Floorballer holen 1:4-Rückstand auf und Siegen – Finale um die Playoffs im Norden

Kauferinger Playoff-Kampf kurz vor dem Ende

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Dank des 5:4-Sieges gegen Bonn lebt der Playoff-Traum der Red Hocks weiter.

Kaufering – Dank des 5:4-Sieges gegen Bonn haben die Red Hocks Kaufering immer noch eine Chance auf die Playoffs. Den Floorballern gelang es, die verletzungs- und arbeitsbedingten Absagen für die Partie mit den eigenen Jugendspielern zu kompensieren. Jetzt fällt die Entscheidung um die Playoffs am kommenden Samstag in Hamburg.

Die Vorzeichen vor dieser enorm wichtigen Partie gegen die Dragons Bonn waren alles andere als gut. Einige Spieler konnten aufgrund von Krankheit oder der Arbeit nicht trainieren. Sogar am Samstag war auf der Spielerbank der Red Hocks viel Platz. Lediglich zwölf Feldspieler konnte man aufbieten. Die Red Hocks mussten auf einige Leistungsträger verzichten. Darunter: Kapitän Marco Tobisch, Verteidiger Johannes Eckebrecht und Angreifer Dennis Häringer. Vor allem in der Verteidigung hatte man einige Personalsorgen. Der erfahrendste Verteidiger an diesem Abend war der erst 19-Jährige Moritz Billes. So kam Raphael Heinzelmann zum Einsatz, der noch in der U17 der Kauferinger spielt und in der Verteidigung die Rolle von Marco Tobisch einnehmen sollte. Mit Erfolg: Er zeigte eine fehlerfreie Leistung und belohnte sich am Ende des Tages mit einer Torvorlage.

Zu Beginn der Partie bemühten sich beide Mannschaften, keinen Fehler in der Defensive zu machen. Es gab zwar reichlich Chancen auf beiden Seiten, das 1:0 zu erzielen, doch es stand stets ein blockender Verteidiger in der Schussbahn. Doch ein Fehlpass im Kauferinger Spielaufbau wurde von Kai Willems sofort bestraft. Er verwandelte einen hohen Pass von Florian Weißkirchen sensationell mit einem Rückhandvolley zum 1:0 für die Gäste. In der 13. Minute erhöhte Bonn mit einem Penalty, verwandelt von Weißkirchen auf 2:0. Kurz vor Ende der Drittelpause klappte es dann auch bei den Kauferingern. Zunächst entschärfte der stark aufgelegte Gästetorhüter noch eine Großchance von Tobias Hutter, doch nur wenige Augenblicke später machte es der Red Hocks Angreifer besser. Auf Zuspiel von Falkenberger traf der Angreifer noch vor der Pause mit einem Volleyschuss und verkürzte auf 1:2.

Das zweite Drittel begann mit einem schnellen Tor für Bonn. Niklas Meridian erhöhte auf 1:3 für die SSF Dragons. In der Folge spielten die Red Hocks zwar mutiger, zielstrebiger und schneller nach vorn. Doch der Bonner Torhüter hielt die Führung mit einigen Paraden fest. In der 32. Minute versenkte dann Florian Weißkirchen aus halbrechter Position den Ball im Kreuzeck zum 4:1 für Bonn. Trainer Markus Heinzelmann war nun gezwungen, einige Veränderungen an den Reihen und dem eigenen Spielsystem vorzunehmen. Und diese zeigten eine positive Wirkung. Kurz vor Ablauf des zweiten Drittels gelang Lukas Wexenberger nach einem schönen Querpass von Ersatzkapitän Ricardo Wipfler der 2:4-Pausenstand.

Im letzten Spielabschnitt versuchten die Kauferinger den Spielaufbau der Gäste früher zu stören. So belohnten sich die Red Hocks mit einigen Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte. Zunächst scheiterte Angreifer Martin Rieß noch am Bonner Goalie, doch Stürmerkollege Marco Keß machte es in der 42. Minute besser und vollstreckte zum 3:4. Nur drei Minuten nach dem Anschlusstreffer sah der U17-Spieler Raphael Heinzelmann den freistehenden Tobias Hutter, der den Ball mit einem Direktschuss zum viel umjubelten Ausgleich hämmerte. Erst in den Schlussminuten nahm die Partie noch mal an Fahrt auf. Denn nur ein paar Sekunden vor dem Ende der Partie fiel der entscheidende Treffer für Kaufering. Maximilian Falkenberger scheiterte zuerst mit seinem Alleingang, ehe Tobias Hutter den Nachschuss über die Torlinie der Bonner zum 5:4-Endstand arbeitete. Damit hielt die Kauferinger Siegesserie vor eigenem Publikum.

„Wir haben heute wirklich Charakter gezeigt. Selbst nach dem 1:4 haben wir immer an uns geglaubt und weitergekämpft und das, obwohl wir mit einem sehr dezimierten Kader antreten mussten“, resümierte Heinzelmann nach der Partie.

Am kommenden Samstag kommt es in der Hansestadt zum Showdown um die Playoffs. Bei einem Red-Hocks-Sieg in Hamburg und wenn die Dragons aus ihren verbleibenden beiden Partien gegen Leipzig und Holzbüttgen (Nachholspiel) nicht die sechs Punkte holt, spielen die Red Hocks in den Playoffs.

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