Die Finnen entzaubert:

Die Red Hocks Kaufering wieder auf Playoff-Kurs

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Und wieder zappelt der Ball im Wernigeroder Netz: Für die Red Hocks Kaufering (rot) hat einmal mehr Spielertrainer Tobias Hutter (2. v. rechts) das Tor erzielt.

Kaufering – Nach einem etwas verpatzten Saisonstart dürfen die Bundesliga-Floorballer der Red Hocks Kaufering zum Jahreswechsel nun doch noch ein zufriedenes Resümee ziehen. „Wir liegen im Soll“, kommentierte Spielertrainer Tobias Hutter, nachdem sein Team das Heimspiel gegen die Red Devils Wernigerode überraschend mit 11:8 gewonnen hatte. Obwohl Hutter selbst an sechs Toren beteiligt gewesen war, sicherte sich die Best-Player-Trophäe dennoch ein anderer Kauferinger.

Für das Tor des Tages hatte nämlich Ricardo Wipfler gesorgt: Einen langen Pass hatte der 17-Jährige zwar verarbeitet, danach war er allerdings weggerutscht. Seinen irritierten Gegenspieler umkurvte Wipfler deshalb im Fallen, täuschte einen Schuss an und vernaschte so auch Wernigerodes Torhüter Chris Ecklebe. Als dieser bereits aus seinem Tor herausgerutscht kam, lupfte der U19-Nationalspieler sehenswert über den Fuß des Schlussmannes und klopfte den Plastikball locker zum 10:7 ins Tor – zweieinhalb Minuten vor Ende die Entscheidung.

Dabei war es bis dahin nicht nur lange Zeit eng, anfangs hatte sogar eine deutliche Pleite gedroht. Wernigerodes frühe Führung nach etwa einer Minute hatte Dennis Häringer noch mit einem Alleingang, abgeschlossen mit der Rückhand, beantwortet. Dann aber zogen die Red Devils, die im ersten Drittel klar spielbestimmend waren, auf 1:3 davon (9.). Etwas schmeichelhaft war kurz darauf bereits ein Drehschuss von Tobias Hutter, der im langen Eck einschlug. Gleiches galt für einen ebenso haltbaren aber verdeckten Schlenzer, den Marco Tobisch auf Höhe der Mittellinie losgelassen hatte, aber der dennoch seinen Weg zum 3:3 ins Tor fand.

Beflügelt durch diese Treffer, hielten die Red Hocks ab dem zweiten Drittel in den Zwei­kämpfen besser dagegen und erspielten sich immer mehr Chancen. Als gerade die Power­play-Uhr abgelaufen war, setzte Kapitän Maxi Falkenberger einen Schlagschuss ins lange Eck, wurde aber in der Folge von den starken Finnen der Red Devils gekontert, die für ihre Farben wiederum auf 4:5 vorlegten. Mit 6:6 ging es schließlich ins Schlussdrittel, nachdem Hutter zwei weitere Treffer erzielt hatte.

In den letzten 20 Minuten hatten die Kauferinger das Glück auf ihrer Seite, denn während David Winziger ein ums andere Mal parierte, traf Tobias Hutter mit seinem vierten Tor an diesem Abend zum 7:6. Als kurz danach wieder ein Wernigeroder auf der Strafbank Platz nahm, legte Marco Tobisch in Überzahl das 8:6 (50.) nach. Zwar verkürzte Miro Kortelainen (51.) noch einmal, aber spätestens der Doppelschlag von Ricardo Wipfler (51./53.), darunter der sehenswerteste Treffer des Abends, brachte den vermeintlichen Underdog auf die Siegerstraße. Die Gäste aus dem Harz nahmen Ecklebe zwar noch zugunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Tor, doch im Vergleich zu vorangegangenen Spielen hielt die Kauferinger Abwehr diesmal dicht. Vielmehr ließ Dominik Stork die 371 Zuschauer ein letztes Mal jubeln, Endstand war schließlich 11:8.

Damit schießen sich die Red Hocks pünktlich zum Jahreswechsel erstmals in dieser Saison auf Playoff-Platz 6. Schon am kommenden Samstag, 5. Januar, geht es auswärts gegen den Fünftplatzierten, BAT Berlin, mit dem man bei einem Kauferinger Sieg Tabellenrang tauschen würde.

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