Aus der Traum 

Red Hocks verspielen das Ticket für die Playoffs

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Der TV Lilienthal hat die Träume der Red Hocks Kaufering endgültig zunichte gemacht.

Kaufering – Das Gastspiel am vergangenen Samstagabend war sinnbildlich für die Saison der Red Hocks Kaufering. Man lag kurz vor Ende der regulären Spielzeit knapp mit 8:7 in Rückstand und nahm 90 Sekunden vor Schluss Torhüter David Winzinger zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Feld, um doch noch den Ausgleich zu schaffen. Und tatsächlich hatte man fünf Sekunden vor Schluss die große Möglichkeit zum Ausgleich. Dennis Häringer legte vor dem Tor quer auf Tobias Hutter. Doch der stark haltende gegnerische Torhüter Sebastian Spöhle entschärfte Hutters Schuss mit einer Glanzparade und machte damit sämtliche Playoff-Träume der Red Hocks zunichte. Die Kauferinger hätten mindestens einen Sieg nach Verlängerung benötigt, um doch noch den Sprung auf den begehrten sechsten Platz zu schaffen.

Dabei verlief der Start durchaus nach dem Plan der Red Hocks. Zwar ließen die Roten eine Powerplaysituation in der zweiten Minute noch ungenutzt. Doch nach sechs gespielten Minuten konnte Dennis Häringer nach Zuspiel von Lino Martiny einen Konter zum 0:1 verwerten. Lilienthal zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und attackierte die Red Hocks früh in der eigenen Hälfte. Und so hielt die Führung der Red Hocks nicht lange. In der 8. Minute gelang den Gastgebern der Ausgleich. Nach einer Strafe gegen Kauferings Marco Keß erzielten die Wölfe die Führung zum 2:1. Nur eine Zeigerumdrehung später vollendeten die Gastgeber einen Konter und bauten die Führung aus.

Nach einer erneuten Unterzahl der Red Hocks stand es nach neun gespielten Minuten plötzlich 4:1 für Lilienthal. Doch Kaufering stemmte sich mit allen Mitteln gegen das aggressive Forechecking der Gastgeber und setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne. In der 13. Minute vollendete Ricardo Wipfler ein Zuspiel von Tobias Hutter zum 4:2. Jedoch zeigten sich die Red Hocks im ersten Drittel zu anfällig für Konter und agierten nicht konsequent genug im Backchecking und so konnte Lilienthal einen erneuten Konter zum 5:2 vollenden. Kurz vor Ablauf des ersten Drittels verkürzten die Red Hocks auf 5:3. Marco Tobisch schloss von halbrechts ab und Daniel Szirbeck fälschte den Schuss unhaltbar ab. Damit ging es auch in die erste Drittelpause.

In dieser forderte Coach Christoph Huber seine Mannen auf, konsequenter in die Zweikämpfe zu gehen und das Verhalten in der Rückwärtsbewegung zu verbessern.

Das zweite Drittel begann wie das erste, Lilienthal presste sehr hoch und versuchte die Red Hocks dadurch zu Fehlern zu zwingen. Doch die Red Hocks setzten die Vorgaben ihres Trainers gut um und konnten sich immer wieder aus diesen Drucksituationen befreien. In der 28. Minute bediente Daniel Szirbeck seinen Stürmerkollegen Tobias Hutter frei im Slot und dieser schloss direkt ab. Der Ball wurde jedoch von einem gegnerischen Abwehrspieler geblockt. Der Schiedsrichter erkannte in dieser Situation jedoch ein Handspiel und somit bekamen die Red Hocks das zweite Powerplay an diesem Abend zugesprochen. Dies dauerte jedoch nicht lange, da Ricardo Wipfler bei der anschließenden Freischlagsituation schlitzohrig durch eine Lücke in der Mauer schoss und damit den Anschluss markierte. Ein Fehler im Kauferinger Spielaufbau lud die Gastgeber in der 29. Minute jedoch ein auf 6:4 zu stellen. Die Red Hocks zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und kamen in der Folge zu einigen guten Abschlüssen. Doch stets war spätestens am stark haltenden Lilienthaler Torhüter Endstation.

Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe der nächste Treffer fiel. Martin Klöck bediente mit einem langen Ball Dennis Häringer und dieser legte den Ball schön vorbei an Sebastian Spöhle. Mit diesem 5:6 ging es in die zweite Drittelpause.

Das letzte Drittel hätte besser nicht starten können. Marco Tobisch schickte seinen Teamkollegen Tobias Hutter die Bande entlang, dieser tankte sich auf der linken Seite durch und verwandelte den Ball im langen Eck zum viel umjubelten Ausgleich. Das Spiel ging nun hin und her und es gab zahlreiche Chancen auf beiden Seiten. David Winzinger hielt sein Team mit einigen starken Paraden im Spiel.

In der 50. Minute war aber auch er machtlos. Kaufering verlor einen Zweikampf hinter dem eigenen Tor, Lilienthal legte den Ball vor das Kauferinger Gehäuse, wo der freistehende Maximilian Spöhle nur noch einschieben musste. Und als in der 54. Minute auch noch das 8:6 für Lilienthal fiel, rückten die Playoffs für die Red Hocks in weite Ferne. Huber stellte daraufhin die Reihen um. Falkenberger, Tobisch, Wipfler, Häringer und Hutter sollten in einer gemeinsamen Reihe für die nötige Offensivpower sorgen. Dies zeigte auch Wirkung. 30 Sekunden nach dem Gegentreffer stellte abermals Ricardo Wipfler den alten Abstand wieder her. Kaufering drückte nun mit aller Macht auf den Ausgleich. Doch am Ende sollte es leider nicht mehr reichen für die Roten. Mit Tabellenplatz 8 ist das Ticket für die Playoffs dahin.

„Für uns ist es ziemlich bitter. Ich denke wir haben heute ein gutes Spiel gezeigt, konnten uns am Ende aber wieder mal nicht belohnen. Über die Saison hinweg haben wir sehr viele Spiele knapp verloren, da hat uns oft einfach das nötige Quäntchen Glück gefehlt. Wir sind alle sehr enttäuscht, dass die Saison jetzt schon zu Ende ist für uns“, so Ricardo Wipfler der dreifache Torschütze und Topscorer der aktuellen Saison der Red Hocks. Jetzt gelte es die Saison aufzuarbeiten. Die Fehler zu analysieren und im Sommer hart dafür zu arbeiten, um nächste Saison wieder in die Playoffs einzuziehen.

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