Inklusive Bootstaufe

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Michael Waidhauser, 1. Vorsitzender des RCLK, empfing zur Jahrestagung der bayerischen Ruderer den Verbandspräsidenten Thomas Stamm und auch Bürgermeister Erich Püttner (von links) schaute im Ruderclub vorbei.

Kaufering – Hochkarätig besetzt war die Veranstaltung im Bootshaus des Ruder Club am Lech Kaufering (RCLK): Im Rahmen des Jubiläumsjahres 25 Jahre RCLK war der 49. Verbandstag des Bayerischen Ruderverbandes (BRV) nach Kaufering vergeben worden.

Zu ihrer jährlichen Sitzung trafen sich das Präsidium des BRV unter der Leitung des BRV-Präsidenten Thomas Stamm und über 50 Vereinsvorstände und Vereinsdelegierte in Kaufering. Mit dabei waren auch der 1. Vorsitzende des Deutschen Ruderverbandes, Siegfried Kaidl aus Schweinfurt und der Ehrenpräsident des BRV Prof. Klaus Ulbrich aus Krün. Michael Waidhauser begrüßte als 1. Vorsitzender des RCLK die zahlreich angereisten Ruderer aus ganz Bayern. Kurz führte er über die noch junge Geschichte des RLCK aus. 

Bürgermeister Erich Püttner stellte den Gästen den Markt Kaufering vor. Hierbei wies er auf die Bedeutung der Tätigkeiten der Vereine in einer so kleinen Gemeinde als wichtiges gesellschaftliches Thema hin. Thomas Stamm führte als Präsident durch die Veranstaltung und bat Siegfried Kaidl um Informationen aus dem Spitzenverband. Dieser erwähnte, dass bei der Neuordnung des Deutschen Sportabzeichens Rudern nicht mehr berücksichtigt worden ist.

Auch hat der DRV eine enge Finanzstruktur. Von der Politik werden Fördermittel nur auf Basis der errungenen Medaillenplätze auf internationalen Regatten zur Verfügung gestellt. BRV-Präsident Thomas Stamm beklagte, dass die Fördermittel in Bayern gekürzt würden und nur nach Medaillenrängen geschielt wird. In Bayern hat Rudern auch nicht den Stellenwert wir in nord- und östlichen Bundesländern. Etwa werden in Sachsen-Anhalt Trainer für die Betreuung von Junioren-B bereits vom Land finanziert. In Bayern gibt es kaum einen Ruderverein, der über hauptamtliche Trainer verfügt.

Der Landestrainer Markus Wöstermeyer zeigte die dünne Junioren-Landschaft in Bayern auf. Er beklagte die mangelnde Leistungsbereitschaft und die vielfältigen Ablenkungsmöglichkeiten. Auch monierte Stamm mangelnde grundsätzliche motorische Fähigkeiten vieler Jugendlicher. Wenn hier nicht die Breite gefördert wird, wird es auch keine Spitzenruderer in der Seniorenklasse geben. 

Zum Abschluss wurden zwei neue Boote des BRV getauft. Der Renn-Vierer mit Steuermann und der Renn-Doppelzweier werden Vereinen und Mannschaften zur Verfügung gestellt, welche ambitionierte, talentierte und erfolgversprechende junge Ruderer vorzeigen können. Michael Waid-hauser verwies in seinem Schlusswort auf die Welfenregatta in Kaufering Anfang Mai und die Festveranstaltung zum Jubiläum des RCLK am 8. Juni mit Jazz im Bootshaus.

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