Um vier Minuten verpasst

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Stefan Kandler verpasste um nur vier Minuten die Hawaii-Quali. Auch für die anderen Kauferinger Triathleten reichte es in Frankfurt nicht.

Kaufering/Frankfurt – Wie bereits in den vergangenen Jahren fand in Frankfurt die Ironman Europameisterschaft statt. Gleichzeitig war es einer von weltweit insgesamt 26 Qualifikationswettkämpfen für den Ironman Hawaii, wobei in Frankfurt 100 Startplätze für Hawaii an die besten der insgesamt 3000 Teilnehmer vergeben wurden. Mit am Start waren auch fünf Triathleten vom Vfl Kaufering, von denen sich der ein oder andere ebenfalls Chancen für die „Hawaii-Quali“ ausgerechnet hatte, was jedoch keinem von ihnen gelang.

Die Distanzen in Frankfurt orientieren sich somit an den Distanzen von Hawaii: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dann noch einen Marathon laufen (42,195 Kilometer). Gewinner bei den Männern war Sebastian Kienle, der an seinem 30. Geburtstag mit der Gesamtzeit von 7:55 Stunden einen neuen Streckenrekord aufstellte. 

Bei sehr angenehmen 21 Grad Wassertemperatur starteten die Athleten in der Früh um 7 Uhr mit ihren Neoprenanzügen im Langener Waldsee 10 Kilometer südlich von Frankfurt. Nach gut einer Stunde ging es dann mit den Zeitfahrrädern direkt nach Frankfurt, durch die Innenstadt und anschließend zwei Runden über die ländliche Region nördlich von Frankfurt. Durch aufkommende Windböen wurde das Radeln etwas erschwert. Am Ende ging es dann zum härtesten Teil, dem Marathon, der über vier Runden in Frankfurt direkt am Main entlang führte. Die angenehm flache Laufstrecke wurde allerdings an diesem Tag bei 31 Grad zur Hitzeschlacht. 

Hier wurde es extrem hart und es zeigte sich, wer mit seinen Kräften haushaltete. Sehr hohe Bedeutung hat hier allerdings auch die richtige Verpflegung mit Isogetränken, Kohlenhydraten und vor allem auch mit genügend Salz. Ekkehard Happach erreichte das Ziel mit der Zeit von 11:21 Stunden. „Nach dem Schwimmen und Radeln war ich noch ganz gut dabei, aber beim Laufen hat mir die Hitze arg zugesetzt und ich konnte mein Lauftempo einfach nicht durchziehen“, so Happach. Für Edwin Helmer war es das erste Mal in Frankfurt auf der Langdistanz: „Ich hatte mir 11 Stunden vorgenommen, jedoch wurde mir nach der Radstrecke klar, dass ich das Tempo beim Marathon rausnehmen musste um nicht zu „platzen“. Dennoch war ich mit meinem Endergebnis 11:20 Stunden mehr als zufrieden“, so Helmer. 

Ganz knapp die Hawaii Qualifikation verfehlte Stefan Kandler: „Mit meiner Gesamtleistung und Renneinteilung sowie der Endzeit von 9:49 Stunden bin ich vollauf zufrieden. Für Hawaii hätte ich jedoch vier Minuten, sprich drei Plätze schneller sein müssen. Ein kleiner Unfall auf der Radstrecke und Muskelkrämpfe bei Kilometer 36 beim Laufen haben mir etwas Zeit gekostet“, so Kandler. 

Tom Weikert berichtete: „Schwimmen und Radfahren liefen sehr gut und auch beim Laufen fühlten sich meine Beine sehr gut an. Dies verleitete mich zu einem schnellen Anfangstempo, allerdings war ich nach 10 Kilometern nicht mehr in der Lage, das hohe Tempo zu halten und musste sogar Gehpausen einlegen, wobei ich sehr viel Zeit verlor. Aufgeben kam jedoch überhaupt nicht in Frage und so beendete ich den Ironman mit der Zeit von 10:23 Stunden“. 

Adrian Hoffmann, der jüngste von den Kauferingern erreichte mit der Gesamtzeit von 9:46 Stunden das beste Ergebnis im Team. „Mit Schwimmen und Radfahren war ich sehr zufrieden, allerdings fehlten mir aufgrund der starken Hitze die Körner fürs Laufen und so musste ich am Ende massiv Tempo herausnehmen“. 

Die Kauferinger Triathleten waren sich einig: Das Niveau in Frankfurt ist auch aufgrund des internationalen Teilnehmerfeldes sehr hoch und für Hawaii muss man sich in seiner Altersklasse im absoluten Spitzenfeld platzieren. „Auch wenn wir diesen Sprung nicht erreichten, blicken wir dennoch auf einen erlebnisreichen Tag und ein schönes Wochenende in Frankfurt bei einer perfekt organisierten Veranstaltung zurück. Auch hatten wir eine sehr schöne und ereignisreiche Vorbereitungssaison mit gemeinsamen Aktivitäten und verschiedenen Trainingslagern in Südafrika, Mallorca und am Gardasee“.

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