Playoffs rücken in weite Ferne

Kauferinger Red Hocks unterliegen Piranhhas Hamburg mit 5:10

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Mit Selbstbewusstsein gingen die Kauferinger Red Hocks in das Spiel gegen Hamburg – und verschliefen dann den Start. Dafür ernteten sie eine 5:10-Niederlage.

Kaufering – Man hatte sich viel vorgenommen im Kauferinger Lager, nach den zuletzt guten Leistungen gegen Weißenfels und Leipzig. Doch zum einen verschlief man den Start gegen die Piranhhas Hamburg komplett und so es stand nach vier Minuten 0:3 für die Hanseaten. Zum anderen waren die Gäste kaltschnäuziger als die Red Hocks und zeigten sich äußerst effektiv vor dem Tor.

Die Kauferinger gewannen das Eröffnungsbully und waren zunächst um Spielkontrolle bemüht. In den ersten beiden Spielminuten lief der Ball ausschließlich in den Reihen der Red Hocks. Doch kaum kamen die Gäste an den Ball, stand es auch schon 0:1. Und es kam noch schlimmer, innerhalb von 90 Sekunden stellten die Gäste auf 0:3. Drei Schüsse und drei Tore, daraufhin reagierte das Trainergespann der Kauferinger und wechselte den Torhüter. Für Dominik Bürger war nun David Winzinger im Spiel. „Dies hatte nichts mit der Leistung von Dominik zu tun, er war an allen Gegentoren machtlos, doch wir mussten ein Zeichen setzen, nachdem wir den Start in die Partie völlig verschlafen haben“, so Marco Keß. Und tatsächlich schien dies zu helfen. Man fand nun besser in die Partie und konnte in der 7. Minute den Anschlusstreffer zum 1:3 erzielen. Kevin Keß bediente seinen Bruder Marco Keß vor dem gegnerischen Tor und dieser musste nur noch einschieben. In der 13. Minute musste Dominik Stork auf die Strafbank. Die Unterzahlformation der Red Hocks stand zunächst sehr gut. Doch ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung ermöglichte den Nordlichtern auf 1:4 zu erhöhen. Damit ging es auch in die Drittelpause.

In das zweite Drittel starteten die Red Hocks couragiert und verkürzten in Überzahl durch Ricardo Wipfler auf 2:4. Doch Hamburg hatte wie so oft an diesem Tag die passende Antwort parat und stellte drei Minuten später den alten Abstand wieder her. Kurz darauf musste Tobias Hutter auf die Strafbank. Maxi Falkenberger eroberte in Unterzahl den Ball und stocherte die Kugel zum 3:5 über die Linie. Und spätestens mit dem 4:5 in der 34. Spielminute, erneut durch Marco Keß, schien die Partie nun komplett zu kippen. Doch zu früh gefreut: Mitten in der Drangphase der Red Hocks vollendeten die Hanseaten einen Konter und konnten auf 4:6 erhöhen. Mit diesem Zwischenstand ging es in die zweite Pause.

Die Red Hocks drückten von Beginn des letzten Drittels auf den Anschlusstreffer, doch man scheiterte wie auch schon in den ersten beiden Dritteln immer wieder am stark haltenden Gästetorhüter. Ein Doppelschlag in der 45. Minute durch die Gäste, ließ die Siegchancen für die Red Hocks in weite Ferne rücken. Und spätestens mit dem 4:9 in der 47. Spielminute war die Partie entschieden. Zwar konnte man im Powerplay in Person durch Dennis Häringer noch auf 5:9 verkürzen, doch auch auf dieses Tor ließ die Antwort der Piranhhas nicht lange auf sich warten. Nur eine Zeigerumdrehung später war der alte Abstand wieder hergestellt. 5:10 lautete schließlich das Endresultat.

„Wir haben heute zwei Gesichter gezeigt. Im ersten Drittel haben wir fast gar nicht stattgefunden. Im zweiten und dritten Drittel haben wir unsere Sache ganz ordentlich gemacht“, so das Fazit von Doppeltorschütze Marco Keß. Dabei hätten sie aber ihre Chancen nicht konsequent ausgenutzt. Ganz im Gegensatz zu Hamburg. „Ich glaube sie hatten heute eine Abschlussquote von fast 50 Prozent. Sie wollten den Sieg einfach mehr als wir. Speziell unser Verhalten im Backchecking müssen wir in der nächsten Woche verbessern, da waren wir heute zu anfällig“, folgert Keß.

Das nächste Heimspiel findet am kommenden Samstag um 18 Uhr im Sportzentrum statt. Zu Gast ist dann Blau Weiß Schenefeld.

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