Ein starkes Team

Jürgen Stolz ist Vizeweltmeister im Schlittenhunderennen

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Jürgen Stolz bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei.

Penzing – Jürgen Stolz hat schon etliche Wettkämpfe bestritten und ist dabei auch oft auf dem Treppchen gestanden. Aber der Erfolg gebührt nicht nur ihm allein. Immer an seiner Seite: Seine Huskys. Denn Stolz ist leidenschaftlicher Schlittenhunderennfahrer. Allein in diesem Jahr sind sie unter anderem Deutscher Meister geworden und haben sich den 2. Platz bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei geholt.

Der gebürtige Münchener ist eigentlich ein erfolgreicher Geschäftsmann. Aber in seiner Freizeit ist er am liebsten bei seinen Hunden. 23 an der Zahl. Darunter auch schon einige Rentner. Stolz fährt jetzt nämlich schon seit fast 20 Jahren Schlittenhunderennen. Dass ihm die Hunde am Herzen liegen, merkt man auch daran, dass er sie nicht einfach weggibt, sobald sie alt sind. „Wir haben noch nie einen Hund abgegeben. Alle Hunde sterben in meinen Armen.“

Obwohl der Penzinger die Arbeit mit den Tieren als Hobby sieht, investiert er viel Zeit. Trainiert wird viermal die Woche – immer um 6.30 Uhr. Zu Trainingsbeginn laufen die Hunde eine Strecke von vier Kilometern, aber jede Woche wird noch einer draufgelegt. Bis sie schließlich bei etwa 16 Kilometer angekommen sind. Dabei erreichen die Hunde eine Durchschnittsgeschwindigkeit um die 20 km/h.

Wie erfolgreich das Training ist, sieht man an der langen Liste von Erfolgen. 1999 fing alles mit dem 2. Platz in der Deutschen Meisterschaft B1 an. Seitdem hat er unter anderem Deutsche Meisterschafts-, Europa- und Weltmeistertitel abgestaubt. Zuletzt eben den 2. Platz bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei und den 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft 8 Hunde.

Aber Stolz investiert nicht nur Zeit in seine Vierbeiner, sondern auch viel Geld. Er züchtet seine Schlittenhunde nämlich selbst. Jedes Jahr gibt es ein bis zwei Würfe. Mindestens einen Hund behält er davon selbst, die anderen verkauft er – dabei achtet Stolz sehr genau darauf, dass die Tiere auch ein schönes Zuhause bekommen. Und denjenigen, die bei ihm bleiben, steht eine Karriere als waschechter Schlittenhund bevor. Im kommenden Jahr stehen auch wieder einige Wettkämpfe an. Ende Februar findet zum Beispiel die Schneeweltmeisterschaft in Haidmühle statt.

Stephanie Novy

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