Kauferinger sahnen ab:

Überraschende Heimsiege

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Dynamik am Start. Bei mehr als 300 Starts am Internationalen Nikolausturnier hatten die Kampfrichter alle Hände voll zu tun – die eigens installierte elektronische Zeitnahme schaffte da Entlastung.

Kaufering – 280 Teilnehmer kamen zum 21. Internationalen Kauferinger Nikolausschwimmen. Die Sensationssiege in den 50 Meter Freistilfinals für die Lokalmatadoren Julia Drasky und Dominic Puchmayr waren für die Ausrichter des Schwimmteams Kaufering der Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung.

Bis fast um Mitternacht war das Aufbauteam des VfL Kaufering mit Unterstützung der Schwimmmeister am Vorabend im Lechtalbad aktiv, um den Teilnehmern optimale Rahmenbedingungen mit elektronischer Zeitnahme zu bieten. Aus sportlicher Sicht hätte die Veranstaltung für die ausrichtende Schwimmabteilung des VfL Kaufering kaum besser laufen können. Als am Samstagmorgen die Nachricht eintraf, dass die zweifache deutsche Meisterin des Jahres 2013, Martina Aicher, wegen eines grippalen Infekts nicht an den Start gehen kann, war die Hoffnung auf eine Siegchance in den 50 Meter Freistilfinals eigentlich schon gestorben. 

Aber die Kauferinger waren für eine Überraschung gut. Zunächst einmal zeigte sich schon in den ersten Starts der jüngsten Jahrgänge, dass die Kauferinger Trainer um Silvia Rasshofer und Heidi Amrhein den Nachwuchs offensichtlich in eine tolle Form gebracht hatten. Die persönlichen Bestzeiten fielen wie reife Früchte. Den ersten richtigen Paukenschlag setzte dann die 15-jährige Nadja Amrhein auf der 200 Meter Bruststrecke: In einer Zeit von 2:56,53 Minuten schaffte sie nicht nur eine neue persönliche Bestzeit, sondern holte sich auch den Gesamtsieg beim Nikolausschwimmen auf dieser Strecke.

Drei im Finale

Große Spannung kam dann in den Vorläufen auf den 50 Metern Sprintstrecken auf. Das Ergebnis war aus Kauferinger Sicht beeindruckend: Mit Franziska Nimmerfroh, Julia Drasky und Dominic Puchmayr schafften gleich drei Athleten den Einzug in die sechs Finalläufe (Rücken, Schmetterling und Freistil bei Damen und Herren). Über die 50 Meter Rücken holte Dominic Puchmayr in neuer persönlicher Bestzeit dann am Samstag im Finale den Sieg, während er über die Schmetterling-Lage auf dem zweiten Platz landete. Julia Drasky hatte schon im Vorlauf auf der Schmetterling-Strecke ihre klasse Sprintform angedeutet.

Im Finale konnte sie sich dann noch einmal steigern und holte überraschend den 2. Platz – nur vier Hundertstel Sekunden hinter der Siegerin Amelie Czech vom Schwimmverein Augsburg. Franziska Nimmerfroh landete im Finale über 50 Meter Rücken auf dem 5. Platz.

Auch am zweiten Tag zeigten die jungen Schwimmer kaum Anzeichen von Müdigkeit und so purzelten weiter jede Menge persönlicher Bestzeiten. Der Höhepunkt sollten dann die Finals über 50 Meter Freistil, in denen der Sprinterkönig gesucht wurde. Mit souveräner Vorlaufbestzeit hatte sich Andreas Kornes vom Schwimmverein Augsburg die schnellste Bahn für das Männer-Finale gesichert. Den besten Start zeigte aber schließlich Dominic Puchmayr. Und der packte dann das aus, was er mit seiner Trainerin in den letzten Wochen intensiv geübt hatte: Auf der ersten Bahn atmete er gerade einmal und konnte dadurch seinen gewaltigen Armzug hocheffektiv ins Wasser bringen. Puchmayr ließ gegen den Augsburger nicht locker und am Ende stand eine sensationelle Bestzeit von 24,81 Sekunden und der Finalsieg.

Überraschungssieg

Bei den Damen war der Finaleinzug der 19-jährigen Julia Drasky vom Schwimmteam Kaufering schon eine Überraschung, hatte sie sich doch zuletzt vor allem als Spezialistin über die 200- und 400 Meter Distanz hervorgetan. Was sie dann im Finale zeigte, kann man nur als Sonderklasse bezeichnen: So sehr sie auch ihre Konkurrentinnen Saskia Hahn vom TSV Vaterstetten und Bernadette Müller vom TSV Erding auch bedrängten – Drasky hielt dagegen. Mit bloßem Auge war nicht zu erkennen, wer beim Anschlag die Fingerspitzen vorne hatte. Die elektronische Anzeige schaffte schließlich Klarheit und ließ die Halle jubeln. Julia Drasky hatte das Finale mit einer Hundertstel Sekunde Vorsprung auf Saskia Hahn gewonnen. 

Den tollen Erfolg der Kauferinger Schwimmer beim Nikolausturnier machte dann schließlich noch das Mannschaftsergebnis perfekt: Souverän sorgten die Lechtal-Wasserratten dafür, dass in diesem Jahr der Lechtalbad-Wanderpokal in der Heimat bleibt.

Schnelle Wasserratten

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