Endlich ganz vorne

Kauferinger U11-Floorballer holen den bayerischen Meistertitel

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Der Kauferinger Floorballer Leon Wagner auf dem Weg zum Tor. Die U11-Jungs der Red Hocks holen sich den bayerischen Meistertitel.

Kaufering/München – Einige lehrreiche Schlüsse für die nächsten Floorball-Jahre hat die U11 der Red Hocks Kaufering in dieser Saison ziehen dürfen: Was Trainingsfleiß bewirkt; wie schmal der Grad zwischen Lockherheit und Nervosität sein kann; und wie wichtig das gemeinsame Zusammenwirken im Team ist. Am Ende wurde so viel Entdeckertum mit dem bayerischen Meistertitel versüßt.

Besser hätte es kein Drehbuchautor hinbekommen: Beim allerletzten Spiel der Saison standen sie sich noch einmal gegenüber, die Red Hocks und der ESV Ingolstadt. Die Kauferinger gingen als Tabellenführer in die Partie, großer Favorit waren aber die Schanzer. Sie hatten mit ihrem Jahrgang 2007 dreimal hintereinander den Meistertitel in den verschiedenen Altersklassen errungen, hatten stets mit einer Spielanlage geglänzt, die als Vorbild für viele Floorball-Mannschaften dienen konnte. Den bisher redlich bemühten Red Hocks war bei den Siegerehrungen stets nur die Rolle des Gratulanten geblieben – und das Ziel, dem großen Dominator vielleicht doch eines Tages mehr als nur gefährlich werden zu können.

Nun war es also soweit: War das vorletzte Aufeinandertreffen mit 1:5 noch eine deutliche Angelegenheit gewesen, fiel das letzte Kräftemessen mit 1:2 schon wesentlich umkämpfter aus. Jetzt wollten die kleinen Lech-Floorballer endlich zum großen Sprung ansetzen. Die Nerven hielten, hochmotiviert und spielstark gingen die Red Hocks von Beginn an zu Werke. Als nach knapp drei Minuten der Führungstreffer gelang und zehn Minuten später der Vorsprung auf 3:0 angewachsen war, schlichen sich aber die ersten Nachlässigkeiten ein, die der Titelverteidiger direkt mit dem 3:1 bestrafte (14.). Doch Kaufering blieb cool, noch vor der Pause wurde die nächste Gelegenheit zum 4:1 genutzt.

„Dem gesamten Team war bewusst, dass Ingolstadt alles dran setzen wird, dieses Ergebnis zu drehen“, schildert Trainer Bernhard Wagner die Momente, bevor der entscheidende Durchgang anbrechen sollte. Die 90 Zuschauer in der Halle bekamen fortan ein noch schnelleres, kräftezehrenderes und härteres Spiel geboten. Und Kaufering hielt bravourös dagegen. „Auch in der zweiten Hälfte haben wir nur ein Gegentor zugelassen“, lobt Trainer Markus Heinzelmann. Nachdem Ingolstadt in der 25. Minute auf 4:2 verkürzte, fanden seine Schützlinge erneut die passende Reaktion: Ein clever zu Ende gespielter Konter von Kaufering zwei Minuten später markierte den Endstand zum 5:2. „Ein verdienter Sieg und der verdiente Meistertitel“, freut sich Wagner. Denn schon zuvor hatten die Red Hocks ihre Hausaufgaben mit einem 7:2 gegen Stern München erfolgreich gelöst. „Wir sind richtig stolz auf diese Spieler, die sich im Laufe der Saison stets gesteigert und mit diesem Spiel selbst belohnt haben“, findet Wagner.

Der neue bayerische Meister: Die U11 der Red Hocks

Nicht minder stolz sind die Trainer auf ihre zweite Mannschaft, die in zwei Spielen zum Saisonabschluss jeweils ungeschlagen blieb. Gegen die Wikinger München gelang es, einen schnellen 0:1-Rückstand in einen 4:2-Erfolg zu drehen. Ins Duell mit dem direkten Konkurrenten um den zweiten Platz, den SV Nordheim, starteten die Red Hocks überlegt. Mit dem 2:0 nach fünf Minuten schien das Spiel einen erfolgreichen Verlauf zu nehmen, doch die Schwaben glichen noch aus, 2:2.

Mit fünf Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen schließen die Kauferinger die Platzierungsrunde mit gutem Silber ab – auch das ein erfreuliches Ergebnis, findet Wagner. „Wir sind sehr glücklich über den Verlauf der Saison. Mit dem Jahrgang 2007 haben wir eine starke Truppe, die ab Sommer in der U13 erfolgreich Ihren Weg fortsetzen wird. Und die Jüngeren, die in der U11 bleiben, dürfen als Titelverteidiger in die neue Spielzeit gehen.“ 

Rasso Schorer

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