Stark zurückgekämpft

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Lange lagen die Landsberger in München zurück. Zwei Sekunden vor Schluss landeten Michi Teichner (weiß, links) und Bastian Zinder (am Ball) die entscheidenden Treffer.

Landsberg – Na, geht doch: Hatten Landsbergs HSB-Basketballer zuletzt gegen Dachau den Sieg spät aus der Hand gegeben, machten sie es diesmal umgekehrt. Denn von Beginn an lief das Gese-Team bei der SB München einem Rückstand hinterher. Das letzte Viertel wurde zur Nervenprobe, erst zwei Sekunden vor Spielende brachten die Gäste den Sieg unter Dach und Fach.

Nach sechs Minuten im ersten Viertel hieß es bereits 14:3 für die SB München, Landsberg hatte sich einen Start zum Vergessen geleistet. Gut eingestellt von ihrem, am Lech wohlbekannten, Coach Sascha Kharchenkov glänzten die Gastgeber mit schnellen Kombinationen. Einzig HSB-Kapitän Michi Teichner und Jonas Fiebich punkteten im ersten Abschnitt. Ersterer sorgte mit einem Treffer in der Schlusssekunde dafür, dass der Durchgang nur 16:12 endete.

Den besseren Start in den zweiten Abschnitt verzeichneten wieder die Hausherren. Sie schraubten ihren Vorsprung rasch auf zwölf Punkte hoch, ehe Magnus Sauter auf 24:15 verkürzte. München wirkte in der Offense einfach cleverer, 28:15. Vier schnelle Zinder-Punkte ließen Landsbergs Rückstand schmelzen, doch dann der nächste Rückschlag: Marc Oliver Siegwardt musste verletzt aus dem Spiel. Vorab hatten schon Lorenz Schwinghammer und Chris Hoffmann verletzt beziehungsweise krank ihre Teilnahme absagen müssen. Doch die HSB war nun endgültig aufgewacht. Gegen Ende des zweiten Viertels gelang dem Team von Coach Roman Gese ein 8:0-Lauf. Niklas Brakel und erneut Sauter brachten ihre Farben auf drei Punkte heran. Dass der Pausenstand mit 32:26 immer noch recht deutlich ausfiel, lag am nächsten erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf Münchens. Insgesamt zwölfmal trafen die Hausherren an diesem Tag aus der Distanz.

HSB kämpft sich zurück

Ein bewährtes Rezept, mit 40:31 verschaffte München sich abermals kurz Luft. Doch die Gäste arbeiteten sich heran. Die am Brett starken Bastian Zinder und Lukas Dollinger sowie ein bärenstarker Teichner hauchten ihrer Mannschaft neuen Mut ein. Den Schlusspunkt im dritten Viertel setzte Lukas Klocker mit zwei Freiwürfen zum Stand von 51:48.

München hatte seine Sicherheit verloren und als die Gäste erstmals durch Zinder und Klocker in Führung gingen, war der verpatzte Start ausgebügelt. Sieben Führungswechsel im Schlussviertel ließen den Schlussspurt zur Nervenschlacht werden. Vor allem defensiv stand das Gese-Team nun sicher. Durch vier Punkte in Folge von Lukas Dollinger ging die Heimerer-Truppe mit 59:62 in Führung, ehe fünf Sekunden vor dem Ende ein Dreier der Münchner den Weg zum 62:62 durch die Reuse fand. Alles roch schon nach Verlängerung, als die Hausherren HSB-Kapitän Teichner zwei Sekunden vor dem Ende nur noch mit unfairen Mitteln zu stoppen wussten.

Spektakel zum Schluss

Die Foulgrenze war erreicht, Landsberg bekam zwei Freiwürfe zugesprochen. Der erste Versuch saß, 62:63. Der zweite landete am Ring, Zinder reagierte am schnellsten und markierte das 62:65. Eine Sekunde Spielzeit blieb noch auf der Uhr. München nahm seine Auszeit, um sich mit der letzten Aktion zumindest in die Verlängerung zu retten. Doch der Wurf ging daneben, Landsberg entführte die volle Punktzahl und behauptete den vierten Tabellenplatz.

Diesen gilt es, erst einmal auswärts weiter zu verteidigen: Am kommenden Samstag steht die Partie bei Slama Jama Gröbenzell an. Zuhause wird es für das Gese-Team erst am Samstag, 10. Dezember, wieder ernst. Dann ist ab 19.30 Uhr der direkte Verfolger, die zweite Garde der BG Leitershofen, zum letzten Heimspiel der Hinrunde zu Gast.

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