24 Stunden segeln

Regatta wird zum Traumtörn

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Bei idealen Bedingungen auf dem Ammersee erwies sich die 24-Stunden-Regatta als echter Traumtörn.

Landsberg/Dießen – Zu einem „wahren Traumtörn“ ist die diesjährige 24-Std-Regatta des Segelclubs Landsberg (SCLL) geraten. So zumindest beschrieb es der 1. Vorsitzende Bernd Müller-Hahl bei der Siegerehrung im Landsberger Sportzentrum. Die Nase hauchdünn vorne hatte am Ende Andi Weger.

Bei idealen Wind- und Wetterverhältnissen gerieten nicht nur die Aktiven ins Schwärmen. Auch die Segler aus den Reihen der Organisation und Wettfahrtleitung um Uli von Altenstadt konnten das Wochenende genießen. Ganz anders verlief da noch die letztjährige Regatta. Sie bestand in der ersten Hälfte der 24 Stunden aus einer großen Flaute und endete in danach in einer Sturmfront, die dann auch noch einiges „Holz“ verursachte. Aber genau das ist wiederum die besondere Herausforderung dieser Wettfahrt, die heuer zum 39. Mal durchgeführt wurde und inzwischen einmalig in Bayern ist.

So war es nicht verwunderlich, dass einige Segler, die nur für die erste Runde gemeldet hatten – diese fließt in die Wertung zur Ammersee-Yard-Stick-Meisterschaft ein – auf dem See blieben und weiter ihre Runden drehten bis es dunkel wurde. „Bei solch wunderbar konstanten Windverhältnissen kann man doch nicht einfach vom See runter“, schwärmte so mancher Segler bei seiner Rückkehr am Steg.

Kleine Pause

Die sportlich Ambitionierten konnten nun endlich aus dem Vollen schöpfen. Konstante drei bis vier Windstärken aus dem ersten Quadranten, der sich nur nachts eine kleine Pause gönnte, ohne zur Flaute zu werden, ließen nicht nur tolle Rundenzeiten erwarten, sondern auch eine sehr große zurückgelegte Strecke, die sich in einer hohen Anzahl gerundeter Bojen ausdrückt.

Dass bei den drei Erstplatzierten der Gesamtwertung, bei gleich hoher Anzahl von gerundeten Bojen, nämlich 42 Stück, nach 24 Stunden nur Minuten über den Sieg und die Platzierungen entschieden, zeugt von großer sportlicher Leistung. So reichten Andi Weger auf seiner Lotus 30 nur zwei Minuten Vorsprung, um sich auch dieses Jahr wieder den Gesamtsieg zu sichern. Der Zweitplatzierte Niki Marx von der Ammersee-Segelschule lag mit seiner Asso 99 wiederum nur eine Minute vor dem Dritten Werner Manhardt auf seiner Joker.

Unter großem Applaus wurden die Sieger der Gesamt- und der Yardstickwertung sowie die jeweiligen Gruppen- beziehungsweise Klassensieger aufgerufen. Während die Sieger der Gesamt- und der Yardstick-Wertung je einen repräsentativen Wanderpokal erhielten, bekam jeder Gruppen- beziehungsweise Klassensieger einen weiteren Preis. Zusätzlich erhielt jedes gestartete Boot einen Erinnerungspräsent. Darüber hinaus wurden dank der „treuen Sponsoren“ wertvolle Sachpreise verlost: Der 1. Preis war ein einwöchiger Chartertörn im Mittelmeer, der 2. Preis ein Fahrrad. Außerdem wurden unter anderem hochwertige Maschinen für Heimwerker, Segel­- bekleidung und Restaurant-Gutscheine verlost.

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