Niederlage zum Saisonauftakt

Red Hocks Kaufering zu Gast beim TV Schriesheim

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Nur im zweiten Spielabschnitt gelang es den Red Hocks (am Ball Moritz Billes), ihrem Gegner Schriesheim einen Schritt voraus zu sein – zu wenig für einen erfolgreichen Saisonstart.

Kaufering – Am vergangenen Samstag gastierten die Red Hocks Kaufering zu ihrem Saisonauftakt beim TV Schriesheim (Baden-Württemberg). Während die Jungs um Kapitän Marco Tobisch letztes Wochenende coronabedingt noch spielfrei hatten, konnten die Schriesheimer bereits die ersten drei Punkte mit einem 9:8-Sieg aus Bonn entführen. Die Red Hocks schnupperten in Schriesheim derweil ihre erste Bundesliga-Luft nach der sechsmonatigen Sommerpause – die über weite Strecken der Partie noch ihre Spuren hinterließ.

Im Kauferinger Lager war man sich schon vor der Partie bewusst darüber gewesen, dass nur mit einer mannschaftlichen Topleistung Zählbares aus Baden-Württemberg mitgenommen werden konnte. Cheftrainer Markus Heinzelmann stand nahezu der komplette Kader zur Verfügung, lediglich Dennis Häringer und der verletzte Christian Lindquist konnten die Reise nicht mit antreten.

Die Devise lautete: „In der Defensive kompakt stehen, im Bereich vor dem eigenen Tor gegen den Gegenspieler körperlich hart zu Werke gehen und bei Ballgewinn unsere Konterchancen effizient zu nutzen“, so Center Marco Keß. All das, was sich die „Rote Macht vom Lech“ vor dem Spiel vorgenommen hatte, konnte sie aber in den ersten 20 Minuten nicht aufs Feld bringen: Die wenigen Konterchancen wurden nicht präzise genug zu Ende gespielt, im eigenen Slot wurde zu brav und naiv verteidigt und im Spielaufbau konnten die Schriesheimer durch ihr

aggressives Pressing immer wieder Fehlpässe und Ballverluste der Red Hocks erzwingen. Dennoch dauerte es bis zur zehnten Spielminute, als Linus Braune zu viel Platz und Zeit in der Kauferinger Hälfte hatte und mit einem präzisen Schuss an den Innenpfosten die 1:0-Führung der Gastgeber markierte. Nicht einmal zwei Minuten später sorgte ein schnell ausgeführter Freischlag durch Kapitän Alexander Burmeister, der Felix Künnecke bediente, zum 2:0. Nachdem Schriesheim kurz vor Ende des ersten Drittels das dritte Tor nachlegte, konnte auch Ricardo Wipfler auf Vorarbeit von Lukas Wexenberger die Red Hocks erstmals in dieser Saison auf die Anzeigetafel bringen. Mit einem verdienten 3:1 Rückstand ging es in die erste Drittelpause.

Kalte Dusche

Die Kabinenansprache des Kauferinger Trainergespanns fruchtete dann sofort und Martin Rieß verkürzte in der ersten Minute des zweiten Abschnitts auf 3:2. Doch nur 20 Sekunden später folgte die kalte Dusche. Ein Schriesheimer war auf und davon, alleine auf Torhüter David Winziger zu laufen und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Penalty verwandelte Burmeister gekonnt. Die Red Hocks kamen im Vergleich zum Auftaktdrittel nun zwar besser ins Spiel, doch die Gastgeber blieben stets gefährlich und markierten das 5:2 (28.). Anschließend musste ein Schriesheimer wegen Stockschlags auf die Strafbank. Das Überzahlspiel nutzten die Kauferinger und verkürzten durch den zweiten Treffer von Ricardo Wipfler auf 5:3. Als Moritz Leonhardt mit einem abgefälschten Schuss den erneuten Anschluss besorgte, keimte wieder Hoffnung auf Kauferinger Seite auf, hier womöglich doch Punkte mitzunehmen.

Mit voller Konzentration wollten die Red Hocks im Schlussabschnitt das Spiel noch drehen, doch daraus wurde nichts. Die Topscorer der Gastgeber entschieden die Partie zugunsten ihres Teams. Felix Künnecke mit einem Doppelschlag zu Beginn des letzten Drittels und Alexander Burmeister stellten den 8:4-Endstand her. „Am Ende hat Schriesheim verdient gewonnen. Sie waren über das gesamte Spiel gesehen die spielerisch bessere Mannschaft und haben eine stärkere und clevere Zweikampfführung an den Tag gelegt. Wir müssen unsere Schwächen und Fehler analysieren und im Training daran arbeiten, um uns Woche für Woche steigern zu können,“ lautet das Fazit von Keß. Schon am kommenden Wochenende wartet ein Mammutprogramm auf die Kauferinger Floorballer: Am Samstag geht es nach Weißenfels zum Rekordmeister und Sonntag ist man beim amtierenden Deutschen Meister aus Leipzig zu Gast.

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