Verdienter Punktgewinn

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Andreas Finkenzeller (rot, rechts) besorgte zwischenzeitlich den Ausgleich. Gegen BAT Berlin sprang für die Red Hocks Kaufering am Ende nur ein Punkt heraus.

Kaufering – Eine konzentrierte Leistung reichte den Kauferinger Floorballern gegen BAT Berlin immerhin zu einem Punkt. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, das die Defensivreihen beider Mannschaften prägten. Nach der regulären Spielzeit stand auf der Anzeigetafel ein 2:2-Remis, sodass es in die Verlängerung ging. Dort sicherten sich die Gäste mit ihrem dritten Treffer an diesem Tag den Zusatzpunkt.

Von Beginn an waren beide Teams sehr konzentriert in der Defensive und leisteten sich kaum Fehler. Die Red Hocks waren bemüht, sich mit einem kontrollierten Spielaufbau Chancen zu erspielen, was in den ersten zehn Minuten jedoch nur selten gelang. Berlin hingegen schien den Fokus auf Konter zu legen und lauerte stets auf Fehler der Gastgeber. Als in der 11. Minute ein Kauferinger Aufbauspieler mit dem Ball in der Kelle wegrutschte, klaute sich Berlins Marek Brincil den Ball, umkurve Torhüter Dominik Bürger und brachte den Tabellendritten in Führung. Kurz vor Drittelende musste Marco Keß auf die Strafbank. Doch das sehr gute Unterzahlspiel an diesem Tag hielt den Kasten sauber.

Kaufering macht Druck

Zu Beginn des zweiten Drittels wurde Kaufering druckvoller und erarbeitete sich einige Chancen. Lediglich der erste Treffer ließ noch auf sich warten. In der 27. Minute erlöste Andreas Finkenzeller die 278 Zuschauer, als er sich mit dem Ball aus der Ecke befreite, vor das gegnerische Tor zog und zum Ausgleich versenkte. Nur zwei Minuten später sorgte Maxi Falkenberger mit einem platzierten Schuss aus dem Halbfeld zum 2:1 für die erstmalige Kauferinger Führung. Wiederum nur zwei Minuten später konnten sich die Bundeshauptstädter in der Kauferinger Hälfte festsetzen. Die Mannschaft vom Lech konnte sich hinten nicht befreien und fing sich einen platzierten Distanzschuss in den Winkel ein.

Siegtreffer blieb verwehrt

Im letzten Abschnitt bot sich das gleiche Bild. Kaufering hatte mehr vom Spiel, BAT blieb durch seine schnellen Gegenangriffe weiterhin gefährlich. Beiden Mannschaften war jedoch besonders zum Ende hin anzumerken, dass man keinen Fehler mehr machen wollte, um nicht den vorzeitigen Knock-Out zu riskieren. Dennoch kamen die Red Hocks noch zu hochkarätigen Chancen. Die beste hatte der 16-jährige Sebastian Günther, der fast sein erstes Bundesligator erzielt hätte, jedoch nach feinem Zuspiel am bereits geschlagenen Torhüter und dem leeren Berliner Gehäuse vorbei schob. Der Siegtreffer wollte nicht mehr fallen und so ging es in die Verlängerung.

In dieser verloren die Red Hocks im Defensivspiel ein wenig den Faden. Berlin wurden einige gefährliche Konter ermöglicht. Die ersten drei konnte Dominik Bürger noch entschärfen, doch beim vierten war auch er machtlos. Fredrik Azelius, Berlins bis dato blass gebliebener Topscorer, zündete den Turbo und legte halbhoch quer, wo Jami Savolainen den Volley über die Linie drückte. Somit wanderte der Zusatzpunkt in die Hauptstadt.

Aufgrund der im Dezember anstehenden Weltmeisterschaft pausiert das Liga-Geschehen nun für mehrere Wochen. Erst Mitte Januar steht das nächste Bundesligaspiel an, wenn die Hamburger Piranhhas ins Kauferinger Sportzentrum kommen.

Am vergangenen Wochenende wurden noch die Partien für das Pokalachtelfinale ausgelost. Die erste Mannschaft trifft dabei erneut auf BAT Berlin und muss wie so oft im Pokal auswärts ran. Die zweite Mannschaft empfängt den Serienpokalsieger vom UHC Sparkasse Weißenfels. Die Achtelfinalspiele finden am 17. und 18. Dezember statt.

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