Red Hocks in der Relegation

Die Sensation geht weiter

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Kauferings Maximilian Falkenberger (rechts) und Tino von Pritzbuer (links) ließen den Gegnern des ersten Relegatiosspiels keine Chance. Am Samstag geht es für die Red Hocks zuhause möglicherweise dann schon um den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Kaufering – Mit einem überraschenden aber nicht unverdienten 7:5-Sieg in Bremen sind die Red Hocks in die Relegation um den Aufstieg in die 1. Bundesliga gestartet. Am kommenden Wochenende könnte der Aufstieg vor heimischem Publikum dann bereits perfekt gemacht werden.

Ein motivierter Zweitligameister, der seine Saisonziele bereits erreicht hat gegen den Erstligaletzten, der um den Klassenerhalt zittern muss. Dieses Bild bestimmte über weite Strecken das Spielgeschehen im Bremen. Den Gastgebern war die Nervosität vom Anpfiff weg sichtlich anzumerken. Die Gäste aus Bayern fanden schnell ins Spiel und schon in der 7. Minute gingen die Red Hocks durch ein Eigentor, das Simon Löffler durch einen scharfen Pass von hinter dem Tor provoziert hatte, in Führung.

Zu den gelungenen Offensivaktionen der Mannschaft vom Lech gesellten sich immer wieder kleine individuelle Aussetzer, die von den Weserstädtern allerdings meist ungenutzt blieben. Wenige Sekunden nach dem Kauferinger Führungstreffer wurde solch ein Fehler dann erstmals bestraft. In der 9. Minute ließ der TV Eiche Horn dann aufblitzen, wie schnelles Kombinationsspiel in der 1. Bundesliga aussehen kann. Nach einer Ballstafette über mehrere Positionen zappelte der Ball im Netz des Zweitligameisters, 2:1 für Bremen.

In der 13. Minute glich Stefan Weh jedoch für die Red Hocks aus, nachdem Tobias Hutter seinen Schlenzer noch entscheidend abgefälscht hatte. Obwohl Eiche Horn zu diesem Zeitpunkt die aktivere Mannschaft war, blieben die Oberbayern aufgrund ihrer Effektivität stets gefährlich und gingen mit einem 3:3-Ausgleich in die erste Pause. Das zweite Drittel begann vielversprechend für die Hausherren. Stefan Weh aber schlenzte den Lochball eine Zeigerumdrehung später in den linken oberen Winkel.

Mit diesem Treffer begann die stärkste Phase der Red Hocks. Die individuellen Fehler konnten weitgehend abgestellt und in der Offensive immer wieder gute Chancen rausgespielt werden. In der 28. Minute setzte sich Tino von Pritzbuer auf der linken Seite durch, lief allein auf den gegnerischen Torhüter zu und lupfte den Ball überlegt ins rechte Eck. Als wenige Sekunden später ein Spieler der Hanseaten auf die Strafbank geschickt wurde, war erneut von Pritzbuer zur Stelle. Nach tollem Zuspiel von Tim Hoidis vollendete der deutsche U19-Nationalspieler aus kurzer Distanz und sorgte für den ersten Zwei-Tore-Vorsprung.

Der Beginn der letzten 20 Minuten war geprägt von Strafen auf beiden Seiten. Zunächst erhielt Kapitän Maxi Falkenberger eine diskutable Strafe wegen Stockschlags, die Kauferinger Unterzahlformation überstand die zwei Minuten allerdings schadlos. Auch Bremen erhielt im Verlauf des Drittels zwei Strafen. Die Mannschaft von Trainer Christoph Huber kam dann auch zum Torerfolg.

In den Schlussminuten setzten die Gäste auf Defensive. In der 57. Minute konnten die Bremer noch auf 5:7 verkürzen. Dass die Führung nicht weiter schmolz, war einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem stark aufgelegtem Tobias Dahme im Tor der Kauferinger zu verdanken.

Mit einem 7:5-Auswärtssieg blicken die Red Hocks nun bereits Spiel zwei in der Relegationsserie entgegen. Im Falle eines Heimsieges ist die Sensation perfekt, dann steigen die Red Hocks in die 1. Bundesliga auf. Falls Eiche Horn mit einem Sieg ausgleichen kann, steht am Sonntag das alles entscheidende dritte Relegationsspiel an. Anpfiff am Samstag, den 20. April, ist im Kauferinger Sportzentrum um 17 Uhr.

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