Wie verhext

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Alles gegeben: Trotzdem reichte es gegen Hamburg nicht für die Red Hocks.

Kaufering – Eine ungewohnt ruhige Atmosphäre herrschte am Samstagabend im Kauferinger Sportzentrum, lediglich 246 Zuschauer fanden den Weg zum Heimspiel gegen den ETV Hamburg. Diese Stille schien sich auch auf die Konzentration der Spieler zu übertragen. Hinten leistete man sich zu viele Fehler, welche die Piranhas immer wieder mit schnellen Gegenstößen bestraften und vorne ließ man beste Gelegenheiten liegen.

Zu Beginn des Spiels waren beide Mannschaften auf Sicherheit bedacht und versuchten über einen kontrollierten Spielaufbau die gegnerischen Abwehrreihen zu knacken. In der vierten Spielminute sprang der Ball von hinter dem Kauferinger Gehäuse in den Slot vor Kauferings Torhüter Rudolf Heidu und der Hamburger Stürmer musste nur noch einschieben.

In der zwölften Spielminute zog Verteidiger Marco Tobisch kurz hinter der Mittellinie ab und der Ball fand irgendwie den Weg ins Tor. Doch keine dreißig Sekunden später erzielten die Gäste aus dem Norden mit einem Schuss aus dem Halbfeld die erneute Führung. In der 17. Spielminute der Ausgleich für Kaufering durch Kapitän Falkenberger und weniger als eine Zeigerumdrehung später die erneute Führung der Gäste. In der 18. Spielminute nagelt Martin Klöck den Ball von halbrechter Position unter die Latte. Mit dem 3:3 geht es in die Pause.

Im zweiten Drittel dasselbe Spiel. Nach 35 Minuten gelang der nächste Stich erneut den Gästen. Auch zwei Powerplays verhalfen den Hausherren nicht zum Ausgleich. Noch vor Drittelende gelingt aber noch das 4:4. Im letzten Drittel beschränkte sich der ETV auf die Defensivarbeit und die Red Hocks rannten ab der 50. Spielminute unermüdlich an, um sich die drei Punkte zu sichern. Doch man scheiterte immer wieder am überragenden Torhüter der Gäste oder am eigenen Unvermögen. Somit ging es zum ersten Mal in dieser Saison in die Verlängerung. Dort führt Hamburg die defensive Spielweise fort, doch der Ball findet einfach nicht den Weg ins Tor der Hanseaten.

In der letzten halben Minute des Spiels haben erneut die Red Hocks eine riesige Chance auf den Siegtreffer, doch man vergibt auch diese. Die letzten Augenblicke passen ins Bild: Kaufering will es übers Knie brechen, nach einem Freischlag sind dann die Piranhas hellwach: Ein langer Ball, kurz quer gelegt und genau eine Sekunde vor Abpfiff der Treffer mitten ins Kauferinger Herz. Damit war die erste Heimniederlage der laufenden Saison besiegelt.

„Ein ganz komisches Spiel. Wir spielen vierzig Minuten fahrig und machen dennoch vier Tore. Danach berappeln wir uns, drücken auf den Sieg und treffen eine halbe Stunde lang das Tor nicht. Die Jungs haben alles gegeben, ein Sieg wäre verdient gewesen“, so Trainer Rasso Schorer.

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