Endlich wieder Floorball

Nur ein kurzer Schulterklopfer für die Red Hocks Kaufering

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Kapitän Marco Tobisch erzielte am Sonntag drei der acht Treffer.

Kaufering – Für ein gutes Gefühl zum Bundesliga-Saison­start dürfte der 8:1-Sieg der Kauferinger Floorballer wohl gesorgt haben. Trotzdem verweisen die Verantwortlichen der Red Hocks gleichzeitig auf ein paar Baustellen, die der Test am Sonntag gegen die U21 der Schweizer NLB-Teams Red Devils March-Höfe Altendorf aufgezeigt habe.

Weil die Red Hocks vor einigen Jahren ein vergleichbares Duell gegen ein Schweizer U21-Team noch zweistellig verloren hatten, war der Respekt vor den jungen Gästen durchaus groß. Ein wenig abgelegt wurde dieser aber schon nach rund 80 Sekunden, als Tobias Hutter einen halbhohen Ball an den langen Pfosten spielte, wo Kapitän Marco Tobisch per Volley zum 1:0 vollendete. Den nächsten Grund zum Jubel lieferte den rund 100 Zuschauern im Sportzentrum Moritz Billes, der nach einem Ballgewinn schnell umschaltete und mit einem Schlenzer auf 2:0 stellte. Und fast eine Kopie davon fertigte Debütant Martin Rieß an, der mit dem dritten Treffer nach zehn Minu­ten bereits ein Schützenfest erahnen ließ. Dabei hatten die Devils während des gesamten Drittels ähnlich viele Spielanteile, brachten den Ball aber zu selten aufs Tor oder scheiterten an Keeper David Winzinger.

Ruppiger wurde es dann im zweiten Abschnitt mit Nickligkeiten auf beiden Seiten. Über die Stränge schlugen allerdings nur die Red Hocks, die insgesamt sechs Mal auf der Strafbank Platz nehmen mussten. „Da hatten wir Glück, dass das heute gar nicht bestraft wurde“, meinte Trainer Markus Heinzelmann nach der Partie. „In der Bundesliga müssen wir diszipli­nierter auftreten, sonst werden wir uns zwangsläufig ein paar Unterzahltore fangen.“

Am Sonntag aber blieb die Weste in eigener Unterzahl nicht nur sauber, vielmehr konterte man das Powerplay der Gäste sogar noch aus und so traf Ricardo Wipfler zum 4:0. Und nur eine Minute später trugen sich zwei weitere, junge Eigengewächse auf dem Spielberichtsbogen ein: Benedikt Richardon legte quer auf Daniel Falkenberger, der das 5:0 besorgte. Während der Wechsel im Kauferinger Tor – Dominik Bürger war nun mit von der Partie – den Schweizer Gästen nach wie vor trotz guter Bemühungen keine Treffer einbrachte, war nun auch das Glück bei den Kauferingern. Einen Ball, der eigentlich schon geblockt war, klopfte Tobias Hutter im Nachsetzen am Schweizer Schlussmann vorbei ins Netz.

Im letzten Drittel wurde auch das stete Anrennen der Gäste belohnt: mit einem Alleingang kamen sie zum kurzzeitigen Anschluss. Zu mehr reichte es aber nicht mehr, denn Kapitän Tobisch legte noch zwei Treffer nach – den ersten per Abstauber und den zweiten erneut per Volley. So fiel der Sieg für die Red Hocks mit 8:1 doch unerwartet hoch aus.

Ein paar Baustellen

„Wir wissen diesen Sieg richtig einzuordnen. Wir können uns heute Abend kurz auf die Schulter klopfen, aber spätestens in den nächsten Trainingseinheiten haben wir noch ein paar Baustellen anzugreifen. Vor allem an den offensiven Laufwegen und dem Defensiverhalten im Raum gibt es noch ein bisschen was zu tun“, so Heinzelmann.

Julian Rüger, fünf Jahre im Bundesliga-Trikot der Red Hocks aktiv und inzwischen Herrenspieler sowie U21-Coach in Alten­dorf, konnte der 1:8-Niederlage seines Teams trotzdem einiges abgewinnen. „35 Minuten haben wir ein ordentliches Spiel gemacht. Dass die Beine nach zwei Tagen Trainingslager irgendwann müde werden, während der Gegner frisch ist, war zu erwarten.“

Am Wochenende nehmen die Red Hocks noch an einem internationalen Turnier in Innsbruck teil, ehe eine Woche später schon der Startschuss für die neue Bundesliga­saison fällt: Am 15. September gastiert ab 16 Uhr der amtierende deutsche Meister MFBC Leipzig im Kauferinger Sportzentrum.

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