Mit leeren Händen

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Kaufering – Am Samstag stand für Kauferings Bundesliga-Floorballer das schwere Auswärtsspiel beim deutschen Vizemeister an. Bereits um 4 Uhr morgens machte man sich auf den Weg in den hohen Norden. Doch die lange Reise sollte sich am Ende nicht lohnen. Mit 8:2 unterlag man letztendlich, obwohl man über weite Strecken der Partie durchaus auf Augenhöhe mit den Wölfen war.

Die Kauferinger starteten gut in die Partie. Bereits nach zwei Minuten verbuchte man die erste Großchance der Partie, als Marco Tobisch abzog und leider nur die Latte traf. Man spielte kontrolliert nach vorne und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Das einzige Manko an diesem Tag war die Chancenverwertung, was den Unterschied zwischen beiden Mannschaften ausmachte. Denn mit ihrer ersten nennenswerten Tormöglichkeit gingen die Gastgeber nach zehn gespielten Minuten in Führung. In der zweiten Hälfte des ersten Drittels das gleiche Bild, beide Mannschaften spielen auf Augenhöhe, doch die Wölfe waren abgeklärter vor dem Gehäuse. Während den Red Hocks im ersten Drittel trotz aussichtsreicher Möglichkeiten kein Tor gelang erzielte Lilienthal drei Tore bei gleichzeitig fünf Tormöglichkeiten.

In der Kabine war man sich auf Kauferinger Seite durchaus bewusst, dass man in der Lage ist den Vier-Tore-Vorsprung wettzumachen. Man wollte an das gute erste Drittel anknüpfen und den Knoten zum Platzen bringen. Dies gelang der Mannschaft durchaus, auch wenn man nicht mehr denselben Zug zum Tor wie noch im ersten Drittel entwickeln konnte. Erst eine Überzahlsituation brachte den ersten Torerfolg. Die Gastgeber spielten das Unterzahl ziemlich aggressiv und spielten bei eigenem Ballbesitz nach vorn. Ein Konter über Julian Rüger brachte den Anschluss zum 4:1. Nur einige Minuten später waren die Kauferinger selbst in Unterzahl. Kurz vor Ablauf der Strafe stellten die Gastgeber den alten Abstand wieder her. Mit einem 5:1 ging es in die Drittelpause.

Im letzten Drittel spielten die Kauferinger ihre Möglichkeiten nicht mehr sauber zu Ende. Vielmehr versuchte man über Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen. Man merkte den Kauferingern zwar den Willen an das Spiel noch Drehen zu wollen, doch es sollte einfach nicht sein. Zwar gelang noch ein weiterer Treffer, doch auch die Wölfe konnten noch drei weitere Tore erzielen, was damit einen Endstand von 8:2 ergibt.

„Wir können auf der gezeigten Leistung durchaus aufbauen. Wir waren gut in der Partie drin und haben uns gute Tormöglichkeiten durch strukturierte Angriffe erspielt“, so das Resümee von Spielertrainer Daniel Szirbeck. „Defensiv sind wir gut gestanden. Lediglich bei den gegnerischen Kontern haben wir die Mitte nicht schnell genug geschlossen, was Lilienthal bestrafte. Ich glaube, fünf der acht Gegentreffern resultierten aus Kontern. Wenn wir in der Offensive unserer Möglichkeiten besser genutzt hätten, wäre durchaus der ein oder andere Punkt drin gewesen“, so Szirbeck weiter.

Im Großen und Ganzen geht der Sieg für Lilienthal in Ordnung, sie waren an diesem Tag schlichtweg die cleverere Mannschaft. Doch auf der Leistung können die Red Hocks aufbauen. Wenn man diese gegen Berlin in drei Wochen zum nächsten Bundesligaspiel erneut abrufen kann ist definitiv ein Sieg für die Mannschaft um Kapitän Falkenberger drin.

Kommende Woche ist Länderspielpause. Eine Woche später geht es im Pokal weiter. Hier haben die Red Hocks mal wieder ein Auswärtsspiel, es geht gegen den Zweitligisten der Unihockey Igels Dresden.

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