Im Viertelfinale ist Schluss

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Aus der Traum vom Halbfinaleinzug: Gegen die Red Devils Wernigerode mussten sich die Kauferinger Red Hocks bereits am Samstag mit 9:3 geschlagen geben.

Kaufering – Am vergangenen Wochenende haben die Red Hocks Kaufering ihre Playoff-Saison abgeschlossen. Bei den Red Devils Wernigerode wären zwei Siege nötig gewesen, um den Halbfinaleinzug noch zu realisieren. Bereits am Samstag war dieser Traum allerdings schon zu Ende, Wernigerode siegte deutlich mit 9:3.

Dabei war der Beginn sehr vielversprechend für die Kauferinger. Nachdem man den favorisierten Harzern in den letzten 40 Minuten des Heimspiels schon gut Paroli bot, konnte die dezimierte Mannschaft von Trainer Rasso Schorer nahtlos an diese Leistung anknüpfen. Obwohl einige Leistungsträger wie Kapitän Maxi Falkenberger, Andreas Finkenzeller, Christian Göth oder Torhüter Tobias Dahme fehlten, kamen die Red Hocks vom Anpfiff weg zu einigen guten Abschlüssen und hielten hinten dicht.

In der 3. Minute klingelte es dann erstmals im Kasten der Gastgeber. Als Verteidiger Marco Tobisch aus der Distanz abzog, wurde sein Schuss von Dennis Häringer sehenswert zum 0:1 abgefälscht. Wernigerode wirkte etwas schläfrig und wurde schnell zum zweiten Mal bestraft. Tobias Hutter wurde hinter dem gegnerischen Tor kaum attackiert, sah die Lücke und erhöhte per Bauerntrick auf 0:2. Im Anschluss hätten die Gäste ihre Führung weiter ausbauen sollen, verpassten es aber mehrfach.

Im Gegenzug ließ man sich immer wieder vom Gegner provozieren. Als Nationalspieler Ramon Ibold und Julian Rüger aneinander gerieten, setzten die Schiedsrichter lediglich den Kauferinger auf die Strafbank, wodurch das starke Powerplay der Devils auf 1:2 verkürzen konnte. Kurz vor Drittelende gab es eine ähnliche Szene, diesmal zwischen Ibold und Dennis Häringer. Wieder wurde nur gegen die Red Hocks eine Strafe ausgesprochen. Zwar wurde das Powerplay diesmal von der Drittelpause unterbrochen, direkt nach Wiederanpfiff glich die Überzahl der Gastgeber aber zum 2:2 aus.

Zwar blieb Kaufering weiter am Drücker, Wernigerode präsentierte sich aber inzwischen wacher, sodass die Zuschauer eine ausgeglichene Partie auf gutem Niveau sahen. Auch die nächste Torszene gehörte dann dem Favoriten, als der Finnenexpress der Red Devils einen Pass im Aufbauspiel abfing und den darauffolgenden Konter sauber zum 3:2 zu Ende spielte. Kurz darauf gab es wieder eine Strafe für die Bayern. Nach einem eigentlich sauberen Zweikampf musste erneut Julian Rüger auf die Strafbank, wieder war das Powerplay effektiv und netzte ein. Bis dato hatten die Red Hocks ein starkes Spiel abgeliefert.

Einzig ein erneut gut aufgelegter Wernigeroder Torhüter und das hundertprozentig effektive gegnerische Powerplay führten zu einem 4:2-Rückstand nach 40 Minuten. Höchst motiviert ging es deshalb ins Schlussdrittel, wo die junge Kauferinger Mannschaft jedoch an Cleverness vermissen ließ. Zwei Mal spekulierte man darauf, den Ball in der gegnerischen Hälfte zu erkämpfen, ließ sich allerdings auskontern und lag so nach 42 Minuten schon 6:2 zurück – rückblickend der Knackpunkt in der Partie. Die Roten verloren nun zusehends den Faden und kassierten noch das 7:2, ehe Johannes Weh mit seinem Distanzschuss zum 7:3 nochmal Hoffnung aufkeimen ließ.

Bei einem Überzahlspiel in der 51. Minute zog Trainer Schorer dann schon früh die Option, den gut aufgelegten Torhüter Heidu durch einen weiteren Feldspieler zu ersetzen. Auch das 6-gegen-4-Spiel fruchtete aber nicht. Nachdem der Ball wieder nicht im Wernigeroder Tornetz zappeln wollte, landete ein Querpass bei Jungnationalspieler Einecke, der per Volley aus der eigenen Hälfte ins leere Kauferinger Tor traf. Den Schlusspunkt stellte das 9:3 dar.

„Ob wir hier 4:3 oder 9:3 verlieren, ist eigentlich egal. Wenn du aber gegen einen guten Gegner 40 Minuten mindestens ebenbürtig bist, tut ein 9:3 schon weh. Letztendlich haben der starke finnische Torhüter und das Powerplay die Serie entschieden, insgesamt haben wir uns aber ordentlich verkauft“, resümierte Marco Tobisch nach dem Spiel. In die Sommerpause gehen die Red Hocks aber noch nicht.

In vier Wochen steigt im sächsischen Döbeln noch das Highlight der nationalen Floorball­szene, das Final4. Unter den letzten vier im Pokal verbliebenen Mannschaften sind auch die Kauferinger noch dabei. Im Halbfinale treffen sie dann erneut auf die Red Devils Wernigerode und können sich für das Viertelfinal-Aus revanchieren.

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