Wieder auf Playoff-Kurs:

Der Knoten ist geplatzt

+
Nach sieben Niederlagen in Folge ist bei den Kauferinger Red Hocks wieder Licht am Horizont: Mit einem 10:6-Heimsieg gegen Hamburg sind die Floorballer endlich wieder auf Erfolgskurs.

Kaufering – Nach zuletzt sieben Niederlagen am Stück können Kauferings Bundesligafloorballer das Spielfeld endlich wieder erhobenen Hauptes verlassen. Mit einem 10:6 gegen den ETV Hamburg gelingt nicht nur der lang ersehnte Befreiungsschlag gegen einen direkten Konkurrenten, sondern auch der Sprung zurück in die Playoff-Ränge.

Die Gegner aus der Hansestadt hatten die lange Reise mit nur zwölf Feldspielern angetreten, unter anderem fehlte mit dem Finnen Timo-Toumas Koivisto ein wichtiger Offensivmann. Außerdem stand den Piranhhas nur ein Torhüter zur Verfügung. Ein Umstand, der sich später noch rächen sollte und für einen kuriosen Spielverlauf sorgte. Die Red Hocks boten ihrerseits drei Reihen auf, Verteidiger Martin Klöck war noch rechtzeitig fit geworden. Endlich einmal wieder in Führung zu gehen und das Spieltempo diktieren zu können, das war ein lang gehegter Wunsch auf Kauferinger Seite. Doch daraus wurde nichts. 

Nur etwas mehr als eine halbe Minute dauerte es, bis nach einem Freischlag Konfusion in der Hintermannschaft herrschte und Schlussmann Rudolf Heidu erstmals überwunden war. Als dieser nach sechs Minuten einen Fernschuss zum 0:2 passieren lassen musste, schwante allen Beteiligten ein Déjà-vu der vergangenen Wochen. Doch wie auch zuletzt zeigten die Red Hocks, angetrieben von diesmal 337 Zuschauern, ihr Kämpferherz. 

Zwei Verteidiger waren es, die jeweils schön freigespielt, für den schnellen Ausgleich sorgen konnten. Zunächst Marco Tobisch mit einem verdeckten Abschluss, danach Martin Joscak per Direktabnahme. Kurz vor Drittelende musste Abwehrmann Julian Rüger wegen Stockschlags die Strafbank drücken, ihm folgten in kurzen Abständen jedoch zwei Norddeutsche, sodass es nach dem Pausentee mit Vier-gegen-Drei und jeder Menge Platz auf dem Spielfeld weiterging. Das Pow- erplay war in den vergangenen Wochen nicht unbedingt eine Kauferinger Paradedisziplin und auch diesmal ließ sich das Geschehen eher schleppend an, doch urplötzlich ging alles ganz schnell: Eine schöne Kombination über mehrere Stationen schloss Michal Hanic zur erstmaligen Führung ab. Nur wenig später stellte Kapitän Maximilian Falkenberger auf 4:2. 

Eine gute Basis um nun das Heft in die Hand zu nehmen und die Kontrolle zu erlangen? Mitnichten. Die Red Hocks ließen sich nun zu einem wilden Schlagabtausch hinreißen, der per Doppelschlag zuerst mit dem erneuten Aus- gleich und im Anschluss sogar mit dem 4:5 bestraft wurde. Glücklicherweise ließ die passende Antwort abermals nicht lange auf sich warten, erneut war es mit Julian Rüger ein Verteidiger, der eine halbhohe Hereingabe volley in die Maschen hämmern konnte. Das Geschehen verlor nun keineswegs an Rasanz, weiter ging es hoch und runter, kaum einmal kamen Spieler oder Zuschauer zum Luftschnappen. 

Dennoch ging es mit 5:5 in die Pause, die dazu genutzt werden sollte, wieder den Fokus zu finden und Struktur ins Spiel zu bringen. Zurück aus der Kabine wartete jedoch eine Überraschung auf die Red Hocks: Hamburgs Schlussmann Bennet Druminski war bereits im zweiten Abschnitt bei einer Rettungsaktion mit einem Kauferinger Stürmer zusammengeprallt, nun war endgültig klar, dass er das Spiel nicht fortsetzen konnte. Mangels Ersatzmann streifte nun Feldspieler Michael Potschin die Ausrüstung über, doch bereits nach zweieinhalb Minuten war er erstmals geschlagen. Maxi Falkenberger hatte die Lücke gefunden. Kurz danach netzte Martin Joscak aus der Distanz ein, doch von ruhigerem Fahrwasser immer noch keine Spur. 

Hamburgs Youngster Flemming Kühl markierte mit einem verwandelten Penalty zum 7:6 seinen dritten Treffer des Tages. Erneut ließ eine Kauferinger Reaktion nicht lange auf sich warten, wieder war Falkenberger erfolgreich, 8:6. Eine Zeit lang wogte das Geschehen hin und her, die Red Hocks gaben nun aber endlich den Takt vor. Das 9:6 stellte die Weichen vollends auf Sieg, Dominik Hanic mach- te das Ergebnis mit einem strammen Schuss in den Winkel zweistellig. 

Mit diesem wichtigen Punktgewinn tauschen die Red Hocks die Plätze in der Tabelle mit Hamburg, allerdings bei einem schmalen Polster von nur einem Zähler. Bereits am kommenden Sonntag muss zuhause gegen den TV Lilienthal eine erneute Leistungssteigerung her, um im Rennen um den vorzeitigen Klassenerhalt und den Einzug in die Playoffs am Ball zu bleiben. Anstoß im Kauferinger Sportzentrum ist um 15 Uhr.

Auch interessant

Meistgelesen

Riverkings weiterhin wie eine Dampfwalze
Riverkings weiterhin wie eine Dampfwalze
Guido Kandziora coacht künftig TSV-Kicker
Guido Kandziora coacht künftig TSV-Kicker
Markus Klingl erfolgreichster WM-Starter
Markus Klingl erfolgreichster WM-Starter
Weiter mit beiden Teams
Weiter mit beiden Teams

Kommentare