Floorballer verlieren

Den großen Schritt verpasst

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Auch ein Treffer von Daniel Szirbeck reichte am Ende nicht, in Berlin unterlagen Kauferings Bundesligafloorballer mit 9:5.

Kaufering – Im Großen und Ganzen haben die Red Hocks Kaufering bei der 9:5-Niederlage gegen BAT Berlin eine ansprechende Leistung gezeigt. Doch für einen Punktgewinn fehlten trotz gut herausgespielter Chancen die Durchschlagskraft und Routine. Das Rennen um die Playoff-Ränge verschärft sich somit weiter. Nur fünf Punkte trennen die Mannschaft vom VfL, die noch auf dem dritten Platz rangiert, nunmehr vom Sturz in die Playdown-Region.

„Insgesamt haben wir eine brauchbare Leistung abgeliefert. Wir waren bissig in den Zweikämpfen und konnten trotz einiger Ausfälle das hohe Tempo über die gesamte Partie hinweg halten. Die Gegentore haben wir aber zu einfach und immer wieder zu den ungünstigsten Zeitpunkten bekommen. Gerade zum Drittelbeginn und -ende hätten wir wacher sein müssen“, so Kauferings Trainer Rasso Schorer.

Die Partie begann für sein Team denkbar schlecht. Bereits nach 19 Sekunden musste Torhüter Rudolf Heidu hinter sich greifen. Seine Vorderleute hatten am gegnerischen Tor den Ball verloren und waren direkt in einen Konter gelaufen. Um diesen Dämpfer wegzustecken benötigte die Mannschaft um Kapitän Maximilian Falkenberger einige Minuten, fand aber ab der Mitte des ersten Drittels besser ins Geschehen. In der 16. Spielminute wanderte erstmals ein Berliner Spieler auf die Strafbank. Das in dieser Saison nicht immer glorreiche Powerplay der Kauferinger entwickelte schnell Zug zum Tor und Tobias Hutter erzielte nach schöner Vorarbeit von Martin Klöck den Ausgleich. Nur eine Minute später besorgte Daniel Szirbeck die Führung und kurz darauf schloss wiederum Tobias Hutter einen schön vorgetragenen Konter zur zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung ab. Doch eine kurze Phase der Unaufmerksamkeit reichte und Berlin egalisierte noch vor der Pause durch einen Doppelschlag zum 3:3.

In den zweiten Abschnitt starteten die Red Hocks erneut verhalten. Abermals konnte Berlin den ersten nennenswerten Angriff verwerten. „In dieser Phase haben wir uns defensiv zu viele Fehler geleistet. Gerade bei Freischlägen hat uns Berlin zu oft überrascht“, so Kapitän Falkenberger. Folglich fiel nach 26 gespielten Minuten der nächste Treffer für die Bundeshauptstädter.

Kaufering kam fortan zwar wieder wieder verstärkt auf, doch der finale Abschluss sollte über die gesamte Partie hinweg ein großes Manko bleiben. Besonders bitter war, dass die Gastgeber kurz vor Drittelende, wiederum durch einen Freischlag, ihre Führung weiter ausbauen konnten.

Im letzten Abschnitt mobilisierten die Gäste trotz dünner Personaldecke nochmal alle Kräfte, um die drei wichtigen Punkte mit an den Lech zu nehmen. Wie schon in den ersten beiden Dritteln setzte es aber gleich in den ersten Minuten einen weiteren Gegentreffer. Stefan Bergmair beantwortete diesen jedoch mit seinem Premierentor in der Bundesliga, sodass kurz Hoffnung aufkeimte. Er fälschte einen Distanzschuss von Marco Tobisch unhaltbar ab. Die routinierten Berliner, die insgesamt zehn ausländische Legionäre aufbieten konnten, ließen sich davon jedoch nicht nervös machen und legten erneut nach. Als mit Juuso Tiihonen ein BAT-Spieler drei Minuten vor dem Abpfiff eine fünfminütige Strafe wegen Stockschlags erhielt, nahm Kaufering seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Platz. Doch zum Sieg reichte es nicht mehr. Jeweils ein Tor fiel in den letzten Minuten noch auf beiden Seiten, mit 9:5 und ohne Punkte im Gepäck traten die Kauferinger die lange Heimreise an. „Auf diese Leistung können wir aber aufbauen, wir haben uns trotz zahlreicher Ausfälle gut verkauft“, so Schorer.

Trotz der Niederlage rangieren die Red Hocks weiterhin auf Platz drei. Schon am kommenden Sonntag steht das nächste wegweisende Spiel im Kampf um die Playoffs an. Um 16 Uhr gastieren die Kauferinger bei den Floor Fighters Chemnitz. Sicher fehlen wird dann der eben erst in den Kader zurückgekehrte Verteidiger Johannes Weh, der sich ebenso wie Stefan Bergmair einer Operation unterziehen muss. Der Einsatz des erkälteten Marco Keß, der schon in Berlin pausieren musste, ist weiter fraglich.

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