krankheitsfällen in den vergangenen Wochen die fehlende Eingespieltheit anzumerken.

In der 14. Minute dann der etwas schmeichelhafte Ausgleich. Verteidiger Justus Wende brachte den Ball mangels Anspielstation einfach auf das Tor, seinen Distanzschuss ließ der Chemnitzer Schlussmann nur nach vorne abtropfen. Dennis Häringer war zur Stelle und drückte das Spielgerät über die Linie. Im zweiten Durchgang zeigte sich der Aufsteiger vom Lech wacher, doch nach zwei Minuten stand erneut ein Rückstand zu Buche und für die Red Hocks blieb der Torerfolg aus.

Erst zur Mitte des Spiels konnte Tino von Pritzbuer den Ausgleich markieren, doch nur wenige Sekunden später schlug es erneut hinter Tobias Dahme im Kauferinger Tor ein. Verteidiger Martin Klöck war es per Distanzschuss vorbehalten, wieder zu egalisieren. Sein Versuch fand am verdutzten Torhüter vorbei den Weg ins rechte untere Eck. Doch abermals dauerte es nur kurze Zeit, bis die Floor Fighters wieder davonzogen. Kurz vor Ablauf des zweiten Abschnitts nahm Andreas Weh für zwei Minuten auf der Strafbank Platz, doch erneut überstanden die Red Hocks die Unterzahl schadlos.

Im letzten Drittel nahmen dann die Red Hocks immer mehr das Heft in die Hand. Vor dem eigenen Gehäuse verteidigten sie nun konzentriert – auch weil Chemnitz zunehmend auf Ergebnisverwaltung besonnen war. Im Angriff kamen beide der nunmehr eingesetzten Kauferinger Reihen zu guten Möglichkeiten, der letzte Funken fehlte jedoch. Fünf Minuten vor Schluss bekamen erstmals die Gastgeber eine Strafe verhängt, doch die Kauferinger Überzahlformation fand nicht richtig in Tritt. Erst bei numerischer Gleichheit sollte den Kauferingern doch noch der Ausgleich gelingen: Zwei Minuten vor Abpfiff fand ein Pass von Johannes Weh Kapitän Maximilian Falkenberger, dessen verdeckter Versuch aus dem Halbfeld im kurzen Eck einschlug.

Die Red Hocks hatten nun sichtlich Oberwasser, bereits ein Lattenkracher direkt im Anschluss hätte die erstmalige Führung im Spiel bringen können. Chemnitz versuchte nun, sich mittels Befreiungsschlägen in die Verlängerung zu retten. Als bereits der Großteil der knapp 300 Zuschauer mit einer Zugabe rechnete, dann der Knackpunkt des Spiels: Unter Druck gesetzt misslang einem sächsischen Verteidiger Augenblicke vor Spielende ein langer Ball, sein Querschläger landete auf der Kelle von Tino von Pritzbuer, der aus kurzer Distanz den umjubelten Siegtreffer markieren konnte. Ganze zwei Sekunden Führung im gesamten Spiel hatten ausgereicht, um die volle Punktausbeute nach Bayern zu entführen. Ob der Umstände ein glücklicher, in Anbetracht des gezeigten Einsatzes aber nicht unverdienter Sieg.

Am kommenden Wochenende sind die Red Hocks nun im Pokal gefordert. In der zweiten Runde geht es auswärts gegen die Unihockey Igels Dresden, eine gute Gelegenheit, die Niederlage aus dem letzten Aufeinandertreffen vergessen zu machen. Das nächste Heimspiel der Red Hocks ist für den 27. Oktober terminiert, im Kauferinger Sportzentrum wird BAT Berlin erwartet.

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