Knapp für die Red Hocks

Arbeitssieg in der Hansestadt

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In Hamburg zu Gast gaben die Kauferinger Red Hocks (auswärts im weißen Trikot) alles – nur knapp gewannen sie allerdings diese Bundesliga-Partie mit 3:2.

Kaufering – Die Floorballer der Red Hocks Kaufering sind von einem erfolgreichen Bundesligawochenende aus Hamburg zurückgekehrt. Der Höhepunkt dabei war ein unerwartet knapper 3:2-Sieg gegen die ETV Piranhhas am Samstagabend.

Bereits am Freitag reisten die Red Hocks mit knapp 90 Fans im Gepäck in die Hansestadt, wo am Freitag und Samstag noch gemeinsam die Stadt besichtigt wurde. Am Abend ging es in der Sporthalle Hoheluft dann um wichtige Punkte. Von Beginn an war zu spüren, dass die Red Hocks ihre Fans für die lange Fahrt belohnen wollten.

Während Kaufering jedoch nach schnellen Ballstaffetten an Torhüter Druminski scheiterte, gingen die Piranhhas mit der ersten Chance nach einer einfachen Freischlagvariante durch Koschwitz (5.) in Führung. Die Gäste, davon unbeeindruckt, spielten weiter munter nach vorne und erarbeiteten sich Torabschluss um Torabschluss aber der Ball wollte nicht über die Linie. Symptomatisch dafür war ein Schuss von Tino von Pritzbuer, der zunächst die Unterkante der Latte touchierte, anschließend an den Innenpfosten klatschte, allerdings nicht den Weg ins Tor fand.

Anschluss im Powerplay

Auf der anderen Seite leitete ein langgespielter Ball des Hamburgers Neumann und ein individueller Fehler das 2:0 für die Hausherren ein. Erst ein Powerplay brachte in der Folge den Anschlusstreffer für die Bayern. Neun Sekunden vor Drittelende musste ein Hamburger wegen Stockschlags vom Feld. Kurz darauf wechselte Tim Hoidis mit einem Freischlag die Seite, wo Marco Tobisch drei Sekunden vor der Schlusssirene zum 2:1 ins Kreuzeck traf.

Im zweiten Drittel begann die Heimmannschaft ein wenig stärker als im ersten, doch ein Schuss von Tino von Pritzbuer, bei dem Tim Hoidis energisch nachsetzte, besorgte in der 26. Minute den verdienten Ausgleich für die Red Hocks und läutete einen Sturmlauf der Gäste ein. Diese zeigten ein ansprechendes Offensivspiel und ließen hinten nur wenig zu. Allein im zweiten Drittel resultierte ein Chancenverhältnis von 4:30, das eine Sprache für sich spricht. Allerdings mussten sich die Roten ankreiden lassen, dass es zu diesem Zeitpunkt „nur“ 2:2 stand.

In den Schlussabschnitt starteten die Red Hocks ähnlich druckvoll wie schon zuvor ins zweite Drittel. Nach wenigen Minuten konnte Torhüter Druminski einen Schuss von Tobias Hutter parieren, im Nachsetzen umkurvte Tim Hoidis zwei Gegenspieler und netzte zur erstmaligen Führung für die Kauferinger ein. In den Folgeminuten blieben die Red Hocks weiter am Drücker, wurden nach vorne jedoch ungefährlicher und konnten kaum noch für Akzente sorgen. 

Auf der anderen Seite stand die Defensive um Torhüter Tobias Dahme sicher und so schien der Sieg nicht gefährdet. Erst in den letzten Minuten ließ sich die junge Kauferinger Mannschaft vom knappen Spielstand etwas nervös machen, die Struktur ging zusehends verloren und das Geschehen verflachte merklich. Am Ende konnte der knappe Vorsprung jedoch über die Zeit gerettet werden.

Highlight auf Föhr

Die Playoffs sind seit der vergangenen Woche sicher, der angepeilte 3. Platz wurde weiter gefestigt. Inzwischen hat die Mannschaft von Trainergespann Christoph Huber und Rasso Schorer fünf Punkte Vorsprung auf Rang 4 bei noch zwei verbleibenden Partien. Bevor das Gastspiel beim Tabellenschlusslicht Döbeln steigt, ruht das Ligageschehen jedoch am kommenden Wochenende und ein vorläufiges Saisonhiglight rückt in den Fokus: Das Final4, die Halbfinals und Finals der deutschen Herren- und Damenpokalwettbewerbe, finden in diesem Jahr auf der Insel Föhr statt.

Erstmals haben sich auch die Red Hocks qualifiziert, im Halbfinale wartet allerdings mit Rekordmeister UHC Weißenfels der aktuell größtmögliche Brocken. Im anderen Halbfinale stehen sich Zweitligist Dragons Bonn und die Red Devils Wernigerode gegenüber.

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