4:5-Niederlage in der Verlängerung bringt Red Hocks einen Punkt ein

Kaufering wahrt Playoff-Chance

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Kaufering dominierte zwar das Spiel, musste aber einem Punkt hinterherlaufen.

Kaufering – Den Erwartungen der Fans entsprechend lieferten sich die Red Hocks Kaufering bis zum Schluss ein spannendes Duell mit den Devils aus Wernigerode. Am Ende reicht Kaufering die 4:5-Niederlage in der Verlängerung aber nur für einen Punkt.

Beide Mannschaften starteten selbstbewusst und motiviert in das Spiel und bewiesen ab der ersten Minute, dass sie in den vergangenen Partien viel Selbstbewusstsein getankt hatten.

Trotz der langen Anfahrt dominierten die Red Hocks zu Beginn des ersten Drittels, wodurch Kapitän Marco Tobisch in der fünften Spielminute das erste Tor des Spiels erzielen konnte. Kaufering dominierte auch weiterhin das Spiel bis in der 12. Minute eine unglückliche Strafe aufgrund eines Wechselfehlers gegen die Red Hocks gepfiffen wurde. Kurz vor Ablauf der Strafzeit verloren die Red Hocks bei einem Konter den Ball und Wernigerode nutze den Fehler aus und schloss den Gegenkonter mit dem 1:1-Ausgleich ab. Dies war auch der erste Pausenstand.

Die Red Hocks begannen mit viel Offensivkraft das zweite Drittel. Bereits in der 21. Minute konnte Ricardo Wipfler, durch Zuspiel von Maximilian Falkenberger die erneute Führung erzielen. Im weiteren Verlauf konnten sich die Kauferinger immer wieder Chancen erarbeiten. In der 26. Minute wussten sich die Devils nicht mehr anders zu helfen und zogen die Notbremse durch ein Foulspiel. Den Schiedsrichter blieb keine Wahl: Penalty. Selbstsicher wurde dieser von Ricardo Wipfler ausgeführt, der mit seinem zweiten Tor die Führung auf 3:1 ausbaute. Wernigerode stand anschließend in der Defensive aggressiver und störte gezielt den Spielaufbau der Red Hocks. Dies führte zwar zu guten Torchancen auf beiden Seiten, doch nur die Harzer konnten eine dieser Chancen zum Anschlusstreffer verwerten. Mit einer Führung von 3:2 ging Kaufering in die zweite Drittelpause.

Im letzten Drittel taten sich die Red Hocks schwerer, sich aus dem Pressing der Gastgeber zu befreien. Doch der stark aufgelegte David Winzinger im Tor der Red Hocks hielt seine Mannschaft im Spiel. Das Geschehen wurde zunehmend härter und so erhielten beide Mannschaften in der 46. Minute eine Strafe wegen überhartem Körpereinsatz. Das Unterzahlspiel beider Mannschaften verlief mehr zu Gunsten der Gastgeber, welche kurz vor Ablauf der beiden Strafen den 3:3-Ausgleich erzielen konnte. Die Partie spitzte sich weiter zu und Kaufering erhielt in der 49. Minute erneut eine Zeitstrafe. Dieses Mal durfte Johannes Eckebrecht, wegen Stockschlags, auf der Strafbank Platz nehmen.Doch die Unterzahlformation der Red Hocks hielt stand und man konnte die Strafe ohne Gegentor überstehen. Es dauerte bis zur 59. Spielminute, ehe der nächste Treffer für die Teufel aus Wernigerode fiel. Aus einem unüberschaubaren Getümmel vor dem Tor der Red Hocks kam ein Spieler der Heimmannschaft an den Ball und bugsierte das Spielgerät unhaltbar ins Tor von Winzinger. Der Kauferinger Trainer Markus Heinzelmann musste daraufhin sofort seine Auszeit nehmen. Ohne Punkte nach Hause zu fahren wäre im Hinblick auf die Playoffs fatal gewesen, weshalb der Ausgleich noch in den Schlusssekunden erzielt werden musste. Der Wille und die Möglichkeit waren gegeben und so traf Maximilian Falkenberger, auf Zuspiel von Tobias Hutter, nur 13 Sekunden nach dem Gegentor zum erneuten Ausgleich. In der verbleibenden Minute kamen die Red Hocks zwar noch einige Male gefährlich zum Abschluss, doch der Lucky Punch blieb aus und so ging es in die Verlängerung.

Mit dem Willen den Extrapunkt mit nach Hause zu nehmen starteten beide Mannschaften in die Overtime. Kauferinger begann erneut dominant, wie zu Beginn der ersten beiden Drittel und spielte sich in der Hälfte der Harzer fest. Doch einem Wernigeroder Stürmer gelang es, einen Schuss zu blocken und den daraus resultierenden Konter zum 5:4-Endstand zu verwerten.

Da die Red Hocks zumindest einen Punkt aus dem Harz entführen konnten und Hamburg in Bonn verloren hatte, ist die Chance auf eine Playoff-Teilnahme weiterhin vorhanden. Dazu muss Kaufering die verbleibenden beiden Bundesligaspiele gegen Bonn, im heimischen Sportzentrum, am kommenden Samstag und eine Woche später in Hamburg bei den Piranhas zweimal gewinnen.

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