Ausrutscher bei der Triathlon-WM

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Nach dem Radsplit war der Ironman 2015 für Peter Stallknecht gelaufen – er musste aufgeben.

Landsberg – Solche Geschichten schreibt nur der Sport: Da bereitet sich ein Triathlet das ganze Jahr über akribisch auf das Saisonhighligt vor, dann bereitet ein kleiner Ausrutscher allen Hoffnung auf den WM-Titel ein jähes Ende. Der Landsberger Peter Stallknecht (70) musste beim Ironman Hawaii das Handtuch werfen. Eine Entscheidung für die Gesundheit.

Was war geschehen? Auch bei seiner sechsten Ironman-Teilnahme wollte Stallknecht nichts dem Zufall überlassen. Bis ins Detail ausgearbeitet die monatelange Vorbereitung, bereits Wochen vor dem Saisonhöhepunkt weilte er mit Ehefrau und „Managerin“ Christl erst in den Staaten, dann auf Hawaii selbst – letzte Trainingseinheiten und natürlich Akklimatisation. Eine Woche vor der WM dann dieses Missgeschick: Nach einer lockeren Schwimmeinlage läuft Stallknecht in Badeschlappen zurück ins Hotel, stolpert, stürzt und spürt einen heftigen Schmerz im Rücken. Zwei Wirbel haben sich aufeinandergeschoben. Der Physiotherapeut kann’s einigermaßen richten.

Dann der Ironman: Die 3,86 Kilometer im Pazifik absolviert Stallknecht in 1,23 Stunden, das passt. Beim Radfahren über 180 Kilometer nimmt das Unglück seinen Lauf: Erst ein technischer Defekt, der 20 Minuten kostet, dann die zunehmenden Rückenschmerzen. Nach siebeneinhalb Stunden ist Stallknecht wieder im Ziel und sagt schweren Herzens: „Nein, es macht keinen Sinn, meine Gesundheit geht vor“. Aus der Traum vom Titel.

Toni Schwaiger

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