Floorball-Spitze in Kaufering

Red Hocks richten Anfang Januar die U17-Trophy aus

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Spieler der Red Hocks sind immer wieder Leistungsträger der süddeutschen Auswahl – so wie Moritz Billes und Dominik Bürger (2. und 3. von links) im Jahr 2017. Vom 3. bis 5. Januar richten die Kauferinger die U17-Trophy aus.

Kaufering – Mit guten Vorsätzen beginnt das neue Jahr 2020 in Kaufering – und mit Nachwuchsfloorball der nationalen Spitzenklasse. Die Red Hocks haben den Zuschlag bekommen, vom 3. bis 5. Januar die Winter-Trophy auszurichten. Dabei treten die fünf deutschen Regionalauswahlen der Altersklasse U17 gegeneinander an. Im Trikot der süddeutschen Mannschaft bewerben sich unter den Augen der Bundestrainer auch mehrere Kauferinger Talente um einen Platz in der Nationalmannschaft.

Schon einmal, nämlich im Sommer 2012, fand die U17-Trophy in Kaufering statt. Einer, der dieses und alle folgenden Sprungbretter erfolgreich genutzt hat, ist Tino von Pritzbuer. Als Eigengewächs der Red Hocks schaffte er über die Auswahl die Aufnahme in die Nationalteams. Nach Lehrjahren in der deutschen U17, dann U19, ist der Landsberger, der derzeit in Diensten des UHC Waldkirch-St. Gallen in der Schweiz steht, seit Jahren Leistungsträger im Herren-Nationalteam. Die damaligen Auftritte mit der süddeutschen Auswahl bewertet der heute 23-Jährige als ganz wichtige Etappen seiner Laufbahn. „Hier kann man sich beweisen und zeigen, dass man einer der Besten ist.“

Denn dem Teamerfolg geht es darum, sich in die Notizblöcke der U17-Bundestrainer zu spielen, die nach der erfolgreichen deutschen U19-WM 2019 ihr Augenmerk bereits auf die Turniere der Jahre 2021 und vor allem 2023 richten. Die neue Kampagne laufe gerade erst an, schildert Nationalcoach Ruben Seilnacht. „Wir nutzen die Möglichkeit, offen und ohne Druck möglichst viele ambitionierte Spieler zu sichten, einzuladen und selbst kennenzulernen.“ Besonders gespannt ist er darauf, welche noch nicht für einen Lehrgang berücksichtigten Aspiranten in den Kader drängen. „Ich hoffe, wir sehen möglichst viele Spieler, die es verstehen, sich selbstbewusst und als Teamplayer zugleich zu zeigen.“

Bereits Nationalmannschafts-Luft geschnuppert hat der 13-jährige Jonas Fellner. Gemeinsam mit Sebastian Falkenberger, Maximilian Manhart, Daniel Wipfler und Pascal Rieß ist er eines mehrerer Kauferinger Talente, das im Trikot der süddeutschen Auswahl auflaufen will. Auch die Amendinger Dominik Thiel, Benedikt Föhr und Georg Nusstein, die bei den Red Hocks mittrainieren, sind Teil des Kaders. Das Team des neuen Süddeutschland-Coachs Daniel Nustedt geht als Titelverteidiger ins Turnier, erlebte nach der Sommertrophy aber einen altersbedingten Umbruch. Wenngleich einige Kräfte blieben: „Ich will meine Erfahrung aus der letzten Trophy einbringen“, schildert Fellner seine Erwartungshaltung. Als Team gelte es, Bayern und Baden-Württemberg bestmöglich zu vertreten, die positive Entwicklung voranzutreiben. Persönlich ist das Ziel klar: „Ich will eine gute Trophy spielen und mich weiterhin für die Nationalmannschaft empfehlen.“

Wie eine Heim-Trophy dabei helfen kann, schildert von Pritzbuer: „So etwas ist natürlich nochmal umso cooler, man fühlt sich schon im Vorteil“. 2012 nutzte der damalige Herren-Nationaltrainer Philippe Soutter die Gelegenheit, am Lech vorbeizuschauen und sich einen Überblick über die nachrückende Generation zu verschaffen. „Als wir das gehört haben, ist die Spannung natürlich nochmal gestiegen, das war sicherlich eines der eindrücklichsten Turniere meiner bisherigen Laufbahn“, erinnert sich Kauferings heute 23-jähriges Aushängeschild an die damalige Trophy, bei der sich die Süddeutschen inklusive mehrerer Kauferinger erfolgreich den 1. Platz sicherten. Knapp eineinhalb Jahre später gab von Pritzbuer bereits sein Debüt bei einer Herren-WM – so schnell kann es gehen.

Dass das anstehende Kräftemessen der besten deutschen Nachwuchsfloorballer Anfang Januar in Kaufering genau richtig aufgehoben ist, davon ist Bundestrainer Seilnacht überzeugt. „Hier, wo nun schon seit etlichen Jahren in Folge im Jugendbereich konstant gut ausgebildet wird und immer viele Freiwillige aus dem Verein mit anpacken, ist die Turnierausrichtung in guten Händen.“ So sieht es auch Michael Holzinger, bei Floorball Bayern zuständig für den Leistungssport und die Auswahlen. „Kaufering ist als Bundesligastandort und bereits mehrfacher Ausrichter deutscher Meisterschaft der erfahrenste Verein, was große Turniere anbelangt. Nicht nur die professionelle Vereinsführung, sondern auch das Umfeld mit vielen Fans bietet die ideale Grundlage für ein Floorball-Fest.“ Auf viele floorballbegeisterte Zuschauer gleich zu Beginn des Jahres hofft auch Kevin Keß, Spartenleiter der Red Hocks. „Dass der Nachwuchs bei uns eine ganz besondere Rolle spielt, wollen wir mit einer engagierten Organisation zum Ausdruck bringen – und damit, dass wir die Halle voll bekommen!“

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