Kauferinger Floorball-Mädels Vizemeister

Unerwartet zu deutschem Silber

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Trotz Silber ist die Freude groß: Die U14-Floorballerinnen reisten als Vorjahresachter zur deutschen Meisterschaft, wo der Weg heuer überraschend bis ins Finale führte.

Kaufering – Damit war nicht zu rechnen: Bei ihrer zweiten Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft (DM) sind die U14-Mädels der Kauferinger Floorballer bis ins Finale marschiert. Fast wäre im baden-württembergischen Mosbach der ganz große Coup gelungen, am Ende reichte es zur Vizemeisterschaft – für die jungen Damen ein großer Erfolg.

Im Vorjahr noch den achten und letzten Platz der deutschlandweiten Endrunde belegt, war heuer klar: Dank eines Feldes von nur sechs Teams war eine Verbesserung bereits sicher. Während in Gruppe B Stern München, SG SSF Bonn/DJK Ennepetal und der amtierende deutsche Meister UHC Weißenfels antraten, mussten sich die Red Hocks in Gruppe A mit der SG Landsberg/Elster und der SG Berlin messen.

Druckvoller Start

Die erste Partie gegen den Viertplatzierten vom letzten Jahr, die SG Landsberg/Elster, begann für die Kauferingerinnen vielversprechend: Durch schnelles, druckvolles Spiel führten die Mädels vom Lech zur Pause mit 4:3. In der zweiten Hälfte ließen Kraft und Tempo sichtlich nach, sodass Landsberg/Elsters Top-Spielerin Johanna Zoberbier die SG nahezu im Alleingang zum 5:7-Auftaktsieg schoss.

Um nicht schon nach der Gruppenphase die Segel streichen zu müssen, war ein Sieg des bayerischen Meisters gegen die SG Berlin Pflicht. Diesmal stellte das Trainergespann Alexander Wodniok und Vera Schmitz auf drei Reihen um. „Wir wollten nicht Gefahr laufen, in der zweiten Hälfte wieder keine Kraftreserven zu haben“, erklärt Wodniok. Der Plan ging auf. Die SG Berlin erwies sich als nicht allzu schwerer Gegner, zur Pause hatten die Roten schon eine komfortable 6:1-Führung herausgeschossen. So konnten die Trainer ihrem gesamten 14-köpfigen Kader die Chance geben, sich bei einer DM auf dem Feld zu beweisen. Das Spiel endete 8:4 und bedeutete den Halbfinaleinzug.

Meister geschlagen

Im Halbfinale am Sonntag war die Herausforderung eine mächtige. Ausgerechnet der deutsche Meister UHC Weißenfels, ungeschlagen in der Vorrunde, wartete dort. Schnell entwickelte sich ein spannendes und temporeiches Spiel, in dem sich beide Teams auf Augenhöhe begegneten. Nach der Pause ging der UHC mit 5:6 in Führung. Danach passierte lange nichts, bis Kaufering seine beste Phase hatte: Mit vier Toren binnen drei Minuten legten die jungen Damen vom Lech auf 9:6 vor und waren nicht mehr einholbar – mit 9:7 schlug der Vorjahresachte den Vorjahresmeister und zog erstmals ins Endspiel ein.

Dort knüpften die Red Hocks jedoch nicht an die Leistung aus dem Halbfinale an – zur Pause führte der schon bekannte Gegner aus Landsberg/Elster mit 1:5. Wieder scheiterten die Roten daran, Top-Scorerin Zoberbier in Schach zu halten. Und auch offensiv lief zu wenig zusammen. Am Ende mobilisierten die Red Hocks nochmal sämtliche Kräfte, konnten die 5:7-Niederlage aber nicht mehr abwenden. Zufrieden war Trainer Wodniok dennoch: „Die Silbermedaille kam völlig unerwartet. Die Freude bei der Mannschaft ist deshalb trotz verlorenem Finale riesengroß.“

Kaufering: Anja Lutzenberger – Simone Weeber, Tabea Knöpfle, Finja Baumhakl, Luisa Wodniok, Nina Opitz, Eileen Gühne, ­Paula Wodniok, Malin de ­Renteria, , Amelie Knöpfle, Sara ­Rodler, ­Marisa Wagner, Pia Nienhold, Laura Ballweg.

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