Spielerisch auf der Höhe?

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Die Gäste vom TV Lilienthal waren am Wochenende leicht im Vorteil: Nach Verlängerung nahmen sie den Sieg gegen die Red Hocks mit nach Hause.

Kaufering – Am vergangenen Wochenende empfingen die Red Hocks zum ersten Heimspiel des Jahres die Wölfe vom TV Lilienthal. Erst in der Verlängerung unterlagen die Lechstädter schließlich den Gästen mit 5:6.

Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles Spiel auf gutem Niveau, jedoch mit leichten Vorteilen für die Gäste. Der erste Treffer gelang allerdings den Roten, als Andreas Finkenzeller nach einem Konter die Seite verlagerte, wo Kapitän Maxi Falkenberger den Lochball nur noch im leeren Tor unterbringen musste. Nur achtzehn Sekunden später fand der Tabellenzweite aus Lilienthal bereits die Antwort, nach einem Freischlag egalisierte Brinkmann zum 1:1.

In der Folge gerieten die Gastgeber erstmals in Rückstand, als man Topscorer Janos Bröker gewähren ließ, sodass der Nationalspieler seine Farben zum 1:2 in Führung bringen konnte. Auch diesmal hielt der Vorsprung jedoch nicht lange, wieder eine Zeigerumdrehung später nagelte Tobias Hutter den Ball nach einem Freischlag von Christian Göth aus der Dis­tanz unter die Latte. Obwohl das Tempo in der Partie nicht nachließ und beide Teams weiter zielstrebig nach vorne spielten, musste keiner der beiden gut aufgelegten Torhüter mehr hinter sich greifen, sodass es mit 2:2 in die erste Drittelpause ging. Im zweiten Durchgang erwischten wieder die Kauferinger den besseren Start, als Maxi Falkenberger sich mehrfach im Volley ausprobierte und mit dem letzten Versuch Nationaltorhüter Hallerstede zum 3:2 überwand.

Der TVL drückte in der Folge auf das Tor der Gastgeber, um zum schnellen Ausgleich zu kommen, die Red Hocks zeigten aber eine gute Defensivleistung und konnten sich auch immer wieder auf Schlussmann Rudolf Heidu, der nach der Partie Best Player wurde, verlassen. Die Hausherren hatten trotz des Drucks auch einige Konterchancen, verpassten es aber, die Führung auszubauen. Als dann Verteidiger Martin Klöck auf die Strafbank musste, durfte erstmals die Unterzahlformation ran. Wieder wurden zahlreiche Schüsse geblockt, ehe Bröker Sekunden vor Ablauf der Strafzeit aus nahezu unmöglichem Winkel das 3:3 erzielte. Dennoch ließen sich die Red Hocks ihre Außenseiterchance bis ins letzte Drittel offen und spielten gegen die starken Lilienthaler weiter gut mit.

Auch im Schlussabschnitt sahen die Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe. Eine unkonzentrierte Minute der Mannschaft vom Lech wussten die Gäste dann für sich zu nutzen, denn nach zwei Fehlern im Defensivverbund zog der Favorit auf 3:5 davon und sorgte für die vermeintliche Vorentscheidung. In der 48. Minute legte Daniel Szirbeck halbhoch quer auf Andreas Finkenzeller, der per Volley auf 4:5 verkürzte. Lilienthal wirkte nun ein wenig ausgelaugt und überließ den Hausherren das Feld, dennoch wollte vorerst kein weiterer Treffer gelingen. Im Gegenzug hielt Torhüter Rudolf Heidu sein Team mit einigen starken Paraden im Spiel, denn die Wölfe blieben über Konter stets gefährlich. Drei Minuten vor Spielende wurde der Aufwand der Bayern dann tatsächlich noch belohnt, Maxi Falkenberger bediente Nebenmann Andreas Finkenzeller, der mit seinem Schlenzer das umjubelte 5:5 erzielte und sein Team damit in die Verlängerung rettete, sodass den Red Hocks ein Punkt bereits sicher war.

Die Verlängerung dauerte dann keine zwei Minuten, bis Bröker erneut zur Stelle war und nicht am Abschluss gehindert werden konnte. Obwohl zwei Mal abgefälscht, sicherte der Nationalspieler dem Weißenfels-Verfolger den Zusatzpunkt und beendete die Partie. Dennoch können die Red Hocks mit dem Spiel und dem Punkt zufrieden sein. „Nach dem unbefriedigenden Spiel gegen Wernigerode war die Leistung wichtig für unser Selbstbewusstsein. Ich denke, wir konnten zeigen, dass wir spielerisch wieder auf der Höhe sind“, so Verteidiger Marco Tobisch. In den kommenden Wochen müssen die Red Hocks drei Mal in Folge auswärts ran. Zunächst gastiert man bei Aufsteiger DHfK Leipzig, anschließend stehen die wichtigen Spiele in Berlin und Chemnitz an.

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