Floorballer unter Zugzwang

Red Hocks starten im Pokal: Erster Saisonsieg in Tübingen?

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Gibt´s am Sonntag Grund zum Jubel? Beim Pokalspiel in Tübingen sind die Red Hocks Kaufering jedenfalls Favorit.

Kaufering - Jetzt wird´s allerhöchste Zeit für den ersten Pflichtspielsieg in der Saison: Anders als in den bisherigen vier Bundesligaspielen sind die Red Hocks Kaufering am kommenden Sonntag nämlich in der klaren Favoritenrolle. In der zweiten Pokalrunde, in der auch die Bundesligisten erstmals ins Geschehen eingreifen, wurde den Roten ein Gastspiel bei den drittklassigen Tübingen Sharks zugelost.

Den Gegner einzuschätzen, fällt den Red Hocks diesmal schwer. Nachdem die Regionalliga in Baden-Württemberg noch in der Sommerpause ist, haben die Sharks erst ein einziges aussagekräftiges Saisonspiel auf dem Konto: In der ersten Pokalrunde warfen sie mit 4:1 ihren langjährigen Weggefährten und inzwischen Zweitligaaufsteiger Stuttgart Feuerbach aus dem Wettbewerb. Eine Überraschung? Wohl eher nicht, betrachtet man Stuttgarts Debüt in der 2. Bundesliga. Das endete mit einem desaströsen 3:27 vor heimischem Publikum. Was neben einer stabilen Defensive beim 4:1 auf Tübinger Seite ansonsten auffällt: Fünfmal saß ein Spieler der Haie wegen Stockschlags auf der Strafbank – womöglich eine Chance für das Kauferinger Powerplay.

Allzu sehr wolle man den Blick aber ohnehin nicht auf den Gegner richten, verrät Trainer Markus Heinzelmann. In dieser Partie spiele weniger das Ergebnis eine Rolle, sondern vielmehr, dass man im Offensivspiel einen nächsten Entwicklungsschritt erkennen könne. „In Schriesheim haben wir unsere Effektivität endlich hochgeschraubt und auch den Ball in der gegnerischen Hälfte schon besser laufen lassen“, sagt Heinzelmann, der trotzdem noch viel Luft nach oben sieht.

Nach vier Niederlagen zum Bundesligaauftakt kommt ein Drittligist als vermeintlicher Aufbaugegner wohl gerade recht. Kapitän Marco Tobisch mahnt trotzdem zur Vorsicht: „Tübingen hat nichts zu verlieren, ein Heimspiel gegen einen Bundesligisten ist vielleicht das Spiel des Jahres und damit gefährlich für uns. Nichtsdestotrotz sind wir selbstbewusst genug, dass wir am Sonntag nach Baden-Württemberg fahren, um zu gewinnen.“ Vor allem, das Tempo hochzuhalten und die Chancen möglichst früh effektiv zu verwerten, sieht Tobisch als Schlüssel.

Personell kann das Trainerduo Markus Heinzelmann und Christoph Huber fast aus dem Vollen schöpfen. Während Maxi Falkenberger noch einige Wochen verletzt fehlen wird, sind Moritz Leonhardt und Christian Lindquist im Pokalwettbewerb für ihren Heimatverein Stern München lizensiert und daher nicht für die Red Hocks spielberechtigt. Anpfiff am kommenden Sonntag ist um 16 Uhr.

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