In der Bundesliga doppelt gefordert

Fokus auf Tag 2

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Das nächste richtungsweisende Spiel schon im Blick: Red Hocks-­Torhüter Kornelius Schmid.

Kaufering – Der Jahresstart ist mit dem Sieg gegen den ETV Hamburg zuletzt geglückt. Am kommenden Wochenende wollen die Kauferinger Bundesligafloorballer beim Doppelspieltag mit zumindest einem Sieg nachlegen. Bei Rekordmeister UHC Weißenfels und Kellerteam Floor Fighters Chemnitz stehen den Red Hocks zwei schwere Aufgaben bevor.

Nie mehr als drei Tore geschossen – immer zweistellig verloren: Die Bilanz der Kauferinger in den regulären Saisonspielen in Weißenfels verheißen nichts Gutes für den anstehenden Gastauftritt beim Rekordmeister. Zu dominant treten die Sachsen-Anhaltiner in eigener Halle auf, und spielen auch in dieser Spielzeit ihre Gegner bisweilen an die Wand. Das Hinspiel im Kauferinger Sportzen­trum macht dagegen Mut: Dort hielt der bayerische Defensivverbund die gefährlichen UHC-Angreifer über viele Phasen des Spiels gut in Schach und erzielte sogar vier Tore – bei allerdings zehn Gegentoren. Mit dieser Statistik stehen die Red Hocks aber keineswegs allein auf weiter Flur, denn erst drei Mal blieb Weißenfels unter zehn erzielten Toren. Sich einen besonders gefährlichen Angreifer herauszupicken, ist in dieser Partie für die Mannschaft um Kapitän Maxi Falkenberger hinfällig. Zwar ist der Finne Anssi Soini mit 49 Punkten der mit Abstand beste Scorer der Bundesliga, seine Kollegen sind jedoch kaum weniger gefährlich.

Spielertrainer Daniel Szirbeck fordert deshalb vor allem Konzentration von seinen Mitstreitern, um den Schaden möglichst gering zu halten. Da Punkte gegen den sicher stärksten Gegner der Liga ohnehin nicht eingeplant sind, sollen in dieser Partie auch Spieler zum Einsatz kommen, die bis dato wenig Bundesligaluft schnuppern durften. „Natürlich geben wir das Spiel nicht von Beginn an verloren. Aber wir müssen realistisch sehen, dass unsere Chancen auf einen Punktgewinn in Weißenfels gering sind und am nächsten Tag ein schweres Sechs-Punkte-Spiel ansteht“, blickt der 25-jährige Angreifer voraus.

Nach einer Übernachtung in den neuen Bundesländern steht den Red Hocks am Sonntag ab 16 Uhr direkt das nächste Gastspiel ins Haus. In der Chemnitzer Schlossteichhalle warten die Floor Fighters, die sich „schon traditionell als sehr hartnäckiger und unbequemer Gegner erweisen“, weiß Angreifer Tobias Hutter aus zahlreichen Duellen. Auch wenn die Red Hocks in den vergangenen Jahren mehr Partien für sich entscheiden konnten, ging es doch meist bis in die Schlussminuten eng zu. Im Hinspiel sogar so knapp, dass das Spiel in der Verlängerung entschieden werden musste. Diesmal wollen die Red Hocks ihrem Kontrahenten keinen Punkt überlassen.

Angeschlagener Gegner

Der Zähler, den die ambitioniert in die Saison gestarteten Chemnitzer aus Kaufering entführten, war bis heute einer der letzten. Mit nur sechs Punkten und dem vorletzten Platz liegen die Karl-Marx-Städter weit hinter den eigenen Zielen zurück und sind bereits zum Siegen gezwungen, soll der Schritt in die Playoffs noch gelingen. Eine Stolperfalle für die Red Hocks?

Will die Mannschaft vom Lech die Aufgabe ähnlich souverän lösen wie im Heimspiel gegen Hamburg, führt der Weg bei den Floor Fighters wohl ausschließlich über die Verteidigung der beiden Topspieler: Finnland-Import Teemu Manninen und Nationalspieler Erik Schuschwary, die schon so manchem Gegner Probleme bereitet haben sollten besonders viel Zuwendung der Kauferinger Verteidiger erfahren.

Bis auf wenige Ausnahmen dürften die Red Hocks mit voller Kapelle zum Auswärtswochenende aufbrechen. Während die Roten ihren Stammspielern gegen Weißenfels wohl durchaus die ein oder andere Verschnaufpause gönnen könnten, hat Chemnitz am Samstag ebenfalls schon ein schweres Spiel gegen einen direkten Konkurrenten: den ETV Hamburg. Ein gutes Omen für den nächsten Dreier? Daniel Szirbeck blickt zuversichtlich auf die Aufgabe: „Wir wollen in Chemnitz definitiv gewinnen."

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