Man sieht sich immer zweimal

Red Hocks wollen am Samstag ersten Heimsieg der Saison holen

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Am Samstag wollen Marco Tobisch und seine Red Hocks ihrem Pokal-Ziel ein Stück näher kommen.

Kaufering -  Genau elf Monate nach der bitteren Pokalniederlage gegen den damaligen Zweitligisten SSF Bonn, welcher sich mit 7:6 nach Verlängerung in einem spannenden Pokalkrimi durchsetzte, wollen die Red Hocks Kaufering Revanche nehmen für diesen K.O im Achtelfinale der vergangenen Saison. Die Möglichkeit dazu haben sie am kommenden Samstag.

Auch bei den Dragons hat sich in den 336 Tagen nach diesem Pokalspiel einiges getan. Neben dem Abschied von ihrem letztjährigen Topscorer Jan Kolisko, jener Spieler, der an sechs der sieben Bonner Tore im Spiel gegen Kaufering beteiligt war, zog man nach dem Aufstieg ebenfalls beinahe die komplette letztjährige U17 hoch. “In Bezug auf den Altersdurchschnitt, verfügen beide Teams über eine ähnliche Struktur in ihren jeweiligen Kadern”, analysiert Spartenleiter Kevin Keß, der in der Saisonvorbereitung im Rahmen eines Schiedsrichterkurses die Möglichkeit hatte, die Dragons zu beobachten. “Ein paar alte Hasen gibt es noch, aber man merkt, dass auch in Bonn in nächster Zeit eine Wachablösung stattfinden wird”, so Keß weiter.

Die Dragons rangieren in der Liga mit fünf Punkten auf Platz 9 und zeigten mit überzeugenden Leistungen beispielsweise gegen Holzbüttgen, dass sie in der ersten Liga angekommen sind.

Einer der vorhin angesprochenen alten Hasen ist für die Red Hocks keinesfalls unbekannt. Der langjährige Jugendkapitän, zweimaliger Deutscher Meister, Vizepokalsieger und bis zu seinem Auslandsjahr Ersatzkapitän der Red Hocks Kaufering, Johannes Weh. Ihn zog es vor einigen Jahren durch sein Studium in die ehemalige Bundeshauptstadt. Im letzten Jahr war er neben dem oben genannten Jan Kolisko und Stürmer Florian Weißkirchen, mit seiner Ruhe und Spielübersicht, einer der Garanten für den Aufstieg der Dragons in die Bundesliga. “Ein weinendes und ein lachendes Auge müssen wir verdrücken. Einerseits ist es schön zu sehen wie sich Johannes als Spieler und Mensch entwickelt hat. Andererseits vermissen wir ihn natürlich sowohl als Spieler als auch als Menschen”, erzählt Wehs jahrelanger Mitspieler und Kapitän Marco Tobisch. “Nichtsdestotrotz haben wir das Zeug Bonn aus dem Pokal zu werfen und einen weiteren Schritt in Richtung Final 4 in Berlin zu machen”, zeigt sich Tobisch zuversichtlich.

Anders als die älteren Spieler haben die ehemaligen U17-Spieler sehr positive Erinnerungen an die Floorballer vom Rhein. Sowohl bei der Großfeld-DM als auch bei der Kleinfeld-DM stand man sich im Halbfinale gegenüber. Beide Spiele gewannen die Red Hocks deutlich mit 5:0 und 3:6. “Bei Bonn wird es wichtig sein die Führungsspieler aus dem Spiel zu nehmen und die eigenen Chancen gut auszunutzen! Außerdem müssen wir im Umschaltspiel sehr wachsam sein, da Bonn meistens sehr schnell und zielstrebig nach vorne spielt”, gibt sich Tobisch kämpferisch.

Jedoch plagen Markus Heinzelmann aktuell einige Personalsorgen. Neben Maxi Falkenberger, werden auch Christian Lindquvist und Moritz Leonhard nicht zur Verfügung stehen, da beide für die Red Hocks lediglich die Zweitlizenz besitzen und im Pokal für ihren Stammverein Stern München auflaufen werden. Weiterhin steht hinter den Einsätzen von Martin Rieß und Christian Brücklmayr ein Fragezeichen. Jedoch sollte der Kader der Red Hocks groß genug sein, um die Ausfälle kompensieren zu können.

Nach dem überzeugenden Spiel in Weißenfels gilt es nun ein Zeichen zu setzen und am  Samstag, 16. November, um 18 Uhr im Kauferinger Sportzentrum den ersten Heimsieg in dieser Saison einzufahren, um im Pokal in die nächste Runde einzuziehen.

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